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070143 UE Guided Reading - Osteuropäische Geschichte (2019W)

Krieg und Frieden - Der Krieg als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln: Ausgewählte Texte zu militärischen Auseinandersetzungen und Friedenverträge in der Geschichte Russlands

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 03.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 10.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 17.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 24.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 31.10. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 07.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 14.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 21.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 28.11. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 05.12. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 09.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 16.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 23.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 30.01. 13:00 - 15:00 Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das GR ist chronologisch sehr breit konzipiert. In unterschiedlichem Zusammenhang werden gut dokumentierte Konflikte und Kriege in der russischen Geschichte über einen längeren Zeitraum – vom Mittelalter bis zum Friedenskongress in Paris 1856 – behandelt.
Nach einer Einführung über den Krieg als politischen Phänomen werden Quellen wie die Nestorchronik ausgewertet und die Friedensverträge des Kiewer Reichs mit Byzanz (911, 945 und 971) kritisch gelesen, verglichen und analysiert. Weiteres werden folgende Themen behandelt: Die Militärmacht der Mongolen und die Unterwerfung der ostslawischen Gebiete; Der Anspruch Moskau auf das Erbe der Goldenen Horde: die Eroberung von Kasan (1552) und Astrachan (1556); Die Aufzeichnungen von Heinrich von Staden über den Livländischen Krieg (1558-1583) als Quelle über die Militärmacht Moskaus; Russland in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und der Westfälische Friede; Die Schlacht bei Poltava (1709) als Wendepunkt im Nordischen Krieg; Der Wandel der österreichischen Russlandpolitik und der Vertrag von 1726; Die Aufzeichnungen von Nadezda Durova (1783-1866), die erste Frau als Offizierin in der russischen Armee; Russland und die Gründung der „Heiligen Allianz“; Die Orientalische Frage und der Krimkrieg.
Besondere Aufmerksamkeit wird der Persönlichkeit von Carl von Clausewitz und dessen Werk „Vom Kriege“ gewidmet. Wie bekannt war Clausewitz im russischen Dienste tätig und nahm als Stabschef eines russischen Korpus im Krieg gegen Napoleon teil.
Die Teilnehmerlnnen sollen Kenntnisse über die Geschichte Russlands erwerben und bestimmte Methoden und Arbeitstechniken erlernen, insbesondere den kritischen Umgang mit Quellen und Literatur.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt auf Basis einer kurzen schriftlichen Arbeit (40% der Gesamtnote); weiteres - kontinuierliche Anwesenheit und Mitarbeit (20% der Gesamtnote), kleine schriftliche HÜ (Bibliographie, Rezension etc. – 20% der Gesamtnote), Präsentation (20% der Gesamtnote.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Anwesenheit, Mitarbeit und verfassen einer Abschlussarbeit

Prüfungsstoff

Die Themen werden von den Studierenden durch das Verfassen einer kurzen schriftlichen Arbeit sowie mittels Referaten und Diskussionen erarbeitet.

Literatur

Carl von Clausewitz, Vom Kriege, Augsburg 1998; Andreas Kappeler, Russische Geschichte, München 2014; Dominic Lieven, Russland gegen Napoleon: Die Schlacht um Europa. München 2011; Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma (1618-1648), Berlin 2017.Herfried Münkler, Der Wandel des Krieges. Von der Symmetrie zur Asymmetrie, Weilerswist 2014; Norbert Ohler, Krieg und Frieden im Mittelalter, München 1997.
Günther Stökl, Russische Geschichte, Stuttgart 1997.
Lev Tolstoi: Krieg und Frieden. Übersetzung Ernst Strenge, Berlin 1885. Ders., dass.: Übersetzung Erich Boehme, in: Gesamtausgabe des dichterischen Werkes in Einzelausgaben. Hg. von Erich Boehme. Berlin 1928, Band 4-7. Ders., dass.: Übersetzung Werner Bergengruen. Berlin 1954 (Rütten & Loening); mit einem Nachwort von Heinrich Böll: München 1975 (List) und zuletzt München 1990 (dtv).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Vertiefung zu: VO Osteuropäische Geschichte

Epochen (BA 2012) Neuzeit
Aspekte/Räume (Lehramt): Osteuropäische Geschichte, Politikgeschichte

Letzte Änderung: Do 10.10.2019 15:27