Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

030112 SE Recht des christlichen Ostens (2018S)

Genderfragen einst und jetzt (für DiplomandInnen und DissertantInnen)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Persönliche Anmeldung per E-Mail an: eva.synek@univie.ac.at mit dem Betreff "Recht d. christl. Ostens"

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 13.03. 14:00 - 15:30 Seminarraum SEM34 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG (Vorbesprechung)
Freitag 08.06. 08:00 - 15:00 Hörsaal Rechtswissenschaften Schenkenstraße 8-10, 4.OG
Freitag 08.06. 15:00 - 17:00 Seminarraum 3 (Kath) Schenkenstraße EG
Samstag 09.06. 08:00 - 17:00 Hörsaal Rechtswissenschaften Schenkenstraße 8-10, 4.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Wiederbelebung des weiblichen Diakonats im orthodoxen Patriarchat von Alexandrien und die kirchlichen Reaktionen auf die in einigen europäischen Staaten ermöglichte „Ehe für alle“ sind nur zwei besonders aktuelle Fragen aus dem weiten Spektrum „Recht und Geschlecht“, mit denen sich dieses Seminar unter einer spezifisch ostkirchlichen Akzentuierung befassen möchte. Wie gehen die Kirchen heute mit diskriminierenden Traditionen, wie mit egalitären Ansätzen in der Kirchengeschichte um? Was lässt sich historisch zur Frage kirchlicher Ämter für Frauen sagen? Welche Positionen werden in dieser Frage von orthodoxer Seite heute vertreten? Wie positionieren sich die orthodoxen Kirchen im LGBT-Kontext, welche juristischen Weichenstellungen erfolgten währen der letzten Jahre in den orthodox geprägten europäischen Ländern auf staatlicher Ebene? Welche Anknüpfungspunkte für ein „drittes Geschlecht“ ließen sich aus der römischen und der byzantinischen Rechtsgeschichte in die aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurse einbringen? Welche Aspekte des Eherechts der byzantinischen Christenheit spielen in den Orthodoxen Kirchen bis heute eine wichtige Rolle, welche wurden mehr oder weniger aufgegeben? Was sagt das orthodoxe Konzil von Kreta (2017) in Bezug auf Ehe, Familie und gleichgeschlechtliche Beziehungen? Je nach Interesse und Vorkenntnissen können in den Seminarreferaten historisch akzentuierte oder ganz aktuelle Fragestellungen behandelt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Seminarreferat, Handout und Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

J. J. Allen (Hg.) Vested in Grace: Priesthood and Marriage in the Christian East, Boston, MA 2001; M. Cherniak u. a. (Hg.), “For I am Wonderfully Made”. Texts on Eastern Orthodoxy and LGBT Inclusion, o. O. 2016; Kanon 16 und 17; K. Madigan u. C. Osiek, Ordained Women in the Early Church. A Documented History, Baltimore 2011; D. W. Winkler (Hg.), Diakonat der Frau. Befunde aus biblischer, patristischer, ostkirchlicher, liturgischer und systematisch-theologischer Perspektive, Berlin 2010; E. Synek, „Wer aber nicht völlig rein ist an Seele und Leib …“. Reinheitstabus im Orthodoxen Kirchenrecht (Kanon Sonderh. 1), Egling 2006; S. Troianos, Kirchliche und weltliche Rechtsquellen zur Homosexualität in Byzanz, in: ders., Historia et Ius II, Athen 2004, 51-77; J. Zhishman, Das Eherecht der orientalischen Kirche, Wien 1864 (mehrfach nachgedruckt).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:27