Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

030227 SE Indigenous Legal Studies: Selbstbestimmung und Dekoloniales Recht (2021S)

auch für Diplomand*innen und Dissertant*innen

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 22.03. 16:00 - 17:30 Digital (Vorbesprechung)
Dienstag 27.04. 16:00 - 17:30 Digital
Dienstag 08.06. 09:00 - 17:00 Digital
Mittwoch 09.06. 09:00 - 17:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Entwicklungen besonderer Rechtsstandards zum Schutze Indigener Völker auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene tragen dem Umstand Rechnung, dass die Angehörigen dieser Völker nach wie vor sozial diskriminiert und kulturell marginalisiert werden. Individuelle und kollektive Rechte Indigener Völker sind somit eine Antwort auf eine Situation des - auch in politisch unabhängigen Staaten - weiterbestehenden internen Kolonialismus.
Das Recht auf Selbstbestimmung wird somit als Kern der Rechte Indigener Völker verstanden.
In dieser LV wird untersucht, wie weit ein dynamisch verstandenes Selbstbestimmungsrecht nicht nur die eigenständige Entwicklung indigener Menschen im Rahmen der Nationalstaaten sichern soll. In vielen Teilen der Welt sind von indigenen Formen politischer Autonomie, gesellschaftlicher Konfliktlösung und einer "neuen Territorialität" im Ressourcenmangement umwälzende Impulse auf das allgemeine staatliche Recht ausgegangen. In Lateinamerika haben Indigene Völker maßgeblich an der Konstituierung nachpositivistischer Rechtsordnungen mitgewirkt („Neuer lateinamerikanischer Konstitutionalismus“). Aber auch in Ländern des common law stellen indigene Diskurse Prämissen herkömmlicher liberaler Staats- und Rechtstheorie in Frage. Diesen Herausforderungen für die aktuelle Grundlagenforschung in Recht und Politik soll im diesem an der Schnittstelle von Rechtsphilosophie und Rechtsdogmatik angesiedeltem Seminar nachgegangen werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mündliche Mitwirkung während des Haupt-Seminarblocks (20%)
Pro Studierende/r ein mündliches Referat ca. 20 bis 30 Minuten (30%)
Schriftliches Seminarpapier zu Semesterende (50%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme ist neben den inhaltlichen Leistungen absolut erforderlich. Ein gelungenes Seminar hängt vom Engagement und Input aller Teilnehmenden ab.

Prüfungsstoff

siehe Art der Leistungskontrolle

Literatur

Basics:
de Sousa Santos et al. (Eds): Demodiversity. Towards Post-Abyssal Democracies, 2020.

Ivison / Patton (eds): Political Theory ad the Rights of Indigeous Peoples, 2000.

Olvera García et al (eds): Los pueblos originarios en los debates actuales de los derechos humanos, 2017.

Thomson / Mayer (eds): Philosophy and Aboriginal Rights, 2013.

Jung, Courtney: The Moral Force of Indigenous Politica. Critical Liberalism and the Zapatistas, 2008,

Für alle Teilneher*innen relevante Literatur wird auf moodle hochgeladen. Daneben werden die Studierenden zur Bearbeitung einzelner Themenblöcke vom LV-Leherer bibliografisch intensiv betreut.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:25