Universität Wien FIND

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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070063 SE BA-Seminar - Geschichte der österreichischen Entwicklungspolitik (2020W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Wir treffen uns im Zweiwochen-Rhythmus teilweise in einem großen Hörsaal, teilweise im Seminarraum am Institut für Zeitgeschichte oder, je nach Entwicklung der Lage, online.
Sie sollten sich zunächst darauf einstellen, während des angegebenen Seminarzeitraums in Wien zu sein und auch persönlich anwesend sein zu können. Anpassungen auf Grund neuer Hygieneregelungen sind jedoch möglich. Sollte aufgrund der Gruppengrösse der Seminarraum doch nicht geeignet sein, oder ein schärferer Lockdown beschlossen werden, wird digital über Collaborate (Moodle) gelehrt. Sie benötigen dazu einen Computerarbeitsplatz mit stabiler Internetverbindung und einer Kamera.

Mittwoch 07.10. 13:15 - 16:30 Hörsaal 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 21.10. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 04.11. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 18.11. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 02.12. 13:15 - 16:30 Hörsaal 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 16.12. 13:15 - 16:30 Seminarraum 2, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Mittwoch 13.01. 13:15 - 16:30 Hörsaal 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Mittwoch 27.01. 13:15 - 16:30 Hörsaal 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Seminar befasst sich mit der Geschichte von Entwicklungspolitik, humanitärer Hilfe und internationaler Solidarität in den Ländern des globalen Südens im Kontext der Dekolonisierung und des Kalten Krieges. Um diese breite Thematik konkreter zu fassen, werden wir vom Fallbeispiel Österreichs ausgehen und uns dabei unter anderem mit folgenden Fragen befassen: Ab wann und wie entstand das Feld der Entwicklungspolitik in Österreich? Welche Rolle spielte der Kontext des Kalten Krieges und die Verschärfung des Nord-Süd-Antagonismen? Was waren die Argumente und Beweggründe der Für- und Gegensprecher*innen? Welche Rolle spielten staatliche und nicht-staatliche Akteure (NGOs)? Wo engagierten sich letztlich Österreicher*innen, über welche Projekte? Was zeichnet die Geschichte der österreichischen Entwicklungspolitik im internationalen Kontext aus? Über das österreichische Fallbeispiel hinaus sollen anhand der Basistexte und eventuell Ihrer Forschungsprojekte möglichst viele internationale Vergleiche gezogen werden, um ein breites und differenziertes Bild des globalen Entwicklungsbooms ab den 1960ern zu bekommen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Note für das Seminar ergibt sich aus der pünktlichen Abgabe der Thesenpapiere zu den Basistexten, aus der aktiven Teilnahme an den Diskussionen, aus der pünktlichen Abgabe eines Thesenblatts zur geplanten Seminararbeit und der pünktlichen Abgabe der Seminararbeit.
Bei Nicht-Abgabe von mehr als einem Papier kann der Kurs nicht positiv abgeschlossen werden. Die Papiere können nicht in Gruppen geschrieben werden. Abgeschriebene Arbeiten werden negativ beurteilt.
Beurteilungsmaßstab : 60% Proseminarsarbeit, 40% im Seminarverlauf erbrachte Leistungen.
Kriterien für die Bewertung der Thesenpapiere:
Die Papiere können auf Deutsch, Englisch oder Französisch geschrieben werden. Formelle Kriterien wie Rechtschreibung und Zitierweisen werden bei der Benotung berücksichtigt, und zwar deswegen, weil große Überschneidungen zwischen Form und Inhalt existieren. Wenn etwa der Sinn aufgrund von Sprachproblemen nicht mehr nachvollzogen werden kann, wirkt sich das negativ auf die Nachvollziehbarkeit der Argumentation – und somit auch auf die Bewertung aus. Ebenso, wenn Behauptungen aufgestellt werden, ohne die Quellen dafür zu nennen. Zentral sind die Nachvollziehbarkeit und die Stringenz der Argumente, ein Bewusstsein für Zusammenhänge, und kritisches Hinterfragen. Pluspunkte gibt es für die Artikulation von Problemen in Bezug auf die Verständlichkeit der Texte und für die Artikulation der Texte miteinander. Es geht nicht darum alles schon zu wissen, sondern im Gegenteil, Wissenslücken offen zu legen und das Verstandene mit bereits vorhandenem Wissen abzugleichen.
Notenschlüssel für die Bewertung der Thesenpapiere und der Seminararbeit: ab 90 = Sehr Gut, ab 80 = Gut, ab 70= Befriedigend, ab 60=Genügend, 0= Nicht genügend.
Notenschlüssel für die Endnote:
85-100 = Sehr Gut
74-85 = Gut
62-73 = Befriedigend
51-61 = Genügend
0-50 = Nicht Genügend

