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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

070235 SE Seminar (2018W)

"Radikale Reformation" (Täufer, Antitrinitarier, Spiritualisten) in der frühneuzeitlichen Habsburgermonarchie

6.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine

MI wtl von 10.10.2018 bis 30.01.2019 09.45-11.15 Ort: Hörsaal 3 Schenkenstraße 8-10 6.OG


Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Mit dem (quellenfremden) Hilfsbegriff "Radikale Reformation" bezeichnet die Forschung verschiedene religiöse Strömungen, die während der frühen Phase der Reformation entstanden. Zu ihnen zählen bestimmte Phänomene des Bauernkrieges von 1525/26, vor allem die Täufer und die Spiritualisten. Ihnen allen gemeinsam war die Überzeugung, dass die von Luther, Zwingli und Calvin angestoßene Reformation von diesen und ihren Anhängern nicht konsequent zu Ende geführt worden, sondern auf halben Weg stehen geblieben sei. Ihre religiösen Überzeugungen verknüpften sich häufig mit sozialen Forderungen, es begegnen neue religiöse Gemeinschaftsformen (z.T. mit Gütergemeinschaft) und eine scharfe Trennung von Kirche und Staat.
Im Seminar werden diese Bewegungen, ihr inneres und äußeres "Schicksal", die Beziehungen zu ihrer "Umwelt" (zwischen Missionierung und Märtyrertum) in den Ländern der Habsburgermonarchie (Ober- und Niederösterreich inkl. Wien, Tirol, Vorarlberg, Steiermark, Kärnten, Mähren, Oberungharn/Slowakei) im 16. und 17. Jahrhundert untersucht werden.
Die LV wird gemeinsam mit dem gleichnamigen, von Prof. Rudolf Leeb an der Evangelisch-Theologischen Fakultät angebotenen Seminar abgehalten, was eine fruchtbare interdisziplinäre Kooperation erwarten lässt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Bei der Notengebung werden berücksichtigt:
1.) die mündliche Mitarbeit
2.) die Vorbereitung der als Lektüre aufgegebenen Literatur und der ausgeteilten Quellentexte
3.) das Referat zu einem ausgewählten Thema
4.) die schriftliche Seminararbeit

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Seminar ist mit 6 ECTS-Punkten bewertet. Neben der regelmäßigen Anwesenheit und der Mitarbeit im Seminar wird die ausführliche schriftliche Ausarbeitung des Referates mit Anmerkungen erwartet (abzugeben bis zum Beginn des darauffolgenden Semesters). Zur erfolgreichen Absolvierung des Seminars müssen Anwesenheit, Mitarbeit (einschließlich der Vorbereitung der Quellentexte und der Lektüre der Literatur) und Referat positiv beurteilt sein.

Prüfungsstoff

Literatur

Wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA Geschichte: Seminar im Pflichtmodul PM 4 (6 ECTS) ;

Letzte Änderung: Do 31.01.2019 11:27