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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070157 SE BA-Seminar - Sittsam und mächtig. Jüdische Frauen im Spätmittelalter (2019W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 07.10. 09:00 - 12:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Montag 18.11. 08:00 - 12:15 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 02.12. 08:00 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Montag 16.12. 08:00 - 12:15 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 13.01. 08:00 - 12:15 Seminarraum 2, Währinger Straße 29 1.UG
Montag 03.02. 09:00 - 12:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 04.02. 09:00 - 12:15 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Jüdische Frauen standen im Spannungsfeld zwischen anerkannter Geschäftsaktivität einerseits und zunehmender Ausgrenzung aus der Öffentlichkeit des Synagogenraums andererseits. Das Seminar wird die Grundlagen und Lebenswelten jüdischer Frauen im Spätmittelalter vorstellen und durch vorbereitete gemeinsame Quellenlektüre und ausgewählte Sekundärliteratur vertiefen. Der Zeitrahmen umfasst das 12.-15. Jahrhundert, wo nötig mit Ausdehnung auf frühere Entstehungen und Weiterentwicklungen. Geographischer Rahmen ist der Kulturraum „Aschkenas“, also die deutschsprachigen Gebiete des Alten Reichs mit jüdischer Bevölkerung. Themen sind u. a. die Rechtstellung der jüdischen Frau, ihre wirtschaftliche Tätigkeit, Familie und Eherecht, ihre soziale Position in der jüdischen Gemeinde und in der christlichen Gesellschaft sowie ihre Rollen in der Synagoge und Religionspraxis und bei Verfolgungen.
Mit Methoden der Historischen Anthropologie, der Cultural Studies und der Gender Studies sowie Raumtheorien werden die im Vergleich mit der christlichen Mehrheitsgesellschaft relevanten Kategorien wie Geschlecht, Religion, Stand etc. untersucht. Das Seminar besteht in einer Einführung in das jeweilige Thema und der gemeinsamen Lektüre und Diskussion der vorbereiteten deutschen Quellentexte in Original, Edition und Transkription. Hebräische Quellen werden in deutscher Übersetzung gelesen. Abbildungen aus mittelalterlichen hebräischen Handschriften sowie von Synagogenbauten, Grabsteinen und Realien ergänzen die Textquellen.
Ziele:
Anwendung der Methoden von Cultural Studies und Gender Studies; Benennung der historischen Grundlagen jüdischer Existenz im Mittelalter; vergleichende Analyse der Stellung der jüdischen mit der christlichen Frau anhand der jeweiligen Lebenswelten. Analyse unterschiedlicher Quellengattungen (Privilegien, Geschäftsurkunden, rabbinische Responsen, Bildquellen), aktive Diskussion, gute Präsentation eines mündlichen Referats, Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit nach guter wissenschaftlicher Praxis.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent, daher besteht Anwesenheitspflicht (2 Einheiten dürfen entschuldigt gefehlt werden). Zu einem der vorgestellten Themenkreise sind ein Referat von 10 Minuten zu halten und eine schriftliche Arbeit im Umfang von 12 Seiten zu verfassen. Die Bachelorarbeiten sind im von der Studienprogrammleitung vorgeschriebenen Umfang zu verfassen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Vorwissen ist nicht erforderlich, doch ist der einführende Artikel (auf Moodle bereitgestellt) zu lesen. Die Leistungskontrolle erfolgt aufgrund der der Beteiligung an der Diskussion (20%) und der mündlichen und der schriftlichen Arbeit (je 40%).

Prüfungsstoff

Prüfungsimmanente LV

Literatur

Martha Keil, Sittsam und mächtig: Jüdische Frauen im Spätmittelalter. In: Gerald Lamprecht (Hg.), „So wirkt ihr lieb und hilfsbereit…“. Jüdische Frauen in der Geschichte. Graz 2009 (Clio - historische und gesellschaftspolitische Schriften 8), 35-49 (auf Moodle)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA (2012): 9 ECTS
BEd: 8 ECTS

Letzte Änderung: So 12.01.2020 20:27