Universität Wien FIND

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070281 UE Guided Reading Kulturgeschichte - Alternative Herrschaftskonzepte (2021S)

Von der Vormoderne bis zur Zwischenkriegszeit (16. bis frühes 20. Jh.)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL
Di 22.06. 14:15-15:45 Digital

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 02.03. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 09.03. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 16.03. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 23.03. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 13.04. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 20.04. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 27.04. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 04.05. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 11.05. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 18.05. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 01.06. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 08.06. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 15.06. 14:15 - 15:45 Digital
Dienstag 29.06. 14:15 - 15:45 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Während die Legitimation von Herrschaft im europäischen Mittelalter und Früher Neuzeit durch repräsentatives Zeremoniell, hagiographische Literatur und der staatlichen Durchdringung einer zunehmenden Zahl von Lebensbereichen weitere Ausformunf erhielt, wurde diese seit dem Zeitalter von Renaissance und Reformation immer wieder herausgefordert.
Autoren theoretischer Traktate, aufständische Untertanen und politische Akteure stellten nicht allein einzelne Personen und Dynastien an der Spitze der entstehenden Flächenstaaten in Frage, sondern entwarfen auch Alternativen zu den vorherrschenden Konzeptionen von Herrschaft.
In diesem Guided Reading werden Beispiele solcher alternativen Herrschaftskonzeptionen vom 16. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert in den Blick genommen. Dabei werden theoretische Entwürfe und historische Ereignisse aus verschiedenen europäischen Ländern (u.a. Frankreich, England und Russland) in vergleichender Perspektive betrachtet.
Ziel einer solchen auf eine begrenzte Auswahl von Beispielen aufbauenden Übung kann nicht sein, die spätestens seit dem 18. Jahrhundert unübersichtlich gewordene Vielzahl an politischen Ideenwelten auf einen gemeinsamen Nenner herunterzubrechen. Vielmehr sollen die ausgewählten Episoden vor dem jeweiligen historischen Hintergrund auf ihre Abhängigkeiten der konzeptionellen Umgebung ihres Entstehens bzw. auf die gezielte Abwendung von dieser hin untersucht werden.

- Die StudentInnen lernen eine Auswahl von Quellen und Literatur zur Geschichte von Herrschaftskonzeptionen der Vormoderne und Moderne kennen.
- Sie erweitern ihre Grundfähigkeiten, historische Quellen und Fachliteratur auszuwerten, systematisch und kritisch zu lesen.
- Sie erweitern ihre Grundfähigkeiten, Wissen in schriftlicher und mündlicher Form komprimiert, präzise und verständlich darzulegen.
- Sie sollen die Grundfähigkeit erwerben, Methoden und Arbeitstechniken einzusetzen, historische Strukturen und Prozesse zu analysieren und mit historischen Fragestellungen, Theorien und Narrativen der Geschichte kritisch umzugehen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- die Textauswahl wird mit verschieden gearteten Hausübungen zur gemeinsamen Diskussion vorbereitet.
- über das Semester verteilt sollen von den StudentInnen Einzelaspekte der Lektüre in Kurzpräsentationen als Einstieg in die Diskussionen vorgestellt werden.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

- Teilnahmevoraussetzungen gemäß der jeweiligen Prüfungsordnung.

Prüfungsstoff

- Bewertet werden die aktive Teilnahme am Diskussionsgeschehen, die Hausübungen und die Kurzpräsentationen.

Literatur

Jan Behnstedt, Jan Marco Sawilla, Rudolf Schlögl (Hg.), Jenseits der Ordnung. Zur Mächtigkeit der Vielen in der Frühen Neuzeit, Berlin 2019.
Birgit Enzmann (Hg.), Handbuch Politische Gewalt. Formen - Ursachen - Legitimation - Begrenzung, Wiesbaden 2013.
Andreas Höfele / Beate Kellner (Hg.), Menschennatur und politische Ordnung, Paderbon 2019.
Peter Hoeres / Armin Owzar / Christina Schröer (Hg.), Herrschaftsverlust und Machtverfall, Berlin 2013.
Andreas Hüttemann (Hg.), Kausalität und Naturgesetz in der frühen Neuzeit, Stuttgart 2001.
Helmut Neuhaus (Hg.), Selbstverwaltung in der Geschichte Europas in Mittelalter und Neuzeit (= Beihefte zu »Der Staat« 19), Berlin 2010.
Stefan Plaggenborg (Hg.), Gerechtigkeit und gerechte Herrschaft vom 15. bis zum 17. Jahrhundert (= Beiträge zur historischen GerechtigkeitsforschungSchriften des Historischen Kollegs. Kolloquien 101), Berlin/Boston 2020.
Luise Schorn-Schütte / Sven Tode (Hg.), Debatten über die Legitimation von Herrschaft. Politische Sprachen in der Frühen Neuzeit (Wissenskultur und Gesellschaftlicher Wandel 19), Berlin 2006.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA Geschichte (2012): Zeitgeschichte (4 ECTS)
BA Geschichte (2019): Osteuropäische Geschichte (5 ECTS)
BEd UF Geschichte: Osteuropäische Geschichte (4 ECTS)
ID MA Osteuropastudien (2015): M2.1a, M2.1b (4 ECTS)
ID MA Osteuropastudien (2019): PM2.1a, PM2.1b (5 ECTS)

Letzte Änderung: Mi 21.04.2021 11:26