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070237 SE BA-Seminar - Zentralbanken international (2019W)

10.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 11.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 18.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 25.10. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 08.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 15.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 22.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 29.11. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 06.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 13.12. 09:45 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 10.01. 08:00 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 24.01. 08:00 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 31.01. 08:00 - 11:15 Seminarraum 8 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Zentralbanken gehören heute zur Grundausstattung jedes modernen Staats. Einerseits sind sie damit, wie auch der häufig im Namen geführte Begriff „Nationalbank“ zeigt, eminent nationale Institutionen und ihre Entstehung und Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert verlief vielfach parallel mit der der Nationalstaaten.

Gleichzeitig sehen sich Zentralbanken selbst oft als Teil einer internationalen Gemeinschaft, pflegen regelmäßigen Austausch und Zusammenarbeit und fühlen sich gemeinsamen Idealen verpflichtet. In der internationalen Geschichte der Zentralbanken lassen sich auch mehrere Phasen gleichläufiger Entwicklungen ausmachen: gehäufte Gründungen Anfang des 19. Jahrhunderts sowie in den 1920er Jahren, Ähnlichkeiten der institutionellen Struktur (Stichwort „Zentralbankunabhängigkeit“, ein Schlüsselwort sowohl in den 1920er Jahren als auch nach 1990) als auch den gewählten Politiken (Stichwort „Goldstandard“ oder „Inflationsziel“).

Die Lehrveranstaltung spürt der Geschichte dieser internationalen Muster und Beziehungen nach. Reflektiert Konvergenz dabei bloß ähnliche Anforderungen auf nationaler Ebene oder ist sie vielmehr Ergebnis internationaler Wechselwirkungen? Wirkten ausländische Modelle als nachahmenswerte Vorbilder und wenn ja, welche? So untersuchte vor der Gründung der Federal Reserve die vom US-Kongress eingesetzte National Monetary Commission weltweit Erfahrungen mit Zentralbanken. Japan berief sich bei der Gründung der Bank of Japan auf das Beispiel der Belgischen Nationalbank. Prozesse von Transfer und Diffusion sind aber nicht immer ganz freiwillig. Internationale Kredite waren und sind oft mit institutionellen Auflagen verknüpft, etwa der Gründung einer unabhängigen Zentralbank. Das galt für den Völkerbund, IWF aber auch private Geldgeber. Welche Rolle spielten dabei die auch als „money doctors“ bezeichneten internationale Berater, die zeitweise als Einzelpersonen, zeitweise als Vertreter internationaler Organisationen aktiv waren und welche Interessen verfolgten sie? Warum wird auf die Berater gehört bzw. wurde die Beratung im Prozess der Umsetzung modifiziert? Wie entstehen Paradigmen zu wirtschaftspolitischen Fragen, wie verändern sich Paradigmen und wie setzen sich neue Paradigmen international durch?

Ziel der Lehrveranstaltung ist die Abfassung einer Bachelorarbeit in diesem Themenbereich. Die Präsenzeinheiten dienen der Diskussion eines gemeinsamen Korpus von inhaltlichen und methodischen Texten und Übungen zur Themenfindung und Abfassung der Bachelorarbeit.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

• Lektüre der Texte aus dem gemeinsamen Korpus, Diskussionsbeteiligung und vorbereitende Hausübungen zur Lektüre, begleitende Übungen zur Themenfindung und Erarbeitung der Bachelorarbeit, Feed-back für andere Seminarteilnehmer*innen (30%)
• Zwei Gespräche (Besprechung des Konzepts der BA-Arbeit und Feed-back zur fertigen Arbeit) mit Lehrveranstaltungsleiter in der Sprechstunde
• Abfassung einer Bachelorarbeit im Umfang von ca. 65.000 Zeichen, (± 10%), einschließlich Leerzeichen, Fußnoten, Titelblatt, Inhaltsverzeichnis, Bibliographie, aber ohne Grafiken, und Erstellung einer englischsprachigen Kurzzusammenfassung (Abstract) von ca. 1.000 Zeichen (70%)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente LV, Anwesenheit ist erforderlich (maximal 2 Abwesenheiten) Für einen positiven Abschluss müssen alle Teilleistungen erbracht und positiv abgeschlossen werden. Die Gesamtnote ergibt sich aus den Teilleistungen nach dem oben angegebenen Schlüssel.

Prüfungsstoff

Es gibt keine Abschlussprüfung.

Literatur

Wird zu Beginn des Semesters bekanntgegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte: BA-Seminar (9 ECTS) | BA UF GSP (Lehramtsstudium): Bachelormodul; Bachelorseminar (8 ECTS).

Neuzeit

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20