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030314 SE SE aus Rechts- und Verfassungsgeschichte (2018W)

Rechtstransfer durch Kodifikation? Österreichische und serbische Kodifikationsgeschichte im Vergleich

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 3 - Rechtswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Persönliche Anmeldung in der Vorbesprechung!

Details

Sprache: Deutsch, Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Anmeldung und Themenvergabe: Persönlich in der Vorbesprechung.
Die Referate werden beim Blocktermin am FR 11. und SA 12. Jänner 2019 im SEM61 gehalten!

Mittwoch 17.10. 10:00 - 11:00 Seminarraum SEM34 Schottenbastei 10-16, Juridicum, 3.OG (Vorbesprechung)
Freitag 11.01. 09:00 - 18:00 Seminarraum SEM61 Schottenbastei 10-16, Juridicum 6.OG
Samstag 12.01. 09:00 - 14:00 Seminarraum SEM61 Schottenbastei 10-16, Juridicum 6.OG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das serbische Zivilrechtsgesetzbuch von 1844 dürfte unter den noch in Geltung stehenden Kodifikationen dasjenige sein, das am stärksten am Vorbild des österreichischen ABGB orientiert ist. Das im nächsten Jahr anstehende 175-jährige Jubiläum der serbischen Kodifikation des Zivilrechts gibt Anlass, beide Gesetzbücher - ABGB und serbisches Zivilrechtsgesetzbuch - in kodifikations- und institutionengeschichtlicher Hinsicht ins Auge zu fassen. Demzufolge werden in der Vorbesprechung die Seminarthemen verteilt, die auf drei große Bereiche aufgeteilt sind:
1. Entstehungsgeschichte: Warum kommt man seit dem 18. Jahrhundert in Mitteleuropa auf die Idee, das Recht zu "kodifizieren"? Welche Bedeutung kommt hier dem Naturrecht zu? Wie sieht die "ideale Kodifikation" in den Augen der Zeit aus? Wie wird die Kodifikationsidee im eben entstandenen serbischen Staat rezipiert? Wie gestaltet sich der Entstehungsvorgang der Gesetzbücher in Österreich und Serbien?
2. Institutionengeschichte: Wie sind die wichtigsten Institutionen im Obligationen- und Sachenrecht sowie im Ehe- und Familienrecht jeweils ausgestaltet? Insbesondere: Wie ist die Institution des Eigentums und das Konzept der Vertragsfreiheit in den beiden Gesetzbüchern jeweils niedergelegt und ausgestaltet? Welches Ehe- und Familienmodell lässt sich jeweils erkennen?
3. Anwendung und Auslegung: Wie gehen Justiz und Rechtswissenschaft mit den Gesetzbüchern jeweils um? Nach welchen Interpretationsmaximen werden sie jeweils ausgelegt?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.01.2019 15:27