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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

010126 VO Grundkurs Theologische Grundlagenforschung II: Text und Tradition (2020W)

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 1 - Katholische Theologie

Die Vorlesung behandelt den Themenbereich von Schrift als einer entscheidenden Form der Selbstkonstitution von Glaubensgemeinschaften, nimmt einen theologischen Standpunkt ein und hat dabei im Zentrum die biblischen Glaubensgemeinschaften jüdischer und christlicher Tradition. Daher ergibt sich auch die Frage nach der Bedeutung von Traditionen von selbst, ebenso die Frage nach deren Wirkungen und Wirksamkeiten, die sich mitunter deutlich über den eigenen Bereich hinaus erstrecken.

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Nach gegenwärtigem Planungsstand (11.8.2020) findet die Vorlesung im HS 1 zur angegebenen Zeit als sog. Hybridlehre statt: Entsprechend den Platzmöglichkeiten ist ein Teil der Studierenden im HS anwesend, während der andere Teil die Vorlesung gleichzeitig (=digital-synchron) über Videostream mitverfolgt. Die Verteilung der jeweiligen Präsentgruppen wird über Moodle erfolgen.
Die erste Vorlesungseinheit am 7.10.2020, 9.45-11.15 Uhr wird digital stattfinden und über Moodle (BigBlueButton) geführt werden. Den Zugang dafür finden Sie auf der Moodle-Seite der „Grundkurs Theologische Grundlagenforschung II“.
Bitte überprüfen Sie diesen Eintrag regelmäßig. Möglicherweise kann er aktualisiert werden, falls sich die Maßnahmen in Bezug auf die Pandemie ändern sollten.
UPDATE 7.10.2020: Da die Gesamtzahl der Studierenden, die zur Vorlesung angemeldet sind, deutlich unter der Maximalzahl verfügbarer Sitzplätze im Hörsaal 1, entfällt eine Aufteilung in Präsent- und Digitalgruppen. Jede*r angemeldete Studierende kann präsent an der Vorlesung teilnehmen.
Update, 2.11.2020: Die Lehrveranstaltung wird ab sofort digital synchron über Moodle/BigBlueButton zur Lehrveranstaltungszeit abgehalten.

Mittwoch 07.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 14.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 21.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 28.10. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 04.11. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 11.11. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 18.11. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 25.11. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 02.12. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 09.12. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 16.12. 09:45 - 11:15 Digital
Mittwoch 13.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 20.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1
Mittwoch 27.01. 09:45 - 11:15 Hörsaal 1 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 1 Hof 1

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, die enge Verbindung von Schrift, Text und Erkennen im Zusammenhang religiöser Überlieferungen zu erfassen und zu verstehen und so auch verschiedene religiöse, textgebundene Ansprüche unterscheiden zu können. Ein weiteres Ziel besteht darin, solche Unterscheidungen auf differente Überlieferungsverfahren hin reflektieren zu können, wie sie in den unterschiedlichen Umgängen mit Texten und deren Deutung in jüdischen und christlichen Diskursen und Setzungen vonstattengehen, exemplarisch an Beispielen von Beispielen in Geschichte und Gegenwart aufgezeigt.

In der Lehrveranstaltung geht es um folgende Inhalte und Themen:
- Schrift als Überlieferung
- Gott spricht und der Mensch schreibt - zu einer theologischen Differenz
- Schriftzeichen und Sprache
- Grammatik und Denken
- Schrift und heilige Schrift
- (Heilige) Schrift als Bewusstseinsausdruck von Glaubensgemeinschaften
- Schrift - Kanon - Dogma: Was ist was?
- Begriff der Tradition
- Tradition aktiv und passiv
- Materiale Traditionen: Personen, Gehalte, Ethos, Lehre,
- Im Streit von Schrift und Tradition: jüdische und christliche Grundlinien
- (Aus-)Wirkungen christlicher Tradition

Methode:
Mündlicher Vortrag; themenbezogene Diskussionsmöglichkeiten
Zusammenfassungen der jeweiligen Themeneinheiten sind auf Moodle verfügbar.
Nach gegenwärtigem Planungsstand (11.8.2020) findet die Vorlesung im HS 1 zur angegebenen Zeit als sog. Hybridlehre statt: Entsprechend den Platzmöglichkeiten ist ein Teil der Studierenden im HS anwesend, während der andere Teil die Vorlesung digital-synchron über Videostream mitverfolgt. Die Verteilung der jeweiligen Präsentgruppen wird über Moodle erfolgen. – Bitte überprüfen Sie diesen Eintrag regelmäßig. Möglicherweise kann er aktualisiert werden, falls sich die Maßnahmen in Bezug auf die Pandemie ändern sollten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Prüfung zu je 15 Minuten, bestehend aus zwei unabhängigen Fragen- oder Thementeilen und angeboten an mindestens vier Prüfungsterminen (auffindbar unter https://st-tgf-ktf.univie.ac.at/studium/pruefungstermine/wolfgang-treitler/) sowie zusätzlich in jeder Sprechstunde des folgenden Semesters gegen Voranmeldung über Email (wolfgang.treitler@univie.ac.at).
Die Prüfung über diese Lehrveranstaltung kann bis zum Ende des Wintersemester 2021/22 abgelegt werden.
Nach gegenwärtigem Plaunungsstand (11.8.2020) werden die Prüfungen digital mündlich über die Jitsi-Plattform durchgeführt.
Erlaubte Hilfsmittel bei der Prüfung:
Keine

