Universität Wien FIND

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070234 UE Methoden-Workshop (2019W)

Sexuelle Gewalt im Ersten Weltkrieg: Militärgerichtsakten der k. u. k. Armee und Selbstzeugnisse als Quellen

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Da von den Teilnehmer*innen des Methodenworkshops auch die Teilnahme an der beide Lehrveranstaltungen (Forschungsseminar zum selben Thema und Methoden-Workshop) zusammenführenden Blockveranstaltung Ende Januar erwartet wird, entfallen die wöchentlichen Termine des Methoden-Workshops im Januar. Der Termin der Blockveranstaltung wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben.

Donnerstag 10.10. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 17.10. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 24.10. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 31.10. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 07.11. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 14.11. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 21.11. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 28.11. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 05.12. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 12.12. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 09.01. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 16.01. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Donnerstag 23.01. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Samstag 25.01. 09:00 - 16:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Sonntag 26.01. 09:00 - 16:00 Seminarraum 1, Institut für Zeitgeschichte, 1090 Wien, Spitalgasse 2-4, Hof 1
Donnerstag 30.01. 12:15 - 13:45 Seminarraum Geschichte 2 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dieser Methoden-Workshop wird in Verbindung mit dem Forschungsseminar 070257-1 - Sexuelle Gewalt im Ersten Weltkrieg angeboten. Es wird der Frage nachgegangen, mittels welcher methodischer Verfahren für das Thema relevante Quellenarten und -bestände erschlossen und analysiert werden können – wobei die Bandbreite der zu diskutierenden Quellen hier größer ist als im Forschungsseminar: Zum einen werden ausgewählte Fotografien, Filme und Plakate, Zeitungen, Parlamentsakten und Gesetzestexte analysiert. Zum anderen fokussiert der Workshop auf Militär- beziehungsweise Feldgerichtsakten, die meist ungeordnet und nur fragmentarisch überliefert wurden, sowie auf verschiedene Selbstzeugnisse (Briefe, Tagebücher, Autobiografien).

Zentrale Fragstellungen sind u.a.: Welche Rolle spielen in militärgerichtlichen Verfahren kriegsstrategische Einstellungen der Militärrichter und Entlastungsstrategien der Angeklagten? Über welche militärrechtlichen Definitionen wurde sexuelle Gewalt überhaupt als „Vergehen“ oder „Verbrechen“ sichtbar gemacht? Gibt es auf der sprachlichen Ebene Parallelen zu einem von der Forschung schon konstatierten weitgehenden Verschweigen solcher Delikte in Selbstzeugnissen? Welche Rolle spielen dabei Codierungen in Form von Metaphern, rhetorischen Umschreibungen, Beschönigungen, Euphemismen? Inwieweit wurde das Thema in der k. u. k. Kriegspropaganda aufgegriffen oder visualisiert? Wie können solche bildlichen Quellen gedeutet und kontextualisiert werden?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Studierenden sollen ihre zu erwerbenden Kenntnisse in der Quellenerschließung einerseits in kleineren Hausarbeiten im Laufe des Semesters erproben, und andererseits in ihre Präsentationen zum gewählten Thema im Rahmen der Blockveranstaltung bzw. in die dann zu erstellende Seminararbeit einfließen lassen.

Die Leistungskontrolle erfolgt kontinuierlich im Laufe des Semesters, auch durch Feedback seitens der Lehrveranstaltungsleiter/innen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Dieser Methoden-Workshop ist nur in Verbindung mit dem Forschungssemiar zum gleichen Thema (070257) zu belegen. Für jene, die planen, darauf aufbauend eine Masterarbeit zu erarbeiten, wird parallel von Christa Ehrmann-Hämmerle ein Proposal-Workshop (070200 UE) angeboten.

Weitere Anforderungen:
- Basiskenntnisse im Lesen von Kurrent erforderlich.
- Kontinuierliche Mitarbeit und Diskussionsbeteiligung
- Durchführung kleinerer Hausarbeiten (Quelleninterpretationen)
- Teilnahme an der Blockveranstaltung

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SP Neuzeit, Zeitgeschichte, Osteuop. Gesch., Österr. Gesch., Frauen- und Geschlechtergesch., Wirtschafts- und Sozialgesch.
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2016): M2a Einführung in den Forschungsprozess. Design und Methoden, AR Methodenworkshop (3 ECTS).
Interdisziplinäres MA Zeitgeschichte und Medien (Version 2019): M2a Einführung in den Forschungsprozess und Methoden I, UE Methodenworkshop (5 ECTS) / M3b Praktische Forschung und Darstellung II, UE Methodenworkshop (5 ECTS), aber nur zu einer anderen Methode als im M2a.

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20