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080039 SE Seminar: Theorien der Abstraktion in der klassischen Moderne (nst.K.) (2016W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

Im Zentrum des Seminars werden Texte von Piet Mondrian und Kasimir Malevic stehen. Dabei wird die Diskussion sich auf die Frage konzentrieren, in welchem Sinn und mit welchem Recht beide Künstler ihre abstrakten oder gegenstandslosen Bilder als Ausdruck eines neuen, andersartigen ("tieferen" oder "höheren") "Realismus" beschreiben. Was ist das "Reale", auf das das abstrakte Bild sich nach Mondrian und Malevic bezieht?
Zur Beantwortung dieser Frage werden eine Reihe ergänzender Texte diskutiert: Parallele Begründungsversuche abstrakter Kunst in der frühen Moderne (vom Neo-Impressionismus über den Kubismus bis zum russischen Konstruktivismus), philosophische Texte zu den Begriffen der Realität und des subjektiven Bewusstseins von ihr (von Nietzsche bis Bergson), soziologische Texte zur Transformation der Realitätserfahrung in der Großstadt und durch die industrielle Produktion (Georg Simmel, Karl Marx) - sowie Texte zu wissenschaftlichen Theorien des Lichts und der Wahrnehmung aus dem 19. Jahrhundert (insb. Hermann von Helmholtz).

Die Texte werden durch Thesenpapiere und kurze Inputs vorgestellt und im Seminar gemeinsam diskutiert. Da uns vor allem die Beziehungen zwischen den verschiedenen Texten interessiert, ist die Bereitschaft zur intensive Lektüre aller Texte eine Teilnahmebedingung. Die Leistungsüberprüfung erfolgt durch Thesenpapiere, Referate und Protokolle (etwa Rückblick und Synthese zum Material/der Diskussion zweier Seminarsitzungen). Themen für schriftliche Seminararbeiten können an die einzelnen Sitzungen anschließen, sind aber nicht fix an die Referate etc. gebunden, sondern werden von den Teilnehmer/innen im Lauf des Semesters selbst entwickelt und gelegentlich vorgestellt.

Details

max. 12 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Zu Beginn zwei Sitzungen mit 1 Woche Abstand; danach - ab 4.11. 14-tägig.

Freitag 07.10. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 14.10. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 04.11. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 18.11. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 02.12. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 16.12. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 13.01. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27
Freitag 27.01. 10:00 - 14:00 Seminarraum 4 d. Inst. f. Kunstgeschichte (1. Stock) UniCampus Hof 9 3F-O1-27

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Teilnehmer erwerben die Fähigkeit zur präzisen und vorsichtigen Interpretation und historischen Einordnung theoretischer Texte von Künstlern und anderer Autoren - unter Beachtung der unterschiedlichen Textgattungen und mit Blick auf die betreffenden Kunstwerke.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Da uns vor allem die Beziehungen zwischen den verschiedenen Texten interessiert, ist die Bereitschaft zur intensive Lektüre aller Texte eine Teilnahmebedingung.
Die Leistungsüberprüfung erfolgt durch Thesenpapiere, Referate und Protokolle (etwa Rückblick und Synthese zum Material/der Diskussion zweier Seminarsitzungen). Themen für schriftliche Seminararbeiten (c. 40.000 Z.) können an die einzelnen Sitzungen anschließen, sind aber nicht fix an die Referate etc. gebunden, sondern werden von den Teilnehmer/innen im Lauf des Semesters selbst entwickelt und gelegentlich vorgestellt.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Argumentativ kohärente, eigenständige, deskriptiv präzise (sachgemäße) und sprachlich fehlerfreie Darlegung von Textinhalten, von Eigenschaften der Werke sowie des Inhalts der Diskussionen im Seminar (im Protokoll). Argumentativ kohärente, eigenständige, deskriptiv präzise (sachgemäße) und sprachlich fehlerfreie Beschreibung und Analyse bzw. Interpretation - unter Berücksichtigung von Quellen und einschlägiger Literatur - eines oder mehrerer (abstrakter) Bilder oder theoretischer Texte der frühen Moderne.

Prüfungsstoff

Kunsttheoretische, wissenschaftstheoretische, philosophische und soziologische Texte sowie visuelle Kunstwerke (insb. Gemälde) der frühen Moderne.

Literatur

Deutsch und Englisch. Sehr gute Lektürekompetenz im Deutschen und Englischen ist Teilnahmevoraussetzung; Französisch-, Niederländisch- und insb. Russischkenntnisse wären sehr hilfreich.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 28.03.2017 12:48