Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails.

Lesen Sie bitte die Informationen auf https://studieren.univie.ac.at/info.

010080 FS Von der Einwohnung Gottes zur Inkarnation des göttlichen Wortes-biblisch-dogmatische Perspektiven (2020S)

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Informationen zum home-learning:
angesichts der Tatsache, dass wir noch nicht genau wissen, ob und wann angesichts der Corona-Pandemie der normale Lehrbetrieb mit physischer Anwesenheit in diesem Sommersemester wieder aufgenommen werden kann, möchten wir Ihnen die geänderten Bedingungen bekanntgeben, unter denen Sie das Seminar „Von der Einwohnung Gottes zur Inkarnation des göttlichen Wortes – biblisch-dogmatische Perspektiven“ erfolgreich (virtuell) absolvieren können.
Auf die Gestaltung einer Seminarsitzung wird verzichtet. Stattdessen stellen wir ihnen fünf Aufgaben, die Sie schriftlich zu erledigen und auf Moodle einzustellen haben. Aus prüfungsrechtlichen Gründen müssen wir die Aufgaben in zwei Teile unterteilen. Das sieht so aus:
(1) Sie wählen aus den fünf unten angegebenen Fragen vier aus, die Sie im Umfang von etwa 1–2 Seiten (ca. 5.000 Zeichen) beantworten. Diese Antworten sollten bei Wiederaufnahme des Lehrbetriebs vorliegen und spätesten bis zum 17. Juni (unserer voraussichtlich letzten Sitzung) schriftlich auf Moodle eingestellt werden.
(2) Sie erstellen eine Seminararbeit im Umfang von ca. 10–15 Seiten auf der Grundlage jener Frage, die Sie unter (1) nicht gewählt haben und reichen diese bis zum 30. September 2020 ein oder Sie absolvieren eine mündliche Prüfung (15 Minuten) über den Stoff des Seminars am Ende des Sommersemesters oder zu Beginn des Wintersemesters. Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Der Leistungsnachweis setzt sich also aus zwei Teilleistungen zusammen:
(1) Vier Hausaufgaben im Umfang von 1–2 Seiten (ca. 5.000 Zeichen);
(2) Seminararbeit im Umfang von ca. 10–15 Seiten oder mündliche Prüfung (15 Minuten).

Mittwoch 11.03. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 25.03. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 22.04. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 06.05. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 20.05. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 03.06. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG
Mittwoch 17.06. 15:00 - 18:15 Seminarraum 2 (Kath) Schenkenstraße EG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Martin Buber hat von der „prinzipiellen Inkarnationslosigkeit des Judentums“ gesprochen und damit eine theologische Differenz markiert, die im offiziellen Gespräch zwischen Juden und Christen bis heute anerkannt ist. Allerdings gibt es bereits im Alten Testament und in der rabbinischen Theologie Formen der Einwohnung Gottes, die sein Nahekommen in der Geschichte Israels bezeugen. Gott ist nicht weltenthoben und geschichtstranszendent, er kommt nahe im brennenden Dornbusch, in der Wolken- und Feuersäule beim Durchzug durch die Wüste, er lässt seinen Namen wohnen im Tempel etc. Dieses Nahekommen Gottes in der Geschichte verdichtet sich in der Menschwerdung des Wortes Gottes in Jesus, den Christen als den Christus bekennen.
Das Seminar fragt nach strukturellen Analogien zwischen Einwohnung und Menschwerdung, zwischen Inhabitation und Inkarnation und greift damit ein zentrales Thema des christlich-jüdischen Gesprächs auf.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige, aktive Teilnahme an den Seminarsitzungen; Anfertigung einer Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bewertungsschlüssel:
30 % Anwesenheit (nur zweimaliges unentschuldigtes Fehlen erlaubt) und Mitarbeit
40 % Präsentation des Arbeitspapiers
30 % abschließende Seminararbeit (Inhalt, Layout, Stil)

Prüfungsstoff

Literatur

Martin Buber, Der Jude und sein Judentum. Gesammelte Aufsätze und Reden, Geringen 2. Auflage 1993.
Christian Rutishauser, Christlicher Inkarnationsglaube und interreligiöser Dialog, in: Ders., Christlichen Glauben denken, Münster 2016, 132-151.
Peter Schäfer, Zwei Götter im Himmel, Tübingen 2017.
Michael Wyschogrod, Inkarnation aus jüdischer Sicht, in: Evangelische Theologie 55 (1995) 13-28.
Jahrbuch für Biblische Theologie (JBTh). Band 8 (1993): Der Messias, Neukirchen-Vluyn 1993.
Petuchowski, Jakob J. / Thoma, Clemens: Lexikon der jüdisch-christlichen Begegnung, Freiburg 1997 (darin besonders die Artikel: Gott, Inkarnation, Jesus von Nazareth, Maria, Messias, Monotheismus, Offenbarung, Polytheismus, Schekhina, Schöpfer / Schöpfung, Schittuf, Synkretismus, Trinität, Toledot Jeschu).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

LV für Doktorat/PhD- Studium, für 011 (15W) FTH 17 oder FTH 26, 199 518 MA UF RK 02 oder RK 05, 066 795 M1, auslaufende Studienpläne: D31, DAM für 011 (11W)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:19