Universität Wien

070122 SE BA-Seminar - Rechte der Natur - Das Wasserrecht (2025W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 15.10. 15:00 - 18:15 Seminarraum 19, Kolingasse 14-16, OG02
  • Mittwoch 29.10. 15:00 - 18:15 Seminarraum 9, Kolingasse 14-16, OG01
  • Mittwoch 12.11. 15:00 - 18:15 Seminarraum 18 Kolingasse 14-16, OG02
  • Mittwoch 26.11. 15:00 - 18:15 Seminarraum 18 Kolingasse 14-16, OG02
  • Mittwoch 10.12. 15:00 - 18:15 Seminarraum 18 Kolingasse 14-16, OG02
  • Mittwoch 07.01. 15:00 - 18:15 Seminarraum 18 Kolingasse 14-16, OG02
  • Mittwoch 21.01. 15:00 - 18:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wasser ist einer der entscheidenden Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. In Dürren und Überschwemmungen bestimmt es zunehmend kastastrophisch den Alltag von Menschen, Tieren und Pflanzen. Mehr und mehr ist Wasser zudem rechtlich geschützt und gesetzlich reguliert. Wie aber verteilt man Wasser? Wer hat Anrechte auf die Energie der Flüsse und Gezeiten, wie wird es kommunal als Trinkwasser vorgehalten und wie können Landwirtschaft und Schifffahrt sich das Wasser zu eigen machen? Wir werden entscheidende Schritte der Regulierung von Wasser in drei großen Blöcken untersuchen, damit sich die Teilnehmenden des Seminars je ein eigenes Themengebiet für ihre BA Abschlussarbeit heraussuchen kann:
1) Rechte des Wassers: Die letzten rechtlichen Innovationen des Umweltrechtes entstanden durch die Anerkennung der Rechte von Naturentitäten, beispielsweise Flüssen. René Kuppe gibt Einblick in seine Arbeit als Rechtsanthropologe, der indigene Gemeinschaften und First Nations in der Rechtsfindung begleitet und begleitet hat. Wir werden einige konkrete Fälle anhand aktueller Forschungsliteratur erörtern.
2) Wasser als Commons: Seit der Frühen Neuzeit zeigen sich gerade in exponierten Flussdeltalagen die erstaunlichsten kommunalen Institutionen in der Aufteilung und der unterschiedlichen Nutzung. Anna Echterhölter wird aus der Perspektive der Wissenschaftsgeschichte der Rechtspraktiken die Frage der Wassergerichte, der lokalen technischen Nutzung von Wasserkraft, die Auffassung von Wasserkreisläufen in pazifischen Rechtstraditionen und Theorie der Commons diskutieren.
3) Meilensteine des Wasserrechts: Neben der Entscheidung der UNESCO, den Zugang zu Wasser als Menschenrecht festzuschreiben, gibt es eine ganze Reihe unbekannterer rechtlicher Regelungen zu berücksichtigen, die in den Bereich des Wasserrechtes fallen, etwa die Befestigung Wiens und die Regulierung der Donaudampfschifffahrt, die eine Blaupause früher internationaler Verträge war.

Das Seminar bietet Ihnen die Gelegenheit, sich durch das Studium von Originaltexten gründlich in das Themenfeld einzuarbeiten und ihre eigene Perspektive in einer BA Arbeit auszuformulieren. Es führt ein in die Geschichte wissenschaftshistorischer und rechtsanthropologischer Zugriffe auf gesellschaftliche Phänomene.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Das BA-Seminar: In diesem Seminartypus erarbeiten Sie ein Thema und generieren daraus eine der beiden Bachelorarbeiten im Modul 7. Regelmäßige und engagierte Mitarbeit, Teilnahme an den Seminardiskussionen, Rechercheaufgaben zum Thema des Seminars im Rahmen einer AG, Vorabsprache des eigenen Projekts, Präsentation eigener Ideen zur BA Arbeit im Plenum, Abgabe am 25.2.2026 per Upload auf Moodle
Umfang der Bachelorarbeit: ca. 65.000 Zeichen (± 5%), inkl. Leerzeichen, Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, exklusive Bilder und Grafiken. In Seiten ausgedrückt sind das ca. 25 Manuskriptseiten, 1½ zeilig, 12pkt., Nicht zu vergessen: englischsprachiges Abstract von ca. 1.000 Zeichen und Eigenständigkeitserklärung.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Orientierungsfähigkeit im Fachgebiet, Kenntnis der wichtigsten Konzepte und Methoden der Wissenschaftsgeschichte, Fähigkeit zur eigenständigen Recherche in Fachbibliographien und Archivportalen, Vertrautheit mit exemplarischen Fällen, Maßstab ist zudem stets die generelle wissenschaftliche Befähigung: Originalität des Zugriffs, die Eigenständigkeit und Klarheit der Argumentation, kritischer Umgang mit dem Material, nuancierte Einschätzung der Forschungsliteratur, Tiefe der Recherche.

Prüfungsstoff

Der Stoff ergibt sich aus dem Seminar sowie dem mit den Dozent:innen abgeklärten Thema der Bachelorarbeit.

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (Version 2019): PM7 Bachelor-Modul, SE Seminar (10 ECTS).
BEd UF GP (Version 2014): UF GP 12 Bachelormodul, SE BA-Seminar für GP (9 ECTS).

Letzte Änderung: Do 04.09.2025 15:26