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070177 PS BA-Proseminar - Schweigen und Erinnern (2021W)

Das Problem des Nationalsozialismus in Österreich nach 1945

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

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Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 06.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 13.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 20.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 27.10. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 03.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 10.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 17.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 24.11. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 01.12. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 12.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 19.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock
Mittwoch 26.01. 15:00 - 16:30 Hörsaal 12 Oskar-Morgenstern-Platz 1 2.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Krieg und Nationalsozialismus betrafen zwar alle Menschen, die Folgen waren jedoch sehr unterschiedlich und hingen wesentlich davon ab, welcher Gruppe die Einzelnen jeweils angehörten. Täterinnen und Täter, Opfer und Mitläufer suchten nach 1945 ihren Standort in der Gesellschaft jeweils neu zu definieren. Die auf einzelne gesellschaftliche Gruppen wie auch den Staat Österreich bezogene „Opferthese“ wurde dabei in häufig paradoxer Weise für sich reklamiert und teils gegen andere Gruppen ausgespielt. Das SE untersucht den Wandel rivalisierender Geschichtsbilder und damit verknüpfter erinnerungspolitischer und -kultureller Praktiken in den Nachkriegsjahrzehnten. Es nimmt hierzu einzelne Ereignisse wie etwa die „Affäre Borodajkewycz“, die „Kreisky-Peter-Wiesenthal-Affäre“ oder das Gedenkjahr 1988 und den „Fall Waldheim“ in den Blick. Es soll danach gefragt werden, welche Faktoren dazu beitrugen, dass die österreichische Gesellschaft sich im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland erst spät ihrer Involvierung in die NS-Terrorherrschaft stellte. Nicht zuletzt wird der Wandel erinnerungskultureller Zeichen (Gedenktafeln, akademische Ehrungen, Straßennamen usf.) analysiert und zum SE-Thema in Beziehung gesetzt werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Für den positiven Abschluss des PS bilden eine aktive Mitarbeit (Lektüren; Diskussion, Gruppenarbeit), die Präsentation eines in Absprache mit dem LV-Leiter gewählten Themas und dessen schriftliche Ausarbeitung im Umfang von 10-15 Seiten notwendige Grundvoraussetzungen. Für das Referat wird die Vorlage eines Handouts erwartet.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Teilnahme an Diskussionen: 30%
Quellenpräsentation: 10 %
Referat: 20 %
PS-Arbeit: 40 %

Prüfungsstoff

Literatur

Bauer, Kurt: Die dunklen Jahre: Politik und Alltag im nationalsozialistischen Österreich 1938 bis 1945, Frankfurt/M. 2017.

Pinwinkler, Alexander/Thomas Weidenholzer (Hg.): Schweigen und erinnern: das Problem Nationalsozialismus nach 1945, Salzburg 2016.

Pinwinkler, Alexander/Johannes Koll (Hg.): Zuviel der Ehre? Interdisziplinäre Perspektiven auf akademische Ehrungen in Deutschland und Österreich, Wien-Köln-Weimar 2019.

Pirker, Peter: Erinnerungskultur im Umbruch. https://medienportal.univie.ac.at/uniview/wissenschaft-gesellschaft/detailansicht/artikel/erinnerungskultur-im-umbruch/ (7.1.2019).

Tálos, Emmerich/Ernst Hanisch u.a. (Hg.): NS-Herrschaft in Österreich, Wien 2000.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Schwerpunkte:
Österreichische Geschichte 2, Wirtschafts- und
Sozialgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte,
Historisch-Kulturwissenschaftliche Europaforschung

Letzte Änderung: Mo 22.11.2021 14:48