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070006 PS BA-Proseminar - Zwischen Gewalt und Verletzlichkeit: Soldaten in der Frühen Neuzeit (2019S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 08.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 05.04. 09:45 - 18:15 Seminarraum 10, Währinger Straße 29 2.OG
Freitag 10.05. 09:45 - 18:15 Seminarraum 3, Währinger Straße 29 1.UG
Freitag 14.06. 09:45 - 18:15 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

In diesem Proseminar geht es um Soldaten als Akteure in der Frühen Neuzeit (etwa 1500-1800). Wir werden anhand konkreter mit Soldaten in dieser Zeit verbundener Praktiken – in den Krieg ziehen, kämpfen, plündern, mit Verletzungen und Tod umgehen, heimkehren, desertieren usw. – den Fokus auf das Spannungsfeld legen, in dem man frühneuzeitliche Soldaten verorten kann: Sie wurden gebraucht und waren gefürchtet als Gewaltakteure. Zugleich waren sie selbst zahlreichen Gefahren ausgesetzt, oft schlecht ausgestattet, schlecht entlohnt und von Verletzungen und „Herzensangst“ geplagt. Der Wandel und die Vielfalt der Praxis, der Erfahrungen und der Bewertung von soldatischem Handeln soll dabei untersucht werden, vom Söldner, für den der Krieg ein „Job“ sein konnte, wenn er nicht gerade das Feld bestellen musste, zum Soldaten im stehenden Heer, vom einfachen Fußsoldaten zum Offizier, vom Kriegshelden zum bettelnden Invaliden. Es geht um das soldatische Erleben von Krieg und die Wahrnehmung von Soldaten. Wir werden uns hingegen nicht mit traditionellen militärgeschichtlichen Fragen beschäftigen, wie Strategien in der Schlacht, Heeresordnungen oder Waffentypen. Sie sollten in erster Linie ein sozialgeschichtliches Interesse für das Thema mitbringen.

Es geht in diesem Proseminar inhaltlich um eine Einführung in die Geschichte von Soldaten in der Frühen Neuzeit. Methodisch arbeiten wir mit Ansätzen der Sozialgeschichte, der neuen Militärgeschichte, der Selbstzeugnisforschung und der Körpergeschichte. Das Proseminar soll dem Üben des Schreibens der Proseminararbeit dienen. Sie werden in der Veranstaltung schrittweise an den Forschungs- und Schreibprozess herangeführt. Aus diesem Grund ist die Veranstaltung in mehreren Workshop-artigen Blöcken geplant. Der eigene Forschungsprozess wird dabei eng begleitet und teilweise in die Veranstaltung integriert. Gefordert ist aber auch die Bereitschaft, selbstständig zwischen den Blöcken zu arbeiten, den Stand des eigenen Arbeitsprozesses zu reflektieren und Zwischenergebnisse zu präsentieren. Sie werden die von Ihnen bearbeitete Quelle, Ihre Fragestellung und Ihr Konzept für die Proseminararbeit vorstellen und in der Gruppe diskutieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- Anwesenheit (max. 2x fehlen)
- Aktive Teilnahme an den Diskussionen
- Sorgfältige Lektüre und Vorbereitung der Texte und Quellen
- Verfassen der Proseminararbeit
- Referat zur Quelle und Vorstellung des Konzepts der Proseminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheit und aktive Teilnahme, Referat und Proseminararbeit

Prüfungsstoff

Literatur

Wir lesen Texte wissenschaftlicher Literatur in deutscher oder englischer Sprache (Aufsätze oder Kapitel aus Monographien), sowie verschiedene historische Quellen.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA 12: Geschichte: Neuzeit (5 ECTS); BEd: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte (5 ECTS)
Diplom UF: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte (5 ECTS)

Letzte Änderung: Fr 23.08.2019 15:07