Universität Wien FIND

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Weitere Informationen zum Lehrbetrieb vor Ort finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

080007 VU M320 Kulturelle Praxen und Bedeutungen im Alltag: (2020W)

Hinterlassenschaften, deren Medien, Räume und Gebräuche

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 06.10. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 13.10. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 20.10. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 27.10. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 03.11. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 10.11. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 17.11. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 24.11. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 15.12. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 12.01. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 19.01. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Dienstag 26.01. 16:15 - 17:45 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Der Begriff wie das Handeln dahinter sind vielseitig und mehrdeutig: Hinterlassenschaften können für sehr Unterschiedliches stehen, vom proaktiven Regeln eines Erbes bis hin zu dem, was sich mit Gerhard Richter als gespenstisches Erben verwaister Hinterlassenschaften fassen lässt. Diese Mehrdeutigkeit und Vielfalt begegnet uns in den unterschiedlichsten Berufsfeldern der Europäischen Ethnologie: im Kulturbetrieb im allgemeinen, im Museum, im Archiv und natürlich auch im Forschungsbereich. Hinterlassenschaften werden in Haushaltsauflösungen systematisch entsorgt oder per Zufall aufgefunden, sie werden öffentlichen Sammlungen vermacht oder auch durch Erb*innen übergeben. Und wir machen daraus – je nach Auftrag der Institutionen, in denen wir als Kulturwissenschaftler*innen arbeiten – daraus Objekte des Erinnerns, des Repräsentierens, der Zeugenschaft, der Epistemologie.
Hinterlassenschaften macht das Seminar als wichtigen Teil der Praxis des Fachs zum Thema. Dazu gehen wir von der Ebene der Materialität und den Raumordnungen der Dinge im familiären und (zunächst) privaten Bereich aus. Wir suchen jene Orte und jene (Selbst-)Behältnisse auf, die in den Vorstellungs- und Medienwelten unserer Gesellschaften Hinterlassenschaften bergen oder auch an den Rändern der Ordnungen unseres Wohnens verbergen, vom Dachboden bis zum Keller, von der Schachtel, dem Koffer, der Blechdose, bis zur Schublade.
Wie alle historisch arbeitenden Disziplinen interessieren uns nicht nur die Dinge, die wir finden bzw. aufsuchen, sondern vor allem auch deren Vor-Geschichten und Überlieferungswege. Damit haben wir uns grundsätzlich mit dem Status der Dinge zu befassen, der diesen gerade auch unter Zutun dieser Wissenschaften ab- oder zugesprochen wird, als Rest, als Spur, als Quelle, als Dokument, als Material. Im Seminar werden wir uns also mit jenen Diskursen und Begriffen, mit den Praktiken ebenso wie mit den Idealen historischen Forschens beschäftigen, die Hinterlassenes in ihrem historischen Wert qualifizieren.
Vor diesem Hintergrund einer kritischen Revision des wissenschaftlichen Instrumentariums wenden wir uns wiederum ausgewählten Dingen aus Hinterlassenschaften zu. Wir untersuchen diese als Gegenstände – im Sinne auch von einem Eigenleben der Dinge – von unterschiedlichen Handlungs- und Aktivitätsebenen und vor allem aber von Handlungsketten, an denen sehr verschiedene Personen, aber auch Institutionen und Kontingenzen beteiligt sein können. Ziel dieser Perspektivierung ist es, Hinterlassenschaften nicht als Gegebenes, sondern vor allem als Gewordenes und gleichzeitig Gemachtes zu verstehen und dementsprechende Systematiken der Analyse zu entwickeln.

Aufgaben und Voraussetzungen der Zeugnisvergabe:
Medien-Recherche zu Topoi und Topographien von Hinterlassenschaften deren Präsentation in der LV, Lektüren geschichtstheoretischer Literatur, Recherche zu ausgesuchten Dingen mittels ethnographischer Verfahren, deren Präsentation in der LV sowie dazu ein schriftlicher Abschlusstext.

Diese Lehrveranstaltung wird vorzugsweise als Vor-Ort-Lehre stattfinden. Sollten sich die Rahmenbedingungen Covid-bedingt ändern, wird eine hybride Form angeboten.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; kontinuierliche Anwesenheit (2x Fehlen erlaubt).
Die Punkte werden wie folgt vergeben:

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 50 von 100 möglichen Punkten zu erreichen.
Notenskala:
>= 87,5 sehr gut (1)
>= 75 gut (2)
>= 62,5 befriedigend (3)
>= 50 genügend (4)
< 50 nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20