Universität Wien FIND

080030 PS Fallstudie II/III: Rubens in Italien (n.K.) (2017W)

mit Exkursionen in die Wiener Sammlungen und die Rubens-Ausstellung im KHM

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

mit Exkursionen in die genannten Sammlungen

An/Abmeldung

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 04.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 11.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 18.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 25.10. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 08.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 15.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 29.11. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 06.12. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 13.12. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 10.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 17.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 24.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A
Mittwoch 31.01. 16:30 - 18:00 Seminarraum 5 d.Inst.f.Kunstg. (1.Stock) Uni-Campus Hof 9 3F-O1-22.A

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Studierenden sollen an Hand des reichsten Bestands an Rubens’schen Werken und italienischer Barockmalerei in den Wiener Sammlungen bzw. der im Herbst 2017 geplanten Rubens Ausstellung im Kunsthistorischen Museum (17.10. 2017-21.1.2018; 70 internationale Leihgaben) an einen der vielschichtigsten Meister der abendländischen Kunstgeschichte herangeführt werden. Besuche und Diskussion vor den Originalen des KHM, der Akademie-Galerie (ab Herbst verkürzt in deren Notquartier, d.h. im Theater-Museum des KHM am 1010 Lobkowitzplatz zu sehen), mit Extra- Erlaubnis im Liechtenstein-Palais in der Rossau (1090 Wien, Fürstengasse) und in der Rubens- Sonderausstellung des KHM sollen eine auch physische Vertrautheit mit den Bildern herstellen, die mit Powerpoint-Präsentationen nicht erreicht werden kann. Nachholbedarf bei Studierenden im Kontakt mit den Originalen.
Erstellung von historisch- physiognomischen Sammlungsprofilen der Wiener Bestände. Es sind die jeweiligen Schwerpunkte vorzustellen: fürs Kunsthistorische Museum einerseits die alten Bestände, die seit dem 17. und frühen 18. Jahrhundert in den habsburgischen Sammlungen nachweisbar sind, zum anderen jene zum grossen Teil monumentalen Gemälde, die nach der Auflösung des Jesuitenordens aus den südlichen, katholischen Niederlanden Ende des 18. Jahrhunderts nach Wien kamen.
Die reiche Sammlung der Akademiegalerie kam durch den Grafen Anton Lamberg Sprinzenstein um das Jahr 1800 zusammen. Diplomat an den Höfen in Turin und Neapel, sammelte er zum grossen Teil Bilder in kleinem Format, darunter auch sechs Modelle für die umfangreichste Unternehmung des Rubens nach seiner Rückkehr aus Italien, die Ausstattung der Jesuitenkirche in Antwerpen mit Deckenbildern und Altären. Lamberg vermachte seine Sammlung einer Lehrinstitution, der von ihm protegierten Akademie der Bildenden Künste in Wien.
Die Sammlung von Rubens- Bildern der Fürsten von Liechtenstein ist weltbekannt; sie wurde, so wie die Erwerbungen für die verschiedenen Residenzen der Wittelsbacher am Niederrhein, in Mannheim und in Bayern selbst, schon im 17. Jahrhundert in den Niederlanden erworben, der Zyklus um den römischen Konsul Decius Mus, das Zentralstück dieses Bereichs und bald umgewandelt in Tapisserien, ist von einer italienischen Gruppe von kommerziellen Händlern im späten 17. Jahrhundert erworben worden.
Der Aufenthalt des Rubens in Italien (Mantua, Genua, Rom) im ersten Jahrzehnt des 17. Jahrhunderts führte zur Ausbildung der spezifischen künstlerischen Physiognomie des Malers (italien . Malerei des 16. Jahrhunderts, die Carracci, Caravaggio).
Gerade sein Frühwerk hat durch Verkäufe im späten 19. und im 20. Jahrhundert, in den liechtensteinischen Beständen empfindliche Lücken hinterlassen.
Diskussion von Rubens’ Frühwerk in Italien und nach seiner Rückkehr in die Niederlande: Ankauf, Stiftung, Deaccessioning von Rubens-Bildern im Lauf der Geschichte.

Methodische Bemerkungen:
Einbettung des Rubens’schen Oeuvres in den historischen Zusammenhang von Reformation und Gegenreformation.
Kunstgeschichte des Vergleichs, aus dem sich als Ergebnis eine Relativierung alter das Rubens’sche Oeuvre belastender Clichés ergeben sollte.
Eingehende Berücksichtigung des materiellen Zustands des Kunstwerks unter Einbeziehung restauratorischer Ergebnisse.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Leistungsbeurteilung:
Wichtigstes Kriterium ist die aktive, ’furchtlose’ mündliche Teilnahme an der Diskussion vor den Originalen bzw. im Seminarraum 5 des KHI 1. Stock . Zwei Teilleistungen: jeweils ein mündlich zu haltendes Kurzreferat zu einem Thema aus dem Themenpool und dessen schriftliche Ausarbeitung (ca 10 Normseiten) mit Hilfe der kunstgeschichtlichen Literatur -Kenntnis (eine Liste wird bereitgestellt und Anfang des Semesters kommentiert).
Vom ganzen ‚Notenbogen’ der Beurteilung: Sehr gut - Nicht genügend wird ausgegangen.

Sprachkenntnisse: Englisch, zumindest passiv zur Kenntnis der kunstgeschichtlichen Literatur unabdingbar, Italienischkenntnisse von grossem Vorteil

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Prüfungsstoff

Literatur


Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 05.10.2017 10:08