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die mündliche Prüfung besteht aus zumindest zwei voneinander unabhängigen Fragen oder Themenbereichen. Eine positive Beurteilung der Prüfung wird erreicht, wenn mindestens 50% der Antworten eines jeden Fragenbereichs richtig sind. – Die Prüfungsleistung wird mit „sehr gut“ beurteilt, wenn die Kenntnisse der Prüfungsstoffes deutlich über das durchschnittlich erwartbare Maß an Kenntnissen hinausreichen und eigenständige, begründete Einsichten eingebracht werden.

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff: Inhalt der Vorlesung oder der Ersatzliteratur

Literatur

Dohmen Christoph, Biblische Auslegungstraditionen. Jüdische Studien und christliche Theologie, in: FrRu N.F. 21 (2014) 84-94.
*Dohmen Christoph, “Liberi Veteris Testamenti integri in praeconio evangelica assumpti“ (Vat II DV 16), in: JBTh 31 (2016) 67-84.
Dohmen Christoph / Stemberger Günter, Hermeneutik der Jüdischen Bibel und das Alten Testaments, Stuttgart 22019.
Fornet-Ponse Thomas, Ökumene in drei Dimensionen. Jüdische Anstöße für die innerchristliche Ökumene, Münster 2011, 357-448.
*Fredriksen Paula, The Birth of Christianity and the Origins of Christian Anti-Judaism, in: Fredriksen Paula / Reinhartz Adele (ed.), Jesus, Judaism, and Christian Anti-Semitism. Reading the New Testament after the Holocaust, Louisville-London 2002/ San Bernardino 2013, 8-30.
Gerstenfeld Manfred, Anti-Israelismus und Anti-Semitismus, Stuttgart 2018.
Hahn Frank, Das Unbegründete nicht vergessen. Gedanken zum Antisemitismus heute und gestern, in: FrRu N.F. 20 (2013) 264-272.
*Hartmann Stefan, Tödlicher Antinomismus, in: FrRu N.F. 18 (2011) 111-118.
Klappert Bertold, Israel und die Kirche – Zeugen vor der Welt und voreinander, in:
Klemperer Viktor, LTI. Notizbuch eines Philologen, Stuttgart 2007.
Käppeli Silvia (Hg.), Lesarten des jüdisch-christlichen Dialoges. FS zum 70. Geburtstag von Clemens Thoma, Bern u. a. 2002, 97-107.
Kratz Reinhard G. u. a., Art. Schrift, Heilige I-VI, in: TRE 30, 402-434.
Maccoby Hyam, Ein Pariavolk. Zur Anthropologie des Antisemitismus. Herausgegeben von Peter Gorenflos. Aus dem Englischen von Wolfdieter Müller, Berlin-Leipzig 2019, 88-98; 136-149; 209-219.
*Marquardt Friedrich-Wilhelm, Von Elend und Heimsuchung der Theologie. Prolegomena zur Dogmatik, München 21992, 74-147.
*Nicklas Tobias, Die Kanonisierung des Neuen Testamentes als Prozess der Gemeindebildung? in: JBTh 31 (2016) 85-104.
Rahner Karl, Über Schriftinspiration, Freiburg/Breisgau 21959 (= QD 1).
*Rösel Martin u. a., Art. Tradition I-VII, in: TRE 33, 689-732.
*Schmid Konrad, Die Schrift als Text und Kommentar verstehen. Theologische Konsequenzen der neuesten literaturgeschichtlichen Forschung an der Hebräischen Bibel, in: JBTh 31 (2016) 47-63.
Söding Thomas, Einheit der Heiligen Schrift? Zur Theologie des Kanons, Freiburg-Basel-Wien 2005 (=QD 211).
Wiederkehr Dietrich, Das Prinzip der Überlieferung, in: Handbuch der Fundamentaltheologie. Band 4: Traktat Theologische Erkenntnislehre. Schlussteil: Reflexion auf Fundamentaltheologie, Freiburg-Basel-Wien 1988, 100-123.
*Zenger Erich, Die Bibel Israels. Grundlage des christlich-jüdischen Dialogs, in: FrRu N.F. 18 (2011) 171-180.
Anm.: Die mit * gekennzeichneten Beiträge sind prüfungsrelevante Ersatzliteratur

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

für 011 (15W) FTH 15, 033 195 (17W) BRP 16krp, 033 195 (17W) BRP 16ktb, 198 418 UF RK 13, auslaufende Studienpläne: als "Kirche in der Welt von heute" für 011 (11W) D23

Letzte Änderung: Mi 16.06.2021 10:27