Universität Wien

070014 SE Forschungsseminar (2025S)

Die letzte Pest. Der epidemische Verlauf und die Eindämmungsmaßnahmen während der Pestepidemie 1712-1714 in Niederösterreich

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Das Seminar wird in Präsenz in wöchentlichen Sitzungen zum angegebenen Termin im Seminarraum WISO 1 und einem ganztägigen Symposion am Ende des Semesters durchgeführt.

  • Donnerstag 13.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 20.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 27.03. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 03.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 10.04. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 08.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 15.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 22.05. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 05.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 12.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß
  • Donnerstag 26.06. 13:15 - 14:45 Seminarraum WISO 1 (ZG1O2.28) Hauptgebäude, Stiege 6 Zwischengeschoß

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Lernziel des Seminars ist die Durchführung eines selbstständigen Forschungsprozesses, eventuell auch als Basis für eine Masterarbeit.
Inhalt: Die Corona-Pandemie legte es nahe, in die Vergangenheit zurückzuschauen und sich zu fragen, wie Gesellschaften damals mit epidemischen Bedrohungen umgegangen sind. Hierfür bietet sich die in Europa zwischen der Mitte des 14. und der Mitte des 18. Jahrhunderts grassierende zweite Pestpandemie an. Im Konkreten wird sich das Seminar mit den gut dokumentierten, letzten Pestepidemien 1712-1714 in Niederösterreich beschäftigen. Dabei stehen die administrativen und sozialen Maßnahmen zur Vermeidung der Verbreitung der Pest und zur Eindämmung ihrer Auswirkungen, also die „Regierung der Epidemie“, sowie die demographischen Auswirkungen der Pestausbrüche im Zentrum des Interesses.
Hierfür stehen gut überschaubare Quellenbestände in Form der „Contagionsakten“ des niederösterreichischen Landesarchivs (Ständische Akten B-01-39/1-14) zur Verfügung, deren Gehalt durch die Forschung bisher nicht zur Gänze ausgeschöpft wurde. Diese Aktenmaterial wurde bereits im Zuge eines Forschungsseminars im SS 2022 digital reproduziert und in einer Datenbank erfasst. Zum anderen sind die wichtigsten demographischen Quellen (Pfarrmatriken) online leicht zugänglich. Das trifft auch auf eine Fülle von Druckwerken zu, die in der betreffenden Zeit in diesem Zusammenhang verfasst wurden.
Methode: Das Seminar bietet in der Anfangsphase eine Einführung in die Epidemiologie der Pest und die sich darum rankenden Forschungskontroversen in Form von Vorträgen und der gemeinsamen Lektüre wesentlicher Texte. Parallel dazu wird der Umgang mit handschriftlichem Quellenmaterial anhand von konkreten Beispielen geübt. In einem nächsten Schritt sind die TeilnehmerInnen aufgefordert, einen eigene Forschungsfrage zu entwickeln und ein eigenständiges, kleineres Forschungsprojekt auf der Basis der genannten Quellenbestände durchzuführen. Die Ergebnisse werden im Rahmen eines ganztägigen Symposions am Ende des Semesters präsentiert und diskutiert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Ständige Anwesenheit und aktive Mitarbeit; Verfassung einer quellenbasierten Seminararbeit (ca. 25 Manuskriptseiten); Erstfassung bis Semesterende; Endfassung bis spätestens Anfang September 2025.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Erarbeitung einer Forschungsfrage und Durchführung eines eigenständigen Forschungsprojektes; Bereitschaft, Lesefähigkeit von Manuskriptquellen des 17. und 18. Jahrhunderts zu erwerben (Vorkenntnisse sind sehr willkommen, aber nicht notwendig). Maßgeblich für die Beurteilung ist die Mitarbeit und die Qualität der Seminararbeit.
Beurteilungsmaßstab: 10% Anwesenheit und Mitarbeit; 20% kleinere Übungsarbeiten; 70% Seminararbeit.

Prüfungsstoff

Keine Abschlussprüfung.

Literatur

Einführungsliteratur:
Paul Slack, Die Pest, Stuttgart 2015 (Reclam-Tb.; engl. OA: Plague. A Very Short Introduction, Oxford 2012)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SP:Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Neuzeit

Letzte Änderung: Mo 10.03.2025 19:25