Universität Wien

070090 VU Einführung in das Studium der Geschichte (2010W)

(in Verbindung mit Fachtutorium)

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 200 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Donnerstag 07.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 14.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 21.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 28.10. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 04.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 11.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 18.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 25.11. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 02.12. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 09.12. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 16.12. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 13.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 20.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8
  • Donnerstag 27.01. 11:00 - 13:00 Hörsaal 41 Gerda-Lerner Hauptgebäude, 1.Stock, Stiege 8

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Semesterplan siehe auch: http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/griesebner/

A) Orientierung

07. Oktober 2010: Erwartungen an das Geschichtestudium
14. Oktober 2010: Das Geschichtsstudium in der Praxis
Film: Das Fest des Huhnes: Österreich, 1992, 55 Minuten, Deutsch,
Regie und Drehbuch: Walter Wippersberg; Produktion: Wolfgang Ainberger und Peter Wustinger

B) Wozu Geschichte? Geschichte der Geschichtsschreibung

Gefragt wird wer, mit welchen Interessen, aus welcher Perspektive, mit welchen Quellen und Methoden, über welche Personen und Ereignisse schreibt. Was macht eine Erzählung zur Geschichtsschreibung? Wer bestimmt darüber? Was bedeuten Begriffe wie Objektivität, Subjektivität, Parteilichkeit?

21. Oktober 2009: Antike / Mittelalter
28. Oktober 2010: Humanismus / Reformation
04. November 2010: Besprechung der Aufgabenstellungen des Arbeitsheftes
11. November 2010: Aufklärung / Marxismus
18. November 2010: Historismus / Institutionalisierung
25. November 2010: Alte Soziologie / Alte Kulturgeschichte / Annales
02. Dezember 2010: Sozial- / Alltags- / Geschlechter- / Kultur- / Mikrogeschichte

C) Archive und Quellen; Theorie und Methodologie der Geschichtsschreibung

Vertiefung der im Laufe der Vorlesung bereits erwähnten historischen Quellen, Hilfswissenschaften, Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften. Gezeigt wird, dass es keinen Königsweg zur historischen Erkenntnis gibt. Welche theoretischen Ansätze (Vorstellungen von der sozialen Welt), Hilfswissenschaften und Methoden (qualitative, quantitative, diskursanalytische, praxeologische etc.) sinnvoll sind, hängt von der Fragestellung wie auch von den verfügbaren Quellen ab.

09. Dezember 2010: Quellen / Klassische Historische Hilfswissenschaften
16. Dezember 2010: Quellen / Neuere Historische Hilfswissenschaften

D) Wissenschaftliches Arbeiten

Gelernt werden Methoden zur Literaturrecherche ebenso wie systematisches Arbeiten (beginnend beim Lesen von Texten über das Anlegen eines Forschungsjournals bis hin zum elektronischen Zettelkasten). Dargelegt werden die verschiedenen Medien und Darstellungsformen für historische Arbeiten. Gefragt wird, was bei der Verwendung der verschiedenen Medien jeweils beachtet werden muss.

13. Jänner 2011: Recherchieren / Ordnen / Lesen
20. Jänner 2010: Schreiben / Präsentierten
27. Jänner 2010: Museum / Ausstellung: Gastvortragender Dr. Herbert Posch

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Ergänzend zum Vorlesungsbesuch ist ein Arbeitsheft zu führen, in welchem die oben genannten Aufgaben zu dokumentieren sind. Die Abgabe des Arbeitsheftes ist Voraussetzung, um zur schriftlichen Prüfung antreten zu können. Die Bewertung setzt sich aus der Note des Arbeitsheftes (50 Prozent) und der schriftlichen Prüfung (50 Prozent) zusammen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Die Vorlesung wird von der Tutorin Jutta Fuchshuber begleitet. Sie ist erste Ansprechpartnerin für offene Fragen, insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsheft.

Mit den Augen einer Historikerin / eines Historikers (© Karl Brunner)

Gedächtnisort Museum
a) Bericht über ein Museum (Jüdisches Museum, Wien Museum Karlsplatz, Heeresgeschichtliches Museum, Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch etc.) oder über eine aktuelle historische Ausstellung.
b) Bericht über ein Regional- oder Bezirksmuseum.

Darstellung und Präsentation
(a) Bericht über eine wissenschaftliche Veranstaltung (z.B. "Geschichte am Mittwoch", jeweils um 18.15 im HS 45; Wiener Vorlesungen, aktuelle Tagung: zb. Historia als Kultur etc.).
(b) Vergleichen Sie mindestens zwei der ausgewählten Zeitschriften aus der Fachbibliothek Geschichte: thematische, regionale, zeitliche Schwerpunkte; HerausgeberInnen, Aufbau der Zeitschrift.

Quellen und Archiv
a) Spaziergang (Universität - Herrengasse - Michaelertor - Ring - Universität): Welche historischen Quellen sehen sie?
b) Überlegen Sie sich ein Thema für eine Seminararbeit und recherchieren Sie in welchen Archiven Quellen dazu liegen könnten oder gehen Sie umgekehrt vor: Recherchieren Sie Quellen und überlegen sich Fragestellungen zu den Quellen.

Textanalyse
Vergleich der nachstehenden Antrittsvorlesungen
a) Friedrich Schiller, Was heißt und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte? (Eine akademische Antrittsrede.) Jena 1789.
b) Lucien Febvre, Ein Historiker prüft sein Gewissen. Antrittsvorlesung am Collège de France 1933, in: ders., Das Gewissen des Historikers. Berlin: Wagenbach 1988, 9-22.

Oral History
(a) Interview mit einer älteren Person über ein ausgewähltes historisches Ereignis bzw. einen Zeitabschnitt bzw. alltags- und geschlechtergeschichtliche Fragestellung.

Literatur

Karl Brunner, Einführung in den Umgang mit Geschichte (4. Aufl. Wien 2004).
Andrea Griesebner, Einführung in die feministische Geschichtswissenschaft. Wien: Löcker 2005.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte, Einführung in das Studium der Geschichte (4ECTS); Diplomstudium (S1)

Letzte Änderung: Mi 03.11.2021 00:16