Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

030102 KU Die Polizei im liberal-demokratischen Rechtsstaat (2021S)

Aktuelle Herausforderungen der Polizeiarbeit mit thematischem Schwerpunkt in Genderforschung sowie Anti-Diskriminierung

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 04.05. 09:30 - 12:30 Digital
Dienstag 11.05. 09:30 - 12:30 Digital
Dienstag 18.05. 09:30 - 12:30 Digital
Dienstag 01.06. 09:30 - 12:30 Digital
Dienstag 08.06. 09:30 - 12:30 Digital
Dienstag 15.06. 09:30 - 12:30 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die LV beschäftigt sich mit den rechtlichen Regelungen, die die Institution Polizei einrichten und den Rahmen ihres Agierens schaffen, sowie mit deren zentraler Position im Rechtsstaat. Wie sind die Aufgaben der Polizei ausgestaltet, und kann die Polizei damit ihrer im liberal-demokratischen Rechtsstaat vorgesehenen Rolle gerecht werden? Welchen zentralen Leitbildern (Vorstellungen von Männlichkeit, Bürger*innennähe, Militarisierung) folgt(e) die Polizei bei der Rekrutierung sowie der Bewerbung ihrer Tätigkeiten? Ist es schließlich notwendig, Polizei anders/weiter zu konzipieren, um den heutigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht zu werden? Aktuelle politische/rechtliche Debatten, nicht zuletzt zum Agieren der Polizei in der Covid-Krise, werden themenbezogen eingebunden.
Die LV wird sozialwissenschaftliche, empirische Forschungen zur Polizei und einschlägige gesellschaftliche Debatten ebenso einbeziehen wie (rechts-)philosophische Betrachtungen. Durchgehend werden Fragen der Genderforschung und geschlechtlichen Gleichstellung einbezogen - Dies ist ein tragender Aspekt der LV, denn Themen der (hegemonialen) Männlichkeit sowie des Gruppenzusammenhalts in der Polizei sind von besonderer Bedeutung für das Selbstverständnis und die Außenwahrnehmung der Polizei, die schließlich auch eng mit deren Legitimation zusammenhängt.
Die Studierenden sollen über die LV einen Einblick in den Bereich der Polizeisoziologie, aber auch des Polizeiwesens in Österreich an sich bekommen. Im Hintergrund stehen dabei nicht zuletzt rechtsphilosophische Fragen der Legitimation polizeilichen Handelns im Rechtsstaat. Dafür soll ein tieferes Verständnis vermittelt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Beteiligung an Diskussionen, Verfassen einer kurzen Seminararbeit, Kurzreferate

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Aktive Mitarbeit
Kurzreferate: Ausgewählte Kapitel der Pflichtliteratur sollen vorab gelesen und im Anschluss in der Einheit von und mit den Studierenden diskutiert werden. Dabei wird jeweils eine Gruppe von Leuten vorab ausgewählt, um Kurzreferate (inkl. Kritik/weiterführende Gedanken) der Texte zu halten.
Kurze schriftliche Arbeit: Im Rahmen einer kurzen (ca. 5 A-4 Seiten) Arbeit soll ein ausgewähltes Thema genauer behandelt werden. Themenvergabe und -besprechung ist Studierendengeleitet und wird in der ersten Einheit näher besprochen. Alternativ: mündliche Prüfung über ein von Studierenden ausgewähltes Gebiet.
Die Vorgaben müssen jeweils positiv abgeschlossen werden, um eine positive Beurteilung zu erlangen.

Prüfungsstoff

Einschlägige Literatur wird über Moodle zur Verfügung gestellt

Literatur

Einschlägige Literatur wird über Moodle zur Verfügung gestellt
ua:
Behr R. (2003) Polizeikultur als institutioneller Konflikt des Gewaltmonopols. In: Lange HJ. (eds) Die Polizei der Gesellschaft. Studien zur Inneren Sicherheit, vol 4. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
Behr, R. „Die Polizei muss ... an Robustheit deutlich zulegen“: Zur Renaissance aggressiver Maskulinität in der Polizei, in: Loick, Daniel (Hrsg.) (2018): Kritik der Polizei, Frankfurt (Campus), S. 165-178
Briken, Kendra 2018: Policing by Numbers. New Police Management und Gewaltmonopol, in: Daniel Loick (Hg.): Kritik der Polizei. Frankfurt a. M. und New York
Haselow, R. (2003). Die Umsetzung von Normen in der Organisationswirklichkeit der Polizei. Enthalten in: Die Polizei der Gesellschaft ; Hans-Jürgen Lange, Opladen, 2003, S. 227.
Kreissl, R. (2014). Polizei in Österreich – einige Beobachtungen zu Prozessen einer nachholenden Modernisierung. Neue Kriminalpolitik, 26(1), 42-51.
Kretschmann, A.; Legnaro, A. Polizei und Gewalt. Sozialwissenschaftliche Lektüren eines untrennbaren Verhältnisses Juridikum 03/2019
Ullrich, P. (2019) Data and Obstacle: Police (Non)Visibility in Research on Protest Policing, Surveillance & Society: Vol 17 No 3/4 (2019): Visibilities and New Models of Policing

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:25