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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

060015 SE Jüdische und christliche Bibelauslegung in der Antike, Teil 2 (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Voraussetzung: Lesekenntnisse des Bibelhebräischen. Fortsetzung vom Wintersemester 2016-2017, Neueinstieg möglich.

Sie müssen sich für die Lehrveranstaltung zwischen dem 6.2. und 6.3.2017 verbindlich anmelden. Eine Abmeldung von der Lehrveranstaltung ist bis zum 31.3.2017 möglich.

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent, ein dreimaliges Fehlen ist gestattet.

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 10.03. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 17.03. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 24.03. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 31.03. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 07.04. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 28.04. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 05.05. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 12.05. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 19.05. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 26.05. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 02.06. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 09.06. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 16.06. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 23.06. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Freitag 30.06. 12:00 - 13:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung gliedert sich in vier, klar voneinander getrennte Teile. Im ersten Teil wird eine längere, allgemeine Einführung in die rabbinische Literatur einerseits, in das Neue Testament und in die frühchristlichen Schriften andererseits, gegeben. Neben der Sekundärliteratur werden wir schon in diesem Teil Primärtexte der jüdischen und christlichen Literatur der Antike lesen. Im zweiten Teil werden wir uns anhand ausgewählter Texte die Problematik der jüdisch-christlichen Auseinandersetzung mit dem Text des Alten Testaments in der Antike anschauen. Wir werden Texte der ersten Jahrhunderte u. Z. lesen: das Neue Testament, die jüdischen und christlichen Apokryphen, die Pseudepigraphen, Qumran-Texte, Texte der jüdisch-hellenistischen Literatur, gnostische Schriften, Texte der rabbinischen Literatur und die der Kirchenväter. Im dritten Teil wird die religiöse Polemik in der jüdischen und christlichen Literatur der Antike im Mittelpunkt stehen. Im letzten Teil werden wir, auch anhand von Sekundärliteratur, methodologische Fragen zum Thema Polemik besprechen.
Das Hauptziel im zweiten und dritten Teil ist es, in jüdischer und christlicher Literatur der Antike biblische Interpretationen zu suchen, in denen sich polemische Aussagen finden lassen. Die Frage, wann man Texte als polemisch definiert; wird hier Gegenstand der Betrachtung sein, d.h. hier werden wir vor allem auf der Ebene des Textes arbeiten (Inhalt und Rhetorik der Texte).
Neben dem Inhalt und den polemischen Aussagen der Texte werden wir aber auch der Frage nachgehen, wie diese Texte mit dem Bibeltext, den sie interpretieren, umgehen. Gibt es biblische Stellen, die häufig in polemischen Texten vorkommen? Wie werden diese Bibelstellen in den verschiedenen Traditionen interpretiert? Warum und inwiefern unterscheiden sich die verschiedenen Interpretationen? Hier wird auf der Ebene der Interpretationen, die die Texte zugrunde legen, gearbeitet (Sitz im Textus).
Wir stellen uns die Frage, inwieweit sich jüdische und christliche Interpretationsmethoden in der Antike voneinander unterschieden haben (Form der Texte). Es wird darüber hinaus auf die Frage eingegangen, wie unterschiedlich Polemik sich in der jüdischen und christlichen Literatur der Antike wiederspiegelt.
Am Ende des Semesters wird das Thema der Trennung von „rabbinischen” Judentum und Christentum besprochen. Was lehren uns die polemischen Texte im historischen Zusammenhang (Sitz im Leben oder Funktion der Texte)? Spiegeln die Diskussionen in der Literatur Diskussionen in der Realität wieder?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

1. Anwesenheit und Mitarbeit (40%): Jede Woche wird von den TN erwartet, ein (von ihnen gewählten) Teil der Leseliste zu bearbeiten/übersetzen. Alle Texte von der Leseliste werden dann in der LV gemeinsam besprochen.

2. Seminararbeit (60%): Am Ende des Semesters wird eine Seminararbeit im Umfang von 10-15 Seiten fällig. Anhand von zu interpretierenden Texten muß die TNin / der TN die bisher erworbene methodische Kompetenz bei der Interpretation von biblischen Texten demonstrieren. Die Texte werden einerseits vorgegeben; andererseits besteht die Möglichkeit, individuelle Themen für die Seminararbeit zu vereinbaren. Der Abgabetermin für den Entwurf der Seminararbeit ist Freitag, der 13. Januar 2017, der Abgabetermin für die Seminararbeit ist der 30. November 2017.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Die Texte der Sekundärliteratur, sowie die Primärtexte im Original und/oder Übersetzung werden von der Lehrveranstaltungsleiterin bereitgestellt und auf die Lehrplattform Moodle hochgeladen.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: U1-255/U1-256
MA: U2-213

Letzte Änderung: Mi 05.07.2017 13:49