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070052 VO Vorlesung - Film in Österreich. (2017S)

Eine Geschichte des Kinos und des Fernsehens von der späten Donaumonarchie bis zur Gegenwart

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 06.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 20.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 27.03. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 03.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 24.04. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 08.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 15.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 22.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 29.05. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 12.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6
Montag 19.06. 16:45 - 18:15 Hörsaal 34 Hauptgebäude, Hochparterre, Stiege 6

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Vorlesung gliedert sich nach einführenden Worten zur Theorie und Sprache des Films in
unterschiedliche Periodisierungsversuche. Eingangs stehen die großen Zäsuren und klassischen Epocheneinteilungen der österreichischen Geschichte entlang der Zeitikonen 1914 - 1918 - 1933 - 1934 - 1938 - 1945 - 1955 - 1968/70 - 1986/88 - 1989/91 im Zentrum der Betrachtung.
Dabei gilt es neben den jeweiligen ideologisch-weltanschaulichen, politischen und sozialen,
mentalen und kulturellen Umfeldern die Hauptphasen der Filmgeschichte mit ihren
Eigengesetzlichkeiten (Frühes Kino - Attraktionskino, Entwicklung von Spielfilm- oder
Wochenschauformaten, Organisationsformen der Kinoindustrie, Übergang vom Stumm- zum
Tonfilm, klassische Style - Vorbild Hollywood, das Lichtspieltheater und die Rolle des
Fernsehens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts) detaillierter zu behandeln.
Schließlich wird den Kontinuitäten und langfristigen Tendenzen jenseits der allgemeinen
historischen oder spezifisch filmgeschichtlichen Wendepunkte nachgespürt. Die Frage der
Reputation des Kinos und des Fernsehens, Diskurse zu Fiktionalität und Nonfiktionalität der
Filmproduktionen sowie bestimmte Zäsur-Thesen im Hinblick etwa auf den Ersten Weltkrieg
oder die Zeit des Nationalsozialismus sind hierbei unter anderem zu fokussieren.
In vielerlei Hinsicht sind die genannten Themen und die dabei vorgestellten Filmproduktionen auch mit der Frage verbunden, in welchen Ausmaß österreichische Identität(en) mittels Kino und Fernsehen geschaffen wurden. Dieser meist auf die heimischen Produktionen beschränkte Wahrnehmungshorizont soll in einem abschließenden Kapitel der Vorlesung durch eine Art Außensicht mittels internationaler Filmbeispiele entscheidend erweitert werden.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel:
Die Inhalte der einzelnen Themenbereiche werden nach Abschluss der jeweiligen
Schwerpunkte beziehungsweise Abschnitte - zum besseren Verständnis und zur Einprägung
des Vorlesungsstoffes - noch einmal zusammengefasst. Beim vorletzten Termin werden
außerdem - mit Blick auf die nachfolgende Prüfung - anhand von einzelnen Beispielen aus dem Vorlesungsstoff die Form und das Ziel der zu erwartenden Prüfungsfragen erläutert. Die
Prüfung erfolgt schriftlich.
Die einzelnen Vorlesungseinheiten im Überblick
1. Theorie und Grundlagen, Überblicksskizzen und Rahmenbedingungen
2. Vorbedingungen, Anfänge, Wendepunkte:Von den 1890er Jahren bis 1914
3. Der Erste Weltkrieg:Österreich-Ungarns Filmproduktion im Kontext einer internationalen Mediengeschichte
4. 1918 bis 1928:Vom Untergang der Donaumonarchie bis zum Ende der Stummfilmzeit
5. 1928 bis 1933:Von der Einführung des Tonfilms bis zum Ende der demokratischen Republik
6. 1933 bis 1938:Die brüchige Diktatur in Bild und Ton
7. 1938 bis 1945:Propaganda, Unterhaltung und Eskapismus in der NS-Zeit
8. 1945 bis 1955:Besetzte Bilder
9. 1955 bis heute:Krisen und Pluralisierung
10. Jenseits der Zäsuren:Der Erste Weltkrieg und die Epochen davor und danach;
Der `Klassische Tonfilm` von zirka 1930 bis ungefähr 1960
11. Veränderungen - Beispiele:Der Erste Weltkrieg im österreichischen Film seit 1918;
Das Verhältnis zwischen Österreich und Deutschland als Kino- und Fernsehgeschichte
12. Außensichten:Grenzübergreifender Österreich-Kanon und ungewöhnliche Bilder

