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030218 VO Was ist Rechtspluralismus? Kritische Diskurse zu Grundproblemen der Rechtswissenschaft (2019W)

auch für DiplomandInnen und DissertantInnen

3.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 08.10. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 15.10. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 22.10. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 29.10. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 05.11. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 12.11. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 19.11. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 26.11. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 03.12. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 10.12. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 07.01. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 14.01. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG
Dienstag 21.01. 11:00 - 13:00 Seminarraum SEM42 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 4.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Rechtspluralismus besitzt für Staat und Rechtsleben enorme praktische Relevanz.
Nicht-staatliche Justizsysteme besitzen gegenüber staatlichem Recht einen hohen Grad an Eigenständigkeit und Autonomie, und im weltweiten Maßstab, vor allem aber in den Ländern des globalen Südens, werden die meisten Konflikte nicht von staatlichen, sondern von nicht-staatlichen Rechtssprechungsinstitutionen gelöst. Nichtsdestoweniger besteht, wie Geoffrey Swenson von der London School of Economics in einer jüngsten Publikation ausdrückt, eine geradezu dramatische Nicht-Theoretisierung dieses Phänomens in den herkömmlichen Rechtswissenschaften.
In der Vorlesung sollen wichtige Grundfragen der Rechtswissenschaften an das Phänomen des „Rechtspluralimus“ herangetragen werden:
1. In welchem Verhältnis stehen staatliches Recht, nicht-staatliches Recht und sonstige Normordnungen zueinander? Welche konzeptuellen Probleme ergeben sich durch die Übertragung des Begriffs Recht auf nicht-staatliche Normsysteme?
2. Welche praktischen Folgen hat das Ineinanderwirken nebeneinander geltender Normordnungen für Fragen der Gerechtigkeit und der Menschenrechte?
3. Wie stellt sich der Geltungsanspruch konkurrierender Normordnungen für die Autonomie des Einzelnen da? Worauf stützt sich deren Verbindlichkeit gegenüber dem Einzelnen?
Methodisch-didaktisch sollen neben der Systematisierung des Stoffes durch den Lehrveranstaltungsleiter in jeder Einheit der Vorlesung ausgewählte Texte detailliert vorgestellt und besprochen werden. Diese Texte werden über moodle den Studierenden vorweg zugänglich gemacht.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Prüfung am Semesterende (Dauer 70 Minuten); die Mitwirkung an den Debatten in mindestens zwei Einheiten der Vorlesung wird in die Benotung einbezogen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Kenntnisse des gesamten in der VO behandelten Stoffes.
Vier Prüfungsfragen.

Prüfungsstoff

Der in der VO behandelte Stoff, ergänzt durch ausgewählte Pflichtlektüre.

Literatur

Wird in der VO bekannt gegeben,

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 16.09.2019 07:47