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080019 UE B320 UE Historische Methoden: Forschen mit Selbstzeugnissen (2018W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Freitag 05.10. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 12.10. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 19.10. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 09.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 16.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 23.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 30.11. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 07.12. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 14.12. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 11.01. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 18.01. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
Freitag 25.01. 11:00 - 12:30 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Es bestehen gemeinhin gewisse Vorstellungen davon, was Selbstzeugnisse sind. Jede und jeder hat persönliche Bilder davon im Kopf oder auch eigene Erfahrungen damit. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, einen Überblick davon zu erarbeiten, wie Selbstzeugnisse als wissenschaftliche Quellen beforscht werden können.
Dazu wird einerseits die Vielfalt der verschiedenen Formate von Selbstdarstellung und -dokumentation abgesteckt. Behandelt werden sollen dabei (1) schriftliche Formen wie etwa Tagebücher, Briefe oder Memoiren, (2) Fotografien und Alben, (3) sogenannte ‚Homevideos‘ sowie (4) Oral-History-Interviews. Anhand von konkreten Beispielen werden Möglichkeiten ihrer wissenschaftlichen Auswertung besprochen. Es soll herausgefunden werden, welche historisch-kulturwissenschaftlichen Fragen an Selbstzeugnisse gestellt werden könnten und wo möglicherweise auch Grenzen liegen.
Hier muss andererseits auch geklärt werden, wo sich Selbstzeugnis-Quellen (außerhalb von privaten Zusammenhängen) überhaupt finden lassen? Eine Möglichkeit sind Editionen von Selbstzeugnissen, die als Bücher oder im Internet zugänglich sind. Eine andere Möglichkeit sind Originale, die in Archiven oder Sammlungen bereitgestellt werden. Es werden verschiedene solcher Sammeleinrichtungen (in Wien) vorgestellt. In Exkursionen wird gemeinsam erhoben, welche Materialien hier derzeit vorhanden sind und wie das Recherchieren in der jeweiligen Einrichtung funktioniert.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung (2x entschuldigtes Fehlen ist erlaubt)

Die Note setzt sich aus verschiedenen Teilleistungen zusammen:
*) Regelmäßige Teilnahme und mündliche Mitarbeit in den LV-Einheiten
*) Kurze schriftliche Zusammenfassungen von 4 ausgewählten wissenschaftlichen Texten
*) Mündliche Diskussion der wissenschaftlichen Texte in der LV
*) Kurze schriftliche Besprechungen von 3 Internetportalen, die Selbstzeugnisse online zur Verfügung stellen und von 1 Ausstellung
*) Erarbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen an verschiedene Quellen
*) Selbständige Recherche einer originalen Quelle in einer Sammlung oder einem Archiv (2-er-Gruppen)
*) kurze Hausarbeit (auf der Grundlage der bisherigen schriftlichen Beiträge)

Notenzusammensetzung
Die Gesamtpunktzahl (entspricht Prozentpunkten, 100 Punkte = 100 %) setzt sich zusammen aus allen (unterschiedlich gewichteten) Teilleistungen. (Nähere Informationen dazu in der LV.)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 50 von 100 Punkten zu erreichen.
Notenskala:
>= 87,5 sehr gut (1)
>= 75 gut (2)
>= 62,5 befriedigend (3)
>= 50 genügend (4)
< 50 nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Literatur

Literatur zur Einführung (auf Moodle)

Vida Bakondy: Durch die Schichten des Vergessens. Die Fotoalben der Hakoah-Schwimmerin Fritzi Löwy, in: Stimme. Magazin der Initiative Minderheiten, Nr. 81/2011, S. 16-17.

Thomas Etzemüller: Biographien. Lesen erforschen erzählen. Historische Einführungen. Frankfurt am Main 2012: Kapitel 4 "Die Performanz der Quellen", S. 80-101 und einem Auszug aus Kapitel 3 "Biografiegeneratoren"(3.3.: "Ego-Dokumente"), S. 62-67, S. 69-72.

Li Gerhalter: "Einmal ein ganz ordentliches Tagebuch"? Formen, Inhalte und Materialitäten diaristischer Aufzeichnungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in: Janosch Steuwer und Rüdiger Graf (Hg.): Selbstreflexionen und Weltdeutungen. Tagebücher in der Geschichte und der Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts, Göttingen 2015, S 64-85.

Renèe Winter: Video als auto-/biografisches Medium / Stephan Grundei: Déjà-vu – die Welt im Wohnzimmer / Renée Winter: Video und Gender (2017) auf: https://www.mediathek.at/wienervideorekorder/

(Die Texte warden auf Moodle bereit gestellt.)

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 26.02.2019 08:47