Universität Wien FIND

Auf Grund der COVID-19 Pandemie kann es bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen auch kurzfristig zu Änderungen kommen. Informieren Sie sich laufend in u:find und checken Sie regelmäßig Ihre E-Mails. Bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen gilt Anmeldepflicht, vor Ort gelten FFP2-Pflicht und 2,5G.

Lesen Sie bitte die Informationen auf studieren.univie.ac.at/info.

070255 SE Seminar - Forschungszugänge, Methoden und Techniken (2020W)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Update 3.11.: Bis auf Widerruf Umstellung auf digitale Lehre gemäß Universitätskonzept zur Verhinderung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie. Alle Infos erhalten Sie von der LV-Leitung via Moodle / eMail / ufind

(Oktober) Die Lehrveranstaltung findet hybrid in einem Mix von Vor-Ort und Online-Lehre (zu den angegebenen Zeiten) statt. Die Sitzungen vor Ort im Seminarraum sind mit Anwesenheitspflicht geplant. Sollten sich Covid-19-bedingt die Rahmenbedingungen ändern, wird das Proseminar zu den angegebenen Terminen online fortgeführt.

Donnerstag 01.10. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 08.10. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 15.10. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 22.10. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 29.10. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 05.11. 13:00 - 14:30 Digital
Donnerstag 12.11. 13:00 - 14:30 Digital
Donnerstag 19.11. 13:00 - 14:30 Digital
Donnerstag 26.11. 13:00 - 14:30 Digital
Donnerstag 03.12. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 10.12. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 17.12. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 07.01. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 14.01. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 21.01. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07
Donnerstag 28.01. 13:00 - 14:30 Hybride Lehre
Hörsaal des Instituts für Osteuropäische Geschichte UniCampus Hof 3 2R-EG-07

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel der Lehrveranstaltung ist es, Grundkenntnisse über einige aktuelle Theorien und Methoden der multidisziplinären Osteuropaforschung zu vermitteln sowie die Anwendung ihrer Techniken bei der Vorbereitung der schriftlichen Abschlussarbeiten zu diskutieren. Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Geschichte und Kultur Osteuropas. Als Spezialthema und Anwendungsbeispiel dient das wissenschaftliche Paradigma „Galizien“ – das historische Land Mittel- bzw. Osteuropas, das zum Modellfall des bunten Völkergemischs geworden ist. Diese Region spielte im Laufe der Jahrhunderte die Rolle einer Brücke zwischen Ost und West und wurde zum Ort verwickelter administrativer Peripetien und politischer Kataklysmen. Da Galizien von Anfang an ethnisch, konfessionell, linguistisch, aber auch sozial und politisch vielfältig war, fungierte es immer als ein Laboratrium für das Erproben und Austarieren von Zugehörigkeiten und Abgrenzungen, für die Formierung von kollektiven und individuellen Identitäten. Die galizische Thematik wurde für mehrere Disziplinen attraktiv: Es geht im Workshop um die Verbindung der angrenzenden Forschungsmethoden aus dem Bereich der vergleichenden Kultur- und Literaturwissenschaft, der Geschichte, der Philosophie und der Geographie. Galizien bietet sich auch als Experimentierfeld für Ansätze an, die im Kontext der Kulturwenden (Cultural Turns) entwickelt wurden, darunter die Methoden der Raumwende (Spatial Turn und Topographical Turn mit dem Begriff Mental Mapping), der postkolonialen Wende (Postcolonial Turn mit den Begriffen Hybridität und Dritter Raum, die durch das analytische Konzept Transdifferenz erweitert werden), der Übersetzungswende (Translational Turn) sowie des kulturtheoretischen Paradigmas Ähnlichkeit. Berücksichtigt werden relevante Raumtheorien wie Phänomenologie der Räumlichkeit und Raumsemiotik sowie solche Begrifflichkeit wie Relationalität des geographischen Raumes, Geophilosophie, soziale Konstruktion von Raum, Heterotopie, Orte und Nicht-Orte, performative Praktiken im Raum, Erinnerungs- und Gedächtnisräume, kulturelle Produktion und Produktivität des Raumes. Nicht außer Acht gelassen werden auch theoretische Konzepte Chronotopos von Michail Bachtin und Semiosphäre von Jurij Lotman.
Nach den einführenden Vorträgen der Lehrenden in den ersten Sitzungen werden Themen für die Impulsreferate vorgestellt, besprochen und unter den Studierenden verteilt. Während der nächsten Termine werden die Forschungsprojekte präsentiert und besprochen. Es wird aktive Beteiligung an den Diskussionen erwartet.
Modulziele laut Curriculum: Studierende haben eine vertiefte Übung in Recherchetechniken, wissenschaftlichem Schreiben und Zitieren sowie in der Formulierung kulturwissenschaftlicher Fragestellungen. Sie können die Quellen und Methoden identifizieren, die sich zur Beantwortung bestimmter wissenschaftlicher Fragestellung eignen. Sie können den aktuellen Forschungsstand zu ausgewählten Themen identifizieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Regelmäßige Teilnahme; Lektüre und aktive Diskussion der bereitgestellten Literatur; Präsentation eines Forschungsprojekts, schriftliche Abschlussarbeit (bis 25 S.).

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Um die LV positiv abzuschließen, müssen Impulsreferate gehalten und am Ende des Semesters eine schriftliche Arbeit (Umfang von 25 Seiten) abgegeben werden. Zusätzlich wird die aktive Beteiligung an den Diskussionen in die Benotung miteinbezogen.
- Anwesenheitspflicht, Studierende dürfen bei den Vor-Ort-Terminen, denen sie zugewiesen sind, 1x unentschuldigt fehlen (exkl. Covid-19-bedingte nachweisbare Hinderungsgründe). Bei den Online-Sitzungen ist die Teilnahme verpflichtend.
- Die Gruppenpräsentation ist verpflichtend zu halten [vor Ort/ digital].
- Termingerechte Abgabe der Proseminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleitung Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Seminararbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.

Prüfungsstoff

Literatur

Primär- und Sekundärliteratur wird auf Moodle bereit gestellt und nach der ersten Sitzung erweitert.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

MA OES: Einführung in die multidisziplinären Osteuropastudien (8 ECTS)

Letzte Änderung: Mo 02.11.2020 11:28