070201 AR Methoden-Workshop: zum Bestand der Kabinettskanzlei (2016S)
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
Labels
Die Kabinettskanzlei war die wichtigste Kontaktstelle zwischen dem Kaiser und seiner Regierung. Dort wurden die schriftlichen Eingaben der Ministerien und der sonst dazu berechtigten Stellen registriert, zusammengefasst, dem Kaiser vorgelegt und die Entscheidungen kommuniziert. Insgesamt hat Kaiser Franz Joseph in seiner fast 70-jährigen Amtszeit etwa 250.000 solcher Vorgänge bearbeitet. Er hat die schriftlichen Vorlagen intensiv gelesen, das dokumentieren die Randnotizen und die stilistischen wie grammatikalischen Korrekturen. Für seine Entscheidungen nahm sich der Monarch manchmal viel Zeit - das kann nicht zuletzt den Protokollbüchern entnehmen, in denen das Datum des Eingangs, der Vorlage und der Erledigung verzeichnet sind. Die Kabinettskanzlei war jedenfalls die Schreibstube des Monarchen. Sie war jedoch nicht darauf beschränkt. Ihre Mitarbeiter, allen voran der Kabinettsdirektor, stellten eine wichtige Ressource für den Kaiser bereit, der auf ihren Sachverstand und ihre Landeskenntnisse zurückgreifen konnte.
An/Abmeldung
Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").
- Anmeldung von Mo 01.02.2016 00:00 bis Do 18.02.2016 12:00
- Anmeldung von Fr 04.03.2016 00:00 bis Mo 07.03.2016 12:00
- Abmeldung bis Do 31.03.2016 23:59
Details
max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch
Lehrende
Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert
- Dienstag 08.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 15.03. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 05.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 12.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 19.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 26.04. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 03.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 10.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 24.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 31.05. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 07.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 14.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 21.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
- Dienstag 28.06. 17:45 - 19:15 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Information
Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung
Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel
Mitarbeit in den Diskussionen; Präsentation; schriftliche Arbeiten
Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab
Moderierte Diskussion von Fachliteratur; peer group Diskussion von eigenen Projekten zur Analyse der Kabinettskanzlei; Präsentation der Projekte
Prüfungsstoff
Literatur
s. Moodle
Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis
MA Geschichte 14: Methodenworkshop zu Neuzeit, Österreichischer Geschiche (3 ECTS) |
Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:30
2) die quantitative Analyse der Protokolle, um Muster der Bearbeitung von Vorgängen durch den Kaiser ermitteln zu können. Welche Vorgänge haben die meiste Bearbeitungszeit in Anspruch genommen? Waren Entscheidungen über Todesurteile rascher getroffen als Ordensangelegenheiten und Auszeichnungen?
3) die Auswertung einzelner Vorträge. Für einzelne zeitlich und thematisch definierte Schwerpunkte werden wir uns mit den Vorträgen auseinandersetzen, die Präsentation der Anliegen - von Verfehlungen eines Goldarbeiters bis hin zu grossen Infrastrukturprojekten und individuellen Gnadengaben - und die Bearbeitung durch den Kaiser analysieren;
4) welche Rolle spielte die Kabinettskanzlei für die informelle Steuerung politischer Prozesse? Diese Frage lässt sich nur mit der Auswertung zusätzlichen Quellen beantworten. Wir werden dazu die im Nachlass von Kabinettsdirektor Braun befindliche Korrespondenz auswertenZiel des Methodenworkshops ist die Vermittlung von methodischen Kompetenzen zur Bearbeitung eines komplexen und umfangreichen Quellenbestandes. Gleichzeitig werden konzeptuelle und theoretische Instrumente diskutiert, um die Regierungstätigkeit in der Habsburgermonarchie unter Kaiser Franz Joseph angemessen erfassen zu können.