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070369 SE Seminar - Strukturen des (früh-) neuzeitlichen Gesundheitswesens in den Habsburgischen Ländern (2019W)

8.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 7 - Geschichte
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch, Englisch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Die Lehrveranstaltungen "Seminar- Strukturen des (früh-) neuzeitlichen Gesundheitswesens in den Habsburgischen Ländern" und das gleichnamige Forschungsseminar finden an sich jede zweite Woche statt und sollten im Idealfall kombiniert werden. Das Seminar kann als "Projektkurs" angerechnet werden. Beide Lehrveranstaltungen können auch getrennt voneinander belegt werden. Der Besuch des Universitätsarchivs wäre für einen Donnerstag ab 16.45 geplant, die Terminfindung erfolgt in Absprache mit den Studierenden und ersetzt einen Termin einer der beiden Lehrveranstaltungen. Die Vorträge der Lehrenden der Eötvös Lorànd Universität Budapest und der Karlsuniversität Prag finden nach deren Möglichkeiten zu Terminen einer der beider Lehrveranstaltungen statt. Bitte um Kontaktaufnahme bei Fragen: sonia.horn@univie.ac.at

Montag 14.10. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3
Montag 28.10. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3
Montag 11.11. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3
Montag 09.12. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3
Montag 20.01. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3
Montag 27.01. 16:45 - 21:15 Seminarraum 9 Tiefparterre Hauptgebäude Stiege 5 Hof 3

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Analyse der Strukturen des Gesundheitswesens in den Habsburgischen Ländern umfasst ein weites Gebiet von Themen. Fragestellungen können sich auf den Zugang zu medizinischer Hilfe , die von verschiedenen mehr oder weniger professionalisierten Heilkundigen angeboten wurden, erstrecken, deren Ausbildung und die Entwicklung der administrativen Rahmenbedingungen analysieren, politische, ökonomische , soziale und kulturelle Hintergründe im Umgang mit Gesundheit und Krankheit diskutieren oder auch hinterfragen welche Therapien möglich waren, wie medizinische Erkenntnisse gewonnen, durchgesetzt und schlussendlich anerkannt wurden. Gesundheitspolitische Maßnahmen, etwa zur Bekämpfung von Seuchen sind ebenso inkludiert wie der alltägliche Umgang mit Gesundheit Krankheit, Geborenwerden und Sterben, etwa auf regionaler Ebene. Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung können also sehr unterschiedliche Themen bearbeitet werden.

Die Medizingeschichtsschreibung wurde von Topoi definiert, die auf Konstruktionen der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts beruhen und vielfach spezifischen Interessen dieser Epoche dienten. Dies gilt in besonderem Maße für die Medizingeschichte. Bei der Analyse von Primärquellen bietet sich meist ein anderes Bild als jenes, das in der traditionellen Medizingeschichtsschreibung dargestellt wurde. Es ist daher notwendig, sich an Primärquellen zu orientieren. Dies ist auch der Schwerpunkt der Lehrveranstaltung.

Ziel der Lehrveranstaltung(en) ist es, die Studierenden über die genannte Thematik zu eigenständigem Arbeiten an Primärquellen anzuleiten bzw. dies zu üben. Vorgesehen ist der gemeinsame Besuch des Universitätsarchivs, sowie Vorträge von KollegInnen der Eötvös Lorànd Universität Budapest und der Karlsuniversität Prag. Dies soll die Durchführung einer angeleiteten, jedoch eigenständig durchgeführten Studie unterstützen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Im Idealfall werden die Lehrveranstaltungen „Forschungsseminar“ und „Seminar“ kombiniert, das „Seminar“ kann als Projektkurs angerechnet werden. Vorgesehen wäre demnach, dass die angeleiteten Arbeit an Primärquellen im Forschungsseminar durchgeführt wird und die Analyse, sowie die Präsentation der Ergebnisse im „Seminar“ (= Projektkurs) erfolgen. Grundsätzlich kann jedoch jede Lehrveranstaltung einzeln absolviert werden. In diesem Fall werden die zu erbringenden Leistungen individuell vereinbart.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Regelmäßige Teilnahme, eigenständig durchgeführte Recherchen, Analyse und Präsentation der Ergebnisse.

Prüfungsstoff

Literatur

Empfehlungen:

Publikationen der Lehrveranstaltungsleiterin: http://www.sonia-horn.eu/?page_id=174

Publikationen in der Zeitschrift „Virus – Beiträge zur Sozialgeschichte der Medizin“ 1999 laufend

Marianne ACQUARELLI, Die Ausbildung der Wundärzte in Niederösterreich. Unter der Herrschaft der Habsburger vom 18. bis zum 19. Jahrhundert. (= Schriften des Archivs der Universität Wien, Fortsetzung der Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien Band 25) 2017

Marianne ACQUARELLI, Kurrentschrift (2013)

Monika GRASS, Medizinische Versorgung in der Herrschaft Forschtensteinj, Eisenstadt und Hornstein in der Frühen Neuzeit bis zum Sanitätshauptnormativ von 1770. (= Burgenländische Forschungen Bd 94) 2007

Kathrine E. KOGLER, „…die Heilärzte des kranken Staates.“ Die Beteiligung von Medizinern an der Revolution 1848 in Wien. (2012)

Markus OPPENAUER, Die Wiener Medizinische Fakultät und ihre Sammlungen : 1790-1835. (phil. Diss. Univ. Wien (2017) – und weitere Publikationen.

Markus SWITTALEK Das Josephinum. Aufklärung. Klassizismus. Zentrum der Medizin. (= schriftenreihe der Landesverteidigungsakademie band 7/2014)

Daniela WAGNER, Gerard van Swieten und die Gründung der Kliniken in Wien. Eine verwaltungsgeschichtliche Analyse auf der Basis archivalischer Quellen( 2015)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

SP: Neuzeit, Österreichische Geschichte, Wissenschaftsgeschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Osteuropäische Geschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte

Letzte Änderung: Mi 25.09.2019 17:27