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060024 SE Damals und heute: Gerhard Kittel und der Wissenschaftliche Antisemitismus (2018W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 11.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 18.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 25.10. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 08.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 15.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 22.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 29.11. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 06.12. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 13.12. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 10.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 17.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 24.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25
Donnerstag 31.01. 10:00 - 11:30 Hörsaal 1 Judaistik UniCampus Hof 7 2L-EG-25

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Antisemitismus der Nazis hatte viele Facetten. Eine dieser Facetten ist der Versuch einer wissenschaftlichen Fundierung von rassistisch und religiös motiviertem Judenhass. Der Tübinger und Wiener Theologe Gerhard Kittel war eine zentrale Forscherpersönlichkeit in der pseudowissenschaftlichen nationalsozialistischen Erforschung des Judentums zum Zweck seiner Bekämpfung und Vernichtung. Kittel war maßgeblich am Institut zur Erforschung der Judenfrage beteiligt. Andere Nazi-Institute für den wissenschaftlichen Antisemitismus waren das Institut zum Studium der Judenfrage und das Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben. Der wissenschaftliche Antisemitismus war und ist nicht auf die Nazizeit beschränkt, sondern hatte Vorläufer in Christentum und Islam, die bis in die Antike und das Mittelalter zurückreichen, und hat Auswirkungen in die Wissenschaftswelten unserer Zeit. Das Seminar möchte am Beispiel Gerhard Kittels der Geschichte des wissenschaftlichen Antisemitismus nachgehen und fragen, wie man seinen Einfluss hier und heute bekämpfen kann.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige und aktive Mitarbeit, Referat und Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Susannah Heschel, The Aryan Jesus: Christian Theologians and the Bible in Nazi Germany (Princeton: Princeton University Press, 2008)
Wayne Meeks, “A Nazi New Testament Professor reads his Bible: The Strange Case of Gerhard Kittel,” in The Idea of Biblical Interpretation: Essays in Honor of James L. Kugel (eds. H. Najman und J.H. Newman; JSJSup 83; Brill: Leiden 2004), 513–544
Leonore Siegele-Wenschkewitz, Neutestamentliche Wissenschaft vor der Judenfrage: G. Kittels theologische Arbeit im Wandel deutscher Geschichte (Münschen: Kaiser, 1980)
Alan E. Steinweis, Studying the Jew: Scholarly Antisemitism in Nazi Germany (Cambridge: Harvard University Press, 2006).
Gerd Theissen, Neutestamentliche Wissenschaft vor und nach 1945: Karl Georg Kuhn und Günther Bornkamm (Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter, 2009)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: U1-403, als BA-Seminar: U1-403-BA
MA: U2-403

Letzte Änderung: Di 26.02.2019 08:27