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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070228 UE Lektüre historiographischer Texte und Historiographiegeschichte (2020W)

Das historische Phänomen "Kosaken" von der Entstehung bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Update 3.11.: Bis auf Widerruf Umstellung auf digitale Lehre gemäß Universitätskonzept zur Verhinderung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Alle Infos erhalten Sie von der LV-Leitung via Moodle / eMail / ufind

Mittwoch 07.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 14.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 21.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 28.10. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 04.11. 13:15 - 14:45 Digital
Mittwoch 11.11. 13:15 - 14:45 Digital
Mittwoch 18.11. 13:15 - 14:45 Digital
Mittwoch 25.11. 13:15 - 14:45 Digital
Mittwoch 02.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 09.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 16.12. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 13.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 20.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27
Mittwoch 27.01. 13:15 - 14:45 Hybride Lehre
Seminarraum des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2Q-EG-27

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die UE ist chronologisch und aspektübergreifend breit konzipiert. Nach einer Einführung über die Entstehung der historischen Forschung und das Fach Geschichte werden ausgewählte historiographische Texte zur Geschichte des Kosakentums, kosakischer Verbände im polnisch-litauischen Grenzland, der Rolle der Kosaken bei der Eroberung Sibiriens, oder zum Goldenen Zeitalter der Dnjeprkosaken und zu den Kosakenaufständen im 17. und im 18. Jahrhundert analysiert. Speziell wurden Themen wie: „Gab es eine kosakische Nation?“ oder „Warum die Figur des ukrainischen Kosakenhetmans Mazepa so umstritten ist?“ behandelt.
Die Teilnehmerlnnen sollen Grundkenntnisse zur Geschichtsschreibung und zur ausgewählten Fragestellungen und Themenfelder erwerben und Fähigkeit historische Strukturen und Prozesse zu analysieren. Sie sollen auch bestimmte Methoden und Arbeitstechniken erlernen, insbesondere den kritischen Umgang mit Quellen und Literatur und selbständig Texte analysieren und reflektieren. .

Die Erforschung des Kosakentums hat während der letzten Jahrzehnte Fortschritte gemacht. Die gegenwärtigen Diskussionen drehen sich um unterschiedliche Konzepte und damit verbundene Fragenkomplexe. Die nationalstaatliche Optik zahlreicher historischer Arbeiten erschwert die Behandlung der Problematik, dennoch sind zahlreiche wertvolle Studien zur Geschichte der Kosaken erschienen, die neue Forschungsperspektiven eröffnen.
Es sollen unterschiedliche ideologische Ausrichtungen und theoretische Schulen behandelt und analysiert werden.

Methode
Literaturbesprechung, Diskussionen, Präsentation

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt auf Basis kontinuierlicher Mitarbeit, aktiver Teilnahme an Diskussionen, kleinen schriftlichen HÜ zur wöchentlichen Lektüre, Präsentation (auf Grund der aktuellen Situation im Herbst und Winter ist mit Umstieg auf digitale Form auch zu rechnen) inkl. Handout und Verfassen einer schriftlichen Abschlussarbeit im Umfang von ca. 40.000 (15 S.).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Anwesenheitspflicht, aktive Mitarbeit und Verfassen einer schriftlichen Abschlussarbeit, die termingerecht abgegeben wird
Die Studierenden dürfen 1x unentschuldigt fehlen. Bei den Online-Sitzungen ist die Teilnahme verpflichtend.

Beurteilungsmaßstab:
- Anwesenheit und Diskussionsbeteiligung: 20 Punkte
- Kleinere schriftliche Übungsaufgaben: 20 Punkte
- Mündliche Präsentation inkl. Handout: 20 Punkte
- Schriftliche Arbeit: 40 Punkte (vereinbarter Abgabetermin ist einzuhalten)
Für eine positive Beurteilung der Lehrveranstaltung sind 60 Punkte erforderlich.

1 (sehr gut) 100-90 Punkte
2 (gut) 89-81 Punkte
3 (befriedigend) 80-71 Punkte
4 (genügend) 70-60 Punkte
5 (nicht genügend) 59-0 Punkte

Prüfungsstoff

Die Themen werden von den Studierenden durch das Verfassen einer kurzen schriftlichen Arbeit sowie mittels Referaten und Diskussionen erarbeitet.

Literatur

Guillaume Le Vasseur, Sieur de Beauplan, A description of Ukraine. Cambridge (o.J.)
Guillaume Le Vasseur, Sieur de Beauplan, Beschreibung der Ukraine, der Krim und ihrer Einwohner. Aus dem Französischen ... und aus dem Tagebuche eines deutschen Prinzen [Maximilian Emanuel von Würtemberg] ... ;; (OV :) Beschreibung d'Ukraine qui sont plusieurs Provinzen du Royaume de Pologne Breslau 1780.
http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ164599601
Erich Lassota von Steblau, Tagebuch, Halle 1866
https://books.google.at/books?id=ZIjb1NrXEscC&printsec=frontcover&dq=inauthor:%22Erich+Lassota+von+Steblau%22&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj2_crW-MDrAhXrkosKHeioBiUQuwUwAXoECAIQBg#v=onepage&q&f=false

Johann Christian von Engel, Geschichte der Ukraine und der ukrainischen Cosaken, wie auch der Königreiche Halitsch und Wladimir. Halle 1796. http://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ179867506
Carsten Goehrke, Die russischen Kosaken im Wandel des Geschichtsbildes. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte, Bd. 30 (1980) 181-203. https://www.e-periodica.ch/digbib/view?pid=szg-006:1980:30::572#199
Andreas Kappeler, Kleine Geschichte der Ukraine, München 1994.
Andreas Kappeler, Die Kosaken: Geschichte und Legenden, München 2013.
Carsten Kumke, Führer und Geführte bei den Saporoger Kosaken. Struktur und Geschichte kosakischer Verbände im polnisch-litauischen Grenzland (1550–1648), in: Forschungen zur osteuropäischen Geschichte; Bd. 49, Berlin 1993. https://www.osmikon.de/metaopac/search;jsessionid=62EE97A7578E305E94267F8499BC062A.touch01?id=BV008273304&View=ostdok
Philip Longworth, Die Kosaken. Legende und Geschichte, Frankfurt am Main 1977.
Serhii Plokhy, The Cossacks and religion in early modern Ukraine, Oxford 2001.
Serhii Plokhy, The Cossack myth: history and nationhood in the age of empires. Cambridge 2012.
Serhii Plokhy, Tsars and Cossacks : a study in iconography. Cambridge 2002.
Volodymyr Sichynsky, Ukraine in Foreign Comments and Descriptions from the VIth to XXth Century. New York 1953.
Iskra Schwarcz, Die Kosakenzüge am Anfang des 17. Jahrhunderts und die Verwüstung von Varna, in: Christo Choliolčev u.a. (Hg.), Von der Scythia zur Dobrudža. Miscellanea Bulgarica 11, Wien 1997, 55-62.
Iskra Schwarcz, Die umstrittene Heldenfigur des ukrainischen Kosakenhetmans Ivan Mazepa. Dämonisierung und Heroisierung der Erinnerung, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 1/2017, 73-90.
Günter Stökl, Die Entstehung des Kosakentums, München 1953.
Orest Subtelny, Ukraine. A History. Toronto u. a. 2009.
Christoph Witzenrath, Cossacks and the Russian Empire, 1598-1725. Manipulation, Rebellion and Expansion into Siberia. London/New York 2007.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 02.11.2020 11:08