Universität Wien FIND

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070314 KU Quellen und Analysen zur Wissenschaftsgeschichte (2009S)

Theorien und Praktiken der Wissenschaftsgeschichte: Vergleich/Transfer/Verflechtung

4.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Teilblockung nach Vereinbarung möglich

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 10.03. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 17.03. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 24.03. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 31.03. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 21.04. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 28.04. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 05.05. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 12.05. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 19.05. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 26.05. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 09.06. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 16.06. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 23.06. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9
Dienstag 30.06. 15:00 - 17:00 Seminarraum Geschichte 3 Hauptgebäude, 2.Stock, Stiege 9

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Wissenschaftsgeschichtliche Forschungen können heute auf zahlreiche Theorieangebote und Untersuchungsverfahren aus unterschiedlichen Forschungskontexten zurückgreifen: Inter- und transdisziplinäre sowie inter- und transnationale Blickwinkel (Vergleich, Transfer, Verflechtung, Histoire croisée), Analysen zum Verhältnis von Wissenschaften und Politiken, Konzepte zu Biopolitiken, .Gender Studies, wissenschaftssoziologische Zugänge. Gemeinsam ist diesen Perspektiven und Praktiken, dass Begrenzungen auf einzelne Biographien, wissenschaftliche Disziplinen oder nationale Entwicklungen überschritten und wechselseitige Interaktionen in den Blick genommen werden. Besondere Berücksichtigung finden in diesem Kurs wissenschaftliche Transformationen im Zug politischer Systemwechsel und internationaler Konkurrenz. Wissenschaftsgeschichtliche Fallbeispiele aus west- und osteuropäischen Staaten im 20. Jahrhundert sowie dem Nationalsozialismus werden theoretisch und praktisch in Zusammenhänge gesetzt.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, durch die Lektüre und gemeinsame Diskussion von Grundlagentexten Ausgangspunkte für eigenständige wissenschaftsgeschichtliche Arbeiten zu finden, methodische Werkzeuge kennen zu lernen und wissenschaftliche Erkenntnisse und Praktiken kritisch zu betrachten. Persönliche Erfahrungen der TeilnehmerInnen mit Studium, Universität und Wissenschaft sind wichtige Ressourcen für Diskussion und Reflexion. Die Arbeit in Kleingruppen ist im Kurs möglich und erwünscht, spezielle Teilnahmevoraussetzungen bestehen nicht. Die Bereitschaft zur Lektüre englischsprachiger Texte ist allerdings unerlässlich.

Pro Woche soll ein ausgewählter Text gelesen, präsentiert und dann in der Gruppe erarbeitet und diskutiert werden. In Absprache mit den TeilnehmerInnen können einige Einheiten auch blockweise abgehalten werden. Zum gemeinsam gelesenen Text gibt es jeweils ein Koreferat mit einem ergänzenden und/oder kontrastierenden Standpunkt. Eigenständige Lektürevorschläge sind dabei willkommen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Zeugniserwerb durch wöchentliche schriftliche Lektürezusammenfassungen, Referate (Präsentation und Abgabe einer schriftlichen Version), aktive Beteiligung an den Diskussionen im Kurs.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel des Kurses ist, Interesse und Freude an Theorien und Praktiken wissenschaftsgeschichtlicher Forschungen zu fördern, Einschüchterungen zu überwinden und eigene kritisch-reflexive Potentiale zu stärken.

Prüfungsstoff

Literatur

Max Weber, Wissenschaft als Beruf, München/Leipzig 1919
Ludwik Fleck: Entstehung einer wissenschaftlichen Tatsache, Basel 1935
Natalie Zemon Davis, Ad me ipsum ¿ ein (nicht nur) wissenschaftlicher Lebenslauf, in: dies.: Lebensgänge, Berlin 1998, 75 - 104
Sandra Harding, Der Nutzen der Frauenbewegung für die Wissenschaft. Zwei Sichtweisen, in: Dies.: Das Geschlecht des Wissens, Frankfurt/New York 1994: 65 ¿ 91
Pierre Bourdieu, Vom Gebrauch der Wissenschaften. Für eine klinische Soziologie des wissenschaftlichen Feldes., Konstanz 1998
Peter Schöttler Die intellektuelle Rheingrenze. Wie lassen sich die französischen ¿Annales¿ und die NS-Volksgeschichte vergleichen?, in: Conrad, Christoph; Conrad, Sebastian (Hgg.), Die Nation schreiben. Geschichtswissenschaft im internationalen Vergleich, Göttingen 2002, S. 271-295
Alex Demirovic, Kritische Gesellschaftstheorie und ihre Bildungsbedingungen im fordistischen und postfordistischen Kapitalismus, in: Oliver Brüchert/Alexander Wagner (Hg.), Kritische Wissenschaft, Emanzipation und die Entwicklung der Hochschulen, Marburg 2007, 57 ¿ 79
u. a. m.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

W1

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31