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020010 SE Einführung in die Religionssoziologie (2017S)

Geld oder Gott?

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 2 - Evangelische Theologie
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 15 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 07.03. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 14.03. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 21.03. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 28.03. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 04.04. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 25.04. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 02.05. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 09.05. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 16.05. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 23.05. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 30.05. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 13.06. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 20.06. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG
Dienstag 27.06. 16:00 - 18:00 Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Geld ist das universale Medium moderner Gesellschaften und changiert – je nach Sichtweise – zwischen „geprägter Freiheit“ (Dostojewski) und „geronnener Gewalt“ (Tolstoi).
In erster Linie ist Geld Mittel zum Zweck seiner Tauschfunktion – erst wenn es als Selbstzweck stilisiert wird, bildet sich ein Geldfetisch aus. Und dennoch ist die ‚ökonomische Kolonialisierung‘ des Geldes auf alle Lebensbereiche nicht aufzuhalten. Denn Geld bzw. Kapital haben ihre Funktion in der Vermittlung zwischen Abstraktion und Realität. Weil jedoch die realen Bezüge – wie Arbeit, Ware oder Leistung bzw. deren Sinn oder Wert – immer schon in eine Geldlogik eingebunden sind, enthebt sich das Geld seiner unabhängigen Deckung: ‚Geld wird nur noch durch Geld gedeckt‘. Eine Analogie zur Religion ist dort auszumachen, wo der Glaubensbegriff sich in seiner ‚Autonomie‘ als Glaube versteht, der ‚glaubend den Glauben glaubt‘ (F. Wagner). Es stellt sich daher die Frage, ob das Geld als universaler „god term“ die Religion als soziales Sicherungsmittel abgelöst hat?!
Bereits durch die tiefgreifenden gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts wurde die sich etablierende Disziplin der Soziologie aufgefordert, das Verhältnis von Gesellschaft und Religion bzw. Wirtschaft neu zu überdenken. In diesem Sinne soll sowohl anhand klassischer soziologischer Ansätze (Marx, Weber, Simmel, Troeltsch) bzw. neueren Theorieentwürfen (Parsons, Luhmann, Bourdieu) als auch anhand von Denkern jenseits des soziologischen Kanons (A. Müller-Armack, B. Laum, B. Liebrucks oder M. Mauss) der Fragestellung nach Differenzierung oder Verflechtung von Geld/Wirtschaft und Gott/Religion als Teilbereiche der Gesellschaft nachgegangen werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme und aktive Mitarbeit im Seminar sowie die Ausarbeitung eines Essays und das Halten eines Referats sind die Voraussetzungen für eine positive Beurteilung. Außerdem werden in den einzelnen Sitzungen Protokolle angefertigt, welche die Diskussion sowie deren Resultate thesenhaft zusammenfassen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Wird im Seminar bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

[BALAW]TH-Wahl
[MALA]TH-Relsoz
[BW]TH-Them
[MW]TH-Forsch
ür 066 800 M 5 oder M21

Letzte Änderung: Mo 20.03.2017 15:22