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010053 SE Theologie Interkulturell (2019W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 07.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 14.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 21.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 28.10. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 04.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 11.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 18.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 25.11. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 02.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 09.12. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 13.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 20.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG
Montag 27.01. 13:15 - 14:45 Seminarraum 5 (Kath) Schenkenstraße 1.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

LV-Inhalt:
In unseren modernen, interkulturellen, interreligiösen und zunehmend globalisierten und zugleich konfliktbeladenen Lebenswelten stellt sich für die christlichen Kirchen immer unausweichlicher die Frage nach dem Weg zum friedlichen Zusammenleben und gegenseitiger Achtung. Die Frage nach dem Heil des Menschen ist aus christlicher Perspektive deswegen die zentrale Frage für den interkulturellen und interreligiösen Dialog, weil sich in ihr alle anderen grundlegenden Fragen der Theologie: Christologie, Pneumatologie, Ekklesiologie, Liturgie und Sakramententheologie etc. bündeln. Darum ist das Verhältnis zwischen dem christlichen Verständnis der Erlösung und den Vorstellungen von Heil und Erlösung, die man in anderen Kulturen und Religionen findet, von großer theologischer Bedeutung. Wenn es nur einen Gott und ein heilsgeschichtliches Ziel gibt (vgl. Apostelgeschichte 4,12: wonach "in keinem anderen [außer Jesus von Nazareth] das Heil zu finden ist", wie ist dann die Existenz anderer Religionen und die Rede von anderen Offenbarungen und Heilswegen zu verstehen? Wie kann den christologischen Anspruch Jesu, Heiland der ganzen Welt zu sein, für Anhänger anderer Religionen geltend gemacht werden? Wie kann dem zeitlich begrenzten Christus-Ereignis überhaupt eine universelle Bedeutung zugesprochen werden? Gibt es Heilswege außerhalb des Christentums und wenn ja, wie sind diese zu denken? Der 2004 verstorbene belgische Priester und Theologe Jacques Dupuis (SJ) machte diese Fragen im 20. Jahrhundert zum Zentrum seiner religionstheologischen Überlegungen. Seine scharfsichtigen und kreativen Überlegungen machten ihn zu einem Pionier und international anerkannten Referenzpunkt im Feld der Religionstheologie und des interreligiösen und interkulturellen Dialogs. Sein viel diskutiertes Werk wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und stellt eine bleibende Inspirationsquelle und Herausforderung für jeden dar, der sich heute mit Fragen interkultureller und interreligiöser Theologie beschäftigen will.

LV-Methoden:
Lektüre und Diskussion ausgewählter Passagen aus: Jacque Dupuis, Unterwegs zu einer Theologie des religiösen Pluralismus (hg. von U. Winkler, übersetzt von S. Rettenbacher unter Mitarbeit von C. Hackbarth-Johnson und W. Schöggl) (Salzburger Theologische Studien - interkulturell 5), Innsbruck/Wien 2010.
Referate der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Seminar sowie Diskussion ergänzender Artikeln von Dupuis und anderer Autoren, die sich Fragen der interkulturellen und der Religionstheologie beziehen.

LV-Ziele:
Das Seminar soll gleichermaßen in die Theologie von Jacques Dupuis wie in grundlegende Fragestellungen der interkulturellen Theologie und der Religionstheologie einführen. Dabei sollen auch Modelle des Heilsverständnisses, die im Lauf der Kirchengeschichte bedeutsam wurden, vorgestellt werden. Ein Schwerpunkt wird auf der Diskussion von Dupuis` Versuch liegen, eine Möglichkeit des Heils außerhalb der religiösen Tradition des Christentums zu denken, ohne die einzigartige Mittlerstellung Jesu Christi dadurch zu relativieren. Die Relevanz von Dupuis` Denken für gegenwärtige Debatten der interkulturellen und der Religions-Theologie soll dabei ebenso deutlich werden wie mögliche Grenzen und nötige Weiterentwicklungen seines Denkens angesichts der Realität gegenwärtiger Gesellschaften.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Mitarbeit, Referate (von freier Themenauswahl basierend auf Dupuis' Buch) und Verfassen einer schriftlichen Seminararbeit (min. 15 Seiten)

Die Lehrveranstaltung wird in Deutsch abgehalten.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Nicht mehr als dreimal abwesend sein.

Beurteilungsmaßstab:
regelmäßige aktive Teilnahme und gute wissenschaftliche Seminararbeit

Prüfungsstoff

Lektüre und Diskussion ausgewählter Passagen aus: Jacque Dupuis, Unterwegs zu einer Theologie des religiösen Pluralismus (hg. von U. Winkler, übersetzt von S. Rettenbacher unter Mitarbeit von C. Hackbarth-Johnson und W. Schöggl) (Salzburger Theologische Studien - interkulturell 5), Innsbruck/Wien 2010.

Literatur

Dupuis, Jacques, Unterwegs zu einer Theologie des religiösen Pluralismus (hg. von U. Winkler, übersetzt von S. Rettenbacher unter Mitarbeit von C. Hackbarth-Johnson und W. Schöggl) (Salzburger Theologische Studien - interkulturell 5), Innsbruck/Wien 2010.

Ausgewählte ergänzende Artikeln oder Auszüge aus Büchern von Jacques Dupuis und anderen Autoren.


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

für 011 (15W) FTH 25 (Wahl), 066 795 (15W) M1

Letzte Änderung: Di 03.09.2019 16:07