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

• Regelmäßige Teilnahme und engagierte Mitarbeit,
• Erledigung der Hausübungen
• Mündliche Präsentation der Seminararbeit (inkl. Powerpoint)
• Pünktliche Abgabe der Thesenpapiere zu den Basistexten und der Seminararbeit.

Prüfungsstoff

S. Art der Leistungskontrolle

Literatur

Literatur und Quellen (Auswahl! )
ArchE, Archive des Helfens, Digitalarchiv zur Geschichte der österreichischen Entwicklungshilfe bzw. Entwicklungszusammenarbeit (EH bzw. EZA), URL: https://archeza.univie.ac.at/
Hödl, Gerald, Österreich und die Dritte Welt. Außen- und Entwicklungspolitik der Zweiten Republik bis zum EU-Beitritt 1995, Wien 2004.
Hödl, Gerald, Es tut mir nicht leid, dass ich's gemacht hab. Eine Oral History der österreichischen Entwicklungshilfe. In: Journal für Entwicklungspolitik 26/3 2010, S. 95-118.
Jäggle, Martin, Entwicklungspolitik der Katholischen Kirche in Österreich, in: Andreas Khol/Alfred Stirnemann (Hg.), Österreichisches Jahrbuch für Politik 1980, Wien–München 1981, 339–360.
Molden, Berthold. "Decolonizing the Second Republic: Austria and the Global South from the 1950s to the 1970s." 48.3 (2015): 109-128.
Profant, Tomáš, New donors on the postcolonial crossroads: Eartern Europe and Western Aid, New York, Routledge, 2019.
Rempe, Martin, Ambivalenzen allerorten. Neue Forschungsn zur Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit, in: Archiv für Sozialgeschichte 58(2018), 331-352.
Rybak, Jan, Eine sehr besondere Revolution, die ich kennenlernen wollte: die österreichische Nicaragua-Solidaritätsbewegung 1979-1990, Wiener Verlag für Sozialforschung 2015.
Schicho, Walter, Brüderliche Gemeinschaft und Internationale Solidarität: Die Anfänge einer österreichischen Entwicklungshilfe(EH), Beitrag zur Plattform „Archive des Helfens“, URL:https://archeza.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/p_archeza/Eigene_Texte/Schicho_2017_Bruederliche_Gemeinschaft_und_Internationale_Solidaritaet.pdf
Unfried, Berthold / Himmelstoss, Eva (Hg.), Die eine Welt schaffen: Praktiken von „Internationaler Solidarität“ und „Internationaler Entwicklung“, Leipzig 2012
Vivekanandan B., Global visions of Olof Palme, Bruno Kreisky and Willy Brandt. International Peace and Security, Co-operation, and Development, Palgrave 2016.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (Version 2012): PM Bachelor-Modul 2, SE Seminar (9 ECTS).
BA Geschichte (Version 2019): M7 Bachelor-Modul, SE Seminar (10 ECTS).
BEd UF Geschichte: UF GSP 13 Bachelormodul, SE BA-Seminar für GSP (8 ECTS)
Diplom UF Geschichte: 2. Abschnitt, Seminar 1 oder 2

Letzte Änderung: Mi 04.11.2020 21:48