Universität Wien

080030 VU M420 Wissen und Materialität: Was wissen wir über Dinge? (2021W)

Fragen an und Theorien zu materiellen Objekten von der Phenomenologie bis zum new materialism.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung
DIGITAL

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 50 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Update 08.09.2021: Terminänderungen

  • Freitag 01.10. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 29.10. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 12.11. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 26.11. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 10.12. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 21.01. 15:00 - 18:00 Digital
  • Freitag 28.01. 15:00 - 18:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ist eine Beinprothese Teil des Körpers der Person die sie Trägt? Und wie ist das, wenn diese neuronal gesteuert wird, also eine Schnittstelle zwischen den Nervenbahnen der Person und den elektrischen Schaltkreisen der Prothese besteht? Ist mit einem Herzschrittmacher ein Ding und das damit regulierte Herz Teil des Körpers? Und wo ist ein Herz einzuordnen, das gerade transplantiert wird?
Was macht ein materielles Objekt zu einem Ding und wie nahe können wir Menschen den Dingen kommen leiblich wie epistemologisch? In den letzten hundert Jahren sind Autor/inn/en unterschiedlicher Disziplinen diesen und ähnlichen Fragen nachgegangen. Verfolgt man die verschiedenen Stränge dieser Auseinandersetzung, wird die Verwobenheit von Menschen und Dingen bis hin zum Versuch diese Kategorien aufzulösen sichtbar.

In dieser Lehrveranstaltung werden, unterstürzt durch ausgewählte Texte, verschiede Strömungen und Denkansätzen zu den Dingen vorgestellt und so unterschiedliche theoretische Perspektiven auf materielle Kultur in den Blick genommen. Ziel ist es, analytische Fragen an die "Welt der Dinge" zu stellen und diese theoretisch konsistent zu bearbeiten. Vorträge der Lehrenden, die Präsentation und Besprechung der ausgewählten Lektüretexte durch die Teilnehmenden sowie gemeinsame Diskussionen und eigenständig zu verfassende schriftliche Analysen vermitteln die vielfältigen Argumentations- und Sichtweisen auf Materialität.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung, angekündigtes Fehlen an einem der Termine möglich, Anwesenheitskontrolle erfolgt über zufällig ausgeloste Sitzungsprotokolle.

Die Punkte (100) für die Prüfungsleistungen werden wie folgt vergeben:
Lektüre der Texte und aktive Mitarbeit: 20 Punkte
Protokoll mit thematischer Diskussion (ca. 3-seitig): 15 Punkte
Präsentation und Kontextualisierung der Texte: 20 Punkte
Beteiligung an Forums-Diskussionen: 15 Punkte
Abschlussessay (ca. 6-seitig): 30 Punkte

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 50 von 100 möglichen Punkten zu erreichen.

Notenskala:
>= 87,5 sehr gut (1)
>= 75 gut (2)
>= 62,5 befriedigend (3)
>= 50 genügend (4)
< 50 nicht genügend (5)

Prüfungsstoff

Die in der Veranstaltung besprochene Literatur und die dort entwickelten kulturanalytischen Perspektiven und Forschungsgegenstände.

Literatur

Allgemeine Literatur*:

Hans Peter Hahn, Materielle Kultur. Eine Einführung, Berlin 2014

Dan Hicks/Mary C. Beaudry (Hrsg.), The Oxford Handbook of Material Culture Studies, Oxford 2010

Stefanie Samida/Manfred K.H. Eggert/Hans Peter Hahn (Hrsg.), Handbuch Materielle Kultur. Bedeutungen, Konzepte, Disziplinen, Stuttgart 2014

* Die spezifischen zur Lektüre und Diskussion vorgesehenen Texte werden im Laufe des Seminars zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Fr 12.05.2023 00:14