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Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

080022 UE Übungen zur Methodik der historischen Bauforschung (2017S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Details

max. 30 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 01.03. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 08.03. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 15.03. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 22.03. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 29.03. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 05.04. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 26.04. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 03.05. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 10.05. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 17.05. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 24.05. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 31.05. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 07.06. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 14.06. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 21.06. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 28.06. 16:00 - 17:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziel ist es, dass die Studierenden einen Überblick über die Methoden der historischen Bauforschung bekommen. Dabei sollen die unterschiedlichen Ansätze möglichst praxisorientiert im Seminarraum und im Rahmen von Exkursionen gemeinsam erarbeitet werden.
Ausgangspunkt der Thematik ist die Komplexität der interdisziplinären Bauforschung, die als berufliches Betätigungsfeld für Kunsthistoriker, Mittelalterarchäologen, Architekten, Historiker und Restauratoren gleichermaßen geeignet ist. Die Herausforderung besteht darin, als Absolvent einer dieser Studienrichtungen auch die für die Bauforschung relevanten Methoden der anderen Disziplinen zu beherrschen bzw. zumindest zu verstehen, um mit den Spezialisten der anderen Fachrichtungen diskutieren und die Einzelergebnisse einer Gesamtinterpretation zuführen zu können. In diesem Sinne werden folgende methodische Ansätze schrittweise analysiert: die planliche Bauaufnahme als Grundlage jeder Bauforschung; die bauarchäologische Methode als erster Schritt der historischen Bauforschung zur Bestimmung von Mauerwerksstrukturen und Stratigraphie; Dendrochronologie und Dendroprovenancing zur Bestimmung des Holzalters und der Holzherkunft; die kunsthistorische Analyse zur Datierung von Baudetails; die historische Methode zur Auswertung schriftlicher Quellen; die restauratorische Voruntersuchung zur Befundung von Innenraumschalen und Fassaden; naturwissenschaftliche Methoden (Thermolumineszenz, Geologie, Thermographie).
Über die interdisziplinären Kenntnisse hinaus werden praktische Fragen der neuen Richtlinien zur Bauforschung erörtert, die jüngst vom Bundesdenkmalamt herausgegeben wurden und konkrete Anforderungsprofile an den Bauforscher stellen, sowie der Alltag des freiberuflichen Bauforschers diskutiert (Auftragslage, notwendige logistische Voraussetzungen).
Zu Beginn der Übung findet eine Einführung in das Thema statt, um dessen Komplexität verständlich zu machen und um Organisatorisches (Exkursionen) zu besprechen. Ziel der Lehrveranstaltung kann nicht das Beherrschen aller Disziplinen der Bauforschung sein, sondern soll das Verständnis der Kunsthistoriker für die anderen Fachrichtungen und das Entwickeln der Fähigkeit sein, mit anderen Spezialisten konstruktiv zu dieser Thematik zu kommunizieren.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Im ersten Teil der Übung werden nach kurzen Impulsreferaten zu den einzelnen Disziplinen anhand vorgegebener Literatur praktische Übungen im Rahmen der Exkursionen durchgeführt (Handaufmaß, Mauerwerksdatierung, Transkribieren von Archivalien, …). Die Ergebnisse werden in einer Mappe gesammelt und am Ende der Lehrveranstaltung abgegeben. Im zweiten Teil werden Befunddokumentationen zu Objekten, die vom Lehrveranstalter bereits untersucht wurden (Raumbücher mit bauarchäologischen, kunsthistorischen und restauratorischen Angaben, Dendrolisten, transkribierte Archivalien) verteilt, von den Studierenden analysiert und daraus eine schriftliche Synthese verfasst (Bauforschungsbericht). Die Ergebnisse werden in Kurzreferaten präsentiert und schriftlich abgegeben. Bewertet wird auch die Mitarbeit und Diskussionsbereitschaft während der praktischen Übungen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die Studierenden müssen im Laufe der Lehrveranstaltung lernen, die Anforderungen und methodischen Möglichkeiten der historischen Bauforschung zu verstehen. Mit diesem Basiswissen und ihren eigenen Beobachtungen sollen Sie in der Lage sein, die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen kritisch zu hinterfragen und zu vernetzen.

Prüfungsstoff

Es handelt sich um eine prüfungsimmanente Lehrveranstaltung.

Literatur

Wird in der Lehrveranstaltung laufend zu den einzelnen Disziplinen bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 29.06.2017 13:49