Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.
070140 SE Seminar Quellenkunde und Quellenkritik - Der Name als Ariadnefaden (2025S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
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An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mo 10.02.2025 09:00 bis Fr 21.02.2025 14:00
- Anmeldung von Mo 24.02.2025 09:00 bis Mi 26.02.2025 14:00
- Abmeldung bis Mo 31.03.2025 23:59
Details
max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Donnerstag 06.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 13.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 20.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 27.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 03.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 10.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 08.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 15.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 22.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 05.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 12.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Donnerstag 26.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Verwenden wir den Namen als Ariadnefaden, so erhalten wir eine erstaunliche Vielfalt an schriftlichen Quellen, welche uns, vom Geschlecht unabhängig, Einblicke in den Alltag von Menschen erlauben, auch wenn diese nicht den sozialen oder politischen Eliten angehörten. In den in Österreich bis 1938 von den Pfarren geführten Matriken finden wir die Registrierung ihrer Taufe, ihrer Hochzeit(en) und ihres Todes. In den Pfarrmatriken können wir zudem nach ihren Eltern, Geschwistern, Kindern, verstorbenen Ehepartner*innen, etc. suchen. Klagten sie ein Eheversprechen ein oder ließen sie sich von (Tisch und Bett) scheiden, finden wir sie in den Protokollen der Kirchengerichte bzw. ab 1783 der Ortsgerichte. Einige von ihnen hinterließen auch Spuren in den Quellen der niederen und der höheren Gerichtsbarkeit, sei es als Kläger*innen, Beklagte oder als Zeug*innen. In den Akten der Grundherrschaften finden wir die von ihnen getätigten Aktivitäten, so etwa, wenn sie um einen Heiratskonsens ersuchten, einen Ehevertrag oder ein Testament errichteten, Immobilien kauften, verkauften oder übernahmen. Nach ihrem Tod wurde in Verlassenschaftsabhandlungen ihr Vermögen inventarisiert und den Erb*innen eingeantwortet.Im Seminar setzen wir bei Heiratsverträgen an. Als Ausgangspunkt dient uns ein Heiratsprotokollbuch aus dem Stadtarchiv Langenlois, in welchem Heiratsverträge zwischen 1795 und 1807 verzeichnet sind. Die Studierenden – gerne auch in Teamarbeit – entscheiden sich für einen Ehevertrag. Den Namen als Ariadnefaden nützend suchen sie in einem ersten Schritt eigenständig weitere Informationen zu bzw. über dieses Brautpaar: Wer von den beiden heiratete ein; waren beide ledig oder war die Braut, der Bräutigam bereits verwitwet; brachten beide oder ein Teil Kinder in die Ehe ein? Welches Ehegüterregime vereinbarte das Brautpaar; welche erbrechtlichen Vorkehrungen trafen sie für den Fall, dass einer von ihnen verstarb? Je nach individuellem Kontext suchen die Studierenden in einem zweiten Schritt Quellen zum Leben nach der Hochzeit bis zum Tod eines Eheteils. Ziel des Seminars ist es, einen Überblick über Quellengruppen zu erlangen, welche bislang in der historischen Forschung wenig und selten in einer Zusammenschau genutzt wurden. Kennen gelernt werden Methoden und Tools zu ihrer Recherche wie auch Methoden zu ihrer kontextuellen und vor allem auch relationalen Interpretation.
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Regelmäßige Anwesenheit und aktive Mitarbeit in den LV-Einheiten und beim Archivbesuch; mündliche Präsentation der Forschungsergebnisse. Schriftliche Seminararbeit (ca. 20 Manuskriptseiten, Times New Roman 11pt, 15pt Zeilenabstand). In der Seminararbeit ist der Weg zur Erstellung des eigenen Quellenkorpus zu beschreiben, sind erste relationale Interpretationen der recherchierten Quellen auf Basis der vorhandenen Forschungsliteratur vorzunehmen und weiterführende Forschungsfragen zu entwickeln.
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Interesse an und Grundkenntnisse in Geschlechtergeschichte sowie Lust an der Arbeit mit Archivalien. Kurrent-Lesekenntnisse sind von Vorteil, aber nicht Voraussetzung, sondern können auch im Laufe des Seminars erworben werden.
Die Benotung setzt sich zusammen aus: der aktiven Mitarbeit (20 Prozent), der mündlichen Präsentation (30 Prozent) sowie der schriftlichen Seminararbeit (50 Prozent).
Die Benotung setzt sich zusammen aus: der aktiven Mitarbeit (20 Prozent), der mündlichen Präsentation (30 Prozent) sowie der schriftlichen Seminararbeit (50 Prozent).
Prüfungsstoff
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung - siehe oben.
Literatur
Die Literatur wird auf Moodle bereitgestellt.
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
SP: Neuzeit, Österreichische Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, MATILDA: Europäische Frauen- und GeschlechtergeschichteMA Geschichte (2019): PM4, SE Seminar (8 ECTS)
MEd UF MA GP 01 SE VErtiefungsseminar (6 ECTS)
MEd UF MA GP 01 SE VErtiefungsseminar (6 ECTS)
Letzte Änderung: Mo 27.07.2026 10:56