Universität Wien

070014 SE BA-Seminar - Historische Migrationsforschung (2023S)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 17.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Montag 24.04. 16:45 - 18:15 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
Freitag 23.06. 09:00 - 17:00 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05
Samstag 24.06. 09:00 - 17:00 Seminarraum 3 Porzellangasse 4, EG05

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Migration – Mobilität - Gender
Das Thema der Migration hat in den letzten Jahrzehnten stark an Aktualität gewonnen. Moderne Sozialwissenschaften verstehen unter Migration meist das Überschreiten internationaler Grenzen ohne eine klare theoretische Begriffsdefinition. Es waren und sind Nationalstaaten, die die Definitionsmacht haben und sog. ‚echte Migrant:innen‘ klassifizieren; jene, die sich über längere Strecken bewegen, dabei Verwaltungsgrenzen überschreiten, um sich meist dauerhaft oder zumindest für längere Zeiträume in fremde Länder niederzulassen. Eine wesentlich offenere und aktuell von Migationsforscher:innen eingeforderte Begriffsdefinition umfasst alle dauerhaften oder temporären Wohnsitzwechsel ohne Limitierung der zurückgelegten Entfernungen. Räumliche Mobilitäten sind vielfältige und mehrdimensionale Phänomene, eingebettet in soziale Prozesse und Grundlagen menschlicher Gesellschaften, wobei die Festlegung von dauerhaften Niederlassungen in der Geschichte oft ohnehin nebulös bleiben. Migrationen beschreiben sowohl kurzfristige und dauerhafte Wohnungswechsel als auch häufig wiederkehrende Muster saisonaler, zirkulärer oder dauerhafter Mobilität wie etwa jene von Landstreicher:innen oder Reisenden, irrelevant ob internationale oder andere administrative Grenzen überschritten werden. Aktuelle Paradigmen der Mobilitäts- und Migrationsforschung fordern eine De-migrantization des Forschungsgegenstandes. Dem BA-Seminar liegt ein sehr breit gefasster Migrationsbegriff zugrunde, der sowohl saisonale Wanderung, internationale Migrationen über weitere Strecken, als auch Formen der räumlichen Mobilität, wie etwa Tourismus miteinbezieht. Zeitlich beschäftigen sich die Texte, die im Rahmen des BA-Seminars gelesen und diskutiert werden, mit Wanderungen seit dem 18. Jahrhundert, einem räumlichen Schwerpunkt auf Europa und genderspezifischen Wanderungsmustern.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

aktive Teilnahme an Diskussionen in der LV
Präsentation des Themas
Verfassen einer Seminararbeit

Prüfungsstoff

Literatur

Katharine M. Donato and Donna Gabaccia, Gender and International Migration. From the Slavery Era to the Global Age, New York 2015.
Jessica Richter, Annemarie Steidl und Anne Unterwurzacher, Editorial: Auf Neuen Wegen, in Jede Richtung, in: Migrationswege / Ways to Migrate, ÖZG 31/1 (2020), 7-23.
Janine Dahinden, A plea for the ‘de-migranticization’ of research on migration and integration, in: Ethnic and Racial Studies 39/13 (2016), 2207-2225.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (V2019): PM7 - BA-Seminar (10 ECTS)
BEd UF GP12: BA-Seminar für GP (9 ECTS)

Letzte Änderung: Mo 17.04.2023 10:49