Universität Wien FIND

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070177 GR Guided Reading (2018S)

Nationalismus, Gewalt und Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 13.03. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 20.03. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 10.04. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 17.04. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 24.04. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 08.05. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 15.05. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 29.05. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 05.06. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 12.06. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 19.06. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Dienstag 26.06. 13:00 - 15:00 Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit Ende 1918 veränderte sich Europa drastisch. Imperien zerfielen und Nationalstaaten bildeten sich. (Bürger)Kriege und bewaffnete Konflikte gingen aber auch nach den Pariser Friedensschlüssen weiter. Der Historiker Robert Gerwarth nennt die Zeit danach den „erweiterten europäischen Bürgerkrieg.“ Gerade auf dem Territorium der ehemaligen Habsburgermonarchie und in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft entbrannten politisch-ideologische Konflikte, wie dass es um die Aufteilung des Erbes ging. Manche Regionen wechselten mehrfach ihre staatliche Zugehӧrigkeit. Viele selbsternannte (republikanische) Nationalstaaten bildeten sich aus der Erbmasse der monarchistisch regierten Grossmӓchte. Zum Teil waren sie aber nicht weniger multiethnisch als die Reiche, die sie ersetzten. Viele ehemals dominierenden regierenden Ethnien wurden aber zu Minderheiten und ehemalige Minderheiten bildeten nun die herrschende Bevӧlkerungsmehrheit. Alte Feindbilder wurden weitertradiert, und neue geschaffen.

Gleichzeitig war Europa gezeichnet von den Auswirkungen des langen Krieges, obwohl es einigen gelang sich relativ rasch finanziell zu konsolidieren, etwa der Tschechoslowakei. Die Spanische Grippe aber kostete 1918/19 überall mehr Menschen das Leben als der lange Krieg getan hatte. Hunger, Inflation, soziale Unruhen und die Wiedereingliederung der ehemaligen Soldaten waren die politischen Herausforderungen. Auch der Umgang mit der eigenen Rolle wӓhrend des Ersten Weltkriegs und damit die Identitӓtsstiftung im neuen Staat stellte die Gesellschaft und ihre politischen Vertreter auf die Probe. So hatten etwa polnische Männer im wehrfähigen Alter im Ersten Weltkrieg in drei verschiedenen Armeen gekämpft für das Russische und Deutsche Reich sowie Österreich-Ungarn. Mit dieser Erbmasse galt es umzugehen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Benotung erfolgt aufgrund von Mitarbeit (30%), Hausübungen (40%) sowie einer mündlichen Präsentation und Diskussion (30%).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur

Die gemeinsam zu lesenden Texte beinhalten wissenschaftliche Literatur in englischer und deutscher Sprache, sowie zeitgenossische Zeitungsartikel und Quellentexte.
Zum Einstieg: Robert Gerwarth, Die Besiegten. Das blutige Erbe des Ersten Weltkriegs (Muenchen: Siedler 2017).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: Zeitgeschichte
BEd: Historisch-kulturwissenschaftliche Europaforschung, Osteuropäische Geschichte
Diplom UF: Historisch-kulturwissenschaftliche Europaforschung, Osteuropäische Geschichte, Politikgeschichte
MA HPS: M1.2, M1.3

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:30