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Inhalte der einzelnen Themenbereiche werden nach Abschluss der jeweiligen
Schwerpunkte beziehungsweise Abschnitte - zum besseren Verständnis und zur Einprägung
des Vorlesungsstoffes - noch einmal zusammengefasst. Beim vorletzten Termin werden
außerdem - mit Blick auf die nachfolgende Prüfung - anhand von einzelnen Beispielen aus dem Vorlesungsstoff die Form und das Ziel der zu erwartenden Prüfungsfragen erläutert. Die
Prüfung erfolgt schriftlich.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Grundkenntnisse zum späten 19. bzw. zum gesamten 20. Jahrhundert und insbesondere zur Geschichte Österreichs als Mindestanforderung. Beurteilt wird das im Rahmen der Vorlesung erworbene Wissen. Der vorgetragene Stoff wird dann in Form einer schriftlichen Prüfung beurteilt.

Prüfungsstoff

Prüfungsstoff ist der im Verlauf der Vorlesung vorgetragene Inhalt. Die Prüfung erfolgt schriftlich.

Literatur

Achenbach, Michael/Moser, Karin (Hg.): Österreich in Bild und Ton. Die Filmwochenschau des austrofaschistischen Ständestaates. Wien 2002.

Ballhausen, Thomas/Caneppele, Paolo (Hg.): Die Filmzensur in der österreichischen Presse bis 1938. Eine Auswahl historischer Quellentexte. Wien 2005.

Bono, Francesco/Canappele, Paolo/Krenn, Günter (Hg.): Elektrische Schatten. Beiträge zur Österreichischen Stummfilmgeschichte. Wien 1999.

Büttner, Elisabeth/Dewald, Christian: Das tägliche Brennen. Eine Geschichte des österreichischen Films von den Anfängen bis 1945. Salzburg/Wien 2002.

Büttner, Elisabeth/Dewald, Christian: Anschluß an Morgen. Eine Geschichte des österreichischen Films von 1945 bis zur Gegenwart. Salzburg/Wien 1997.

Dassanowsky, Robert (von) (Hg.): Austrian cinema: a history. Jefferson, NC 2005.

Ders. (Hg.): New Austrian film. New York 2011.

Dewald, Christian (Hg.): Arbeiterkino. Linke Filmkultur der Ersten Republik. Wien 2007.

Dewald, Christian/Schwarz, Werner Michael (Hg.): Prater Kino Welt. Der Wiener Prater und die Geschichte des Kinos. Wien 2005.

Kuchenbuch, Thomas: Filmanalyse. Theorien, Methoden, Kritik. Wien u.a. 2005.

Loacker, Armin: Anschluß im ¾ Takt. Filmproduktion und Filmpolitik in Österreich 1930-1938. Trier 1999.

Miloslavic, Hrvoje (Hg.): Die Ostmark-Wochenschau. Ein Propagandamedium des Nationalsozialismus. Wien 2008.

Monaco, James: Film verstehen. Reinbeck bei Hamburg 2000

Moritz, Verena/Moser, Karin/Leidinger, Hannes: Kampfzone Kino. Film in Österreich 1918-1938.Wien 2008.

Moser, Karin (Hg.): Besetzte Bilder. Film, Kultur und Propaganda in Österreich 1945-1955. Wien 2005.

Schwarz, Werner Michael: Kino und Kinos in Wien. Eine Entwicklungsgeschichte bis 1934. Wien 1992.

Stern, Frank/Köhne, Julia B./Moser, Karin/Ballhausen, Thomas/Eichinger, Barbara (Hg.): Filmische Gedächtnisse. Geschichte - Archiv - Riss. Wien 2007

Winkler, Christian F.: Wien-Film. Träume aus Zelluloid, die Wiege des österreichischen Films. Erfurt 2007.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA Geschichte 14: VO aus Geschichte im Pflichtmodul 4 (4 ECTS) | Interdisziplinärer MA Zeitgeschichte und Medien: M4b (5 ECTS)

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:30