Universität Wien FIND

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070165 SE BA-Seminar - Die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der zweiten Pestpandemie in Europa (2021S)

(1348 - ca. 1720)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL
Di 22.06. 16:30-18:00 Digital

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 02.03. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 09.03. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 16.03. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 23.03. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 13.04. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 20.04. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 27.04. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 04.05. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 11.05. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 18.05. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 01.06. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 08.06. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 15.06. 16:30 - 18:00 Digital
Dienstag 29.06. 16:30 - 18:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Inhalt: Angesichts der gegenwärtigen Pandemie ist es naheliegend und angebracht, sich zu fragen, wie Gesellschaften in der Vergangenheit von Seuchen betroffen wurden und wie sie damit umgegangen sind. Im Zentrum des Seminars steht die sogenannte zweite Pest-Pandemie in Europe, die sich von der Mitte des 14. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts erstreckte. Der ersten Welle dieser Pandemie 1347-1351 (der „Schwarze Tod“) fielen ca. 50 Prozent der damaligen europäischen Bevölkerung zum Opfer, was zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Verwerfungen führte. Einige Interpreten assoziieren mit ihr einen grundlegenden Wendepunkt der europäischen Geschichte. Die folgenden, in kurzen Abständen wiederkehrenden Pestwellen bewirkten eine Stagnation der europäischen Bevölkerungszahl bis ins beginnende 16. Jahrhundert hinein. Bis an den Beginn des 18. Jahrhunderts führten Pestepidemien zu schweren Krisen in unterschiedlichen Regionen. Im Zuge dieser lang andauernden Bedrohung lernte die europäischen Gesellschaften jedoch auch, mit ihr umzugehen und ihre Virulenz zu begrenzen. Das Thema stellt einen Kreuzungspunkt unterschiedlicher historiographischer Teildisziplinen (Wirtschafts-, Sozial-, Bevölkerungs-, Medizin-, Macht- und Mentalitätsgeschichte etc.) dar und eignet sich daher gut für eine Einführung in die Arbeitsweisen, Methoden und theoretischen Grundlagen dieser Zweige der Geschichtswissenschaft. Zudem gibt es eine große Menge publizierten bzw. leicht zugänglichen Quellenmaterials, das es ermöglicht, im Rahmen des Seminars nicht nur mit der zur Verfügung stehenden Literatur zu arbeiten, sondern auch quellenbasierte Forschungen zu unternehmen.
Methode: Einführung in die zentralen Themen, Methoden und theoretischen Grundlagen der mit dem Thema befassten Teildisziplinen anhand von Schlüsseltexten, deren Inhalt und Position in der Forschungsgeschichte in Form eines Guided Reading erarbeitet und diskutiert werden. Bearbeitung ausgewählter Quellenbestände und Vermittlung des methodischen Umgangs mit unterschiedlichen Quellentypen. Im Zuge dessen werden die TeilnehmerInnen angehalten, eine eigenständige Forschungsfrage zu entwerfen und dazu eine schriftliche Seminararbeit (zugleich Bachelor-Arbeit) zu verfassen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive und konstante Teilnahme;
schriftliche Beantwortung von Fragen zur Lektüre;
mehrere kleine Übungsaufgaben und Präsentationen;
schriftliche Seminar/Bachelorarbeit im Umfang von ca. 65.000 Zeichen (ca. 25 Manuskriptseiten)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme, Mitarbeit und Engagement in der Lehrveranstaltung (25%)
Mündlicher Beitrag: Vorstellung von Quelle bzw. Literatur zum Sitzungsthema (25%)
Seminararbeit - Erstfassung und Endfassung nach Besprechung -
- ca. 25 Manuskriptseiten, 1,5 zeilig, 12 Pkt. (=ca. 65.000 Zeichen, einschließlich Leerzeichen und Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliografie, ohne Grafiken) (50%)

Prüfungsstoff

Keine Prüfung

Literatur

Einführungsliteratur:
Paul Slack, Die Pest, Stuttgart 2015 (Reclam-Tb.; engl. OA: Plague. A Very Short Introduction, Oxford 2012)
David Herlihy, Der schwarze Tod und die Verwandlung Europas, Berlin 1998 (Wagenbachs Taschenbuch 391; engl. OA: The Black Death and the Transformation of the West, Harvard UP 1997)
Klaus Bergdolt, Der Scharze Tod in Europa - die Große Pest und das Ende des Mittelalters, München: Beck 2017.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (2019): 10 ECTS
BA Geschichte (2012): 9 ECTS
BEd UF Geschichte: 8 ECTS

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26