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070292 PS BA-Proseminar (2018S)

Gedenkkultur in Österreich 1918-2018

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Sondertermine (es entfallen im Gegenzug reguläre LV-Termine):
Freitag 13.04.2018: 10.00 - 13.30 Uhr: Haus der Geschichte Niederösterreich (St. Pölten) - Kosten: 6,50 EUR
Freitag 20.04.2018: ca. 10.00-13.00 Uhr: Archiv bei QWIEN, Große Neugasse 29, 1040 Wien
Freitag 08.06.2018: 14.00-17.00 Uhr: gemeinsamer Besuch der Tagung Queer History Day, Sky Lounge der Universität Wien, 9., Oskar-Morgenstern-Platz 1, Dachgeschoß

Freitag 09.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 16.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 23.03. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 27.04. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 04.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 18.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 25.05. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 15.06. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5
Freitag 29.06. 09:45 - 11:15 Seminarraum 5 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 9 Hof 5

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung bietet am Beispiel Österreichs eine Einführung in den Themenkomplex „Gedenkkulturen“, wobei der Fokus auf den letzten rund 100 Jahren liegt. Die Studierenden befassen sich zunächst mit grundlegenden Theorien, u.a. von Pierre Nora sowie von Aleida und Jan Assmann. Diese bilden die Basis für die Analyse von gedenkkulturellen Praktiken von bzw. in Archiven, Gedenkstätten, historischen Ausstellungen, Geschichtsmuseen, Vereinen usw. Ein besonderes Augenmerk wird am Beispiel des Gedenkjahres 2018 auf die Wirkmacht von Jubiläen gelegt. Dabei werden auch geschlechtergeschichtliche Implikationen von Gedenkkulturen sowie Fragen der Repräsentation von Geschlecht reflektiert.
Die Studierenden sind in der Folge eingeladen, sich mit einem Fallbeispiel von Gedenken genauer zu befassen: Von der Literaturrecherche über die Formulierung von Fragestellungen sowie von Thesen bis hin zur mündlichen Präsentation sowie Verfassung einer schriftlichen Arbeit üben die Studierenden wissenschaftliches Arbeiten anhand eines konkreten, selbstgewählten Themas. Feedback dazu erfolgt laufend. Der inhaltlichen Vertiefung dient schließlich der gemeinsame Besuch des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich, des Archivs von QWIEN – Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte sowie der Tagung „Queer History Day 2018“, bei der die Studierenden die Diskussion wissenschaftlicher Fragestellungen in der Praxis erleben.
Das Proseminar gliedert sich in einerseits in Lerneinheiten (9. März bis 20. April 2018) mit der Erledigung kleinerer Arbeitsaufgaben. Andererseits gibt es eine Präsentationsphase (ab 27. April 2018), in der die von den Studierenden während des Semesters erarbeiteten Themen anhand von Referaten vorgestellt und diskutiert werden. Im Anschluss an die Präsentation wird die Erstellung einer Proseminararbeit erwartet. Die Studierenden befassen sich mit Einzelaspekten, die weitgehend frei wählbar sind. Es kommen Vortrag, Diskussion sowie Einzel- und Gruppenarbeiten als Methoden zum Einsatz.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Aktive und engagierte Mitarbeit im Seminar, kleine Lektüre - und Rechercheaufgaben während des Semesters, gemeinsame Analyse von Texten und Bildern, Abschlusspräsentation und Abgabe einer Abschlussarbeit von 20 Seiten. Teamarbeit und Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte erwünscht.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für eine positive Note müssen 51% der Gesamtleistungen erbracht werden werden.

Prüfungsstoff

Alle Aufgaben beziehen sich auf das Thema der Lehrveranstaltung.

Literatur

Auswahlbibliographie:
Aleida Assmann, Funktions- und Speichergedächtnis. Zwei Modi der Erinnerung. In: Kristin Platt, Mihran Dabag (Hg.) Generation und Gedächtnis. Erinnerungen und kollektive Identitäten (Opladen 1995) 169–185.
Ulrich Borsdorf, Heinrich Theodor Grütter (Hg.), Orte der Erinnerung. Denkmal, Gedenkstätte, Museum (Frankfurt am Main/New York 1999).
Emil Brix, Ernst Bruckmüller, Hannes Stekl, (Hg.), Memoria Austriae I–III (Wien 2004–2005).
Umberto Eco, Wie man eine wissenschaftliche Abschlußarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften (Heidelberg 2000).
Maurice Halbwachs, Das Gedächtnis und seine sozialen Bedingungen (Berlin/Neuwied 1966).
Pierre Nora (Hg.), Erinnerungsorte Frankreichs (München 2005).
Leitfaden Gender im Blick. Geschlechtergerechte Vermittlung im öffentlichen Raum und in Museen (Wien 2009), online unter: https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/ba/leitfadengenderimblick_18722.pdf?61ecjb (Zugriff: 23.2.2018).
Wolfgang Schmale (Hg.), Schreib-Guide Geschichte: Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen (Wien 2006).

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

BA: Zeitgeschichte
BEd: Österreichische Geschichte II

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:30