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080050 VO Bild und Projektion (n./nst.K.) (2018S)

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Dienstag 06.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 13.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 20.03. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 10.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 17.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 24.04. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 08.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 15.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 29.05. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 05.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 12.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03
Dienstag 19.06. 13:15 - 14:45 Hörsaal C1 UniCampus Hof 2 2G-O1-03

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Ziele:
Die Studierenden erfassen sachliche und historische Zusammenhänge zwischen den Methoden des Fachs Kunstgeschichte und der Struktur und Geschichte eines seiner zentralen Gegenstände: perspektivischer Bilder; daraus folgt eine gesteigerte Lektürekompetenz in Bezug auf kunsthistorische und kunsttheoretische Texte und die gesteigerte Fähigkeit, eigene Fragestellungen methodisch sicher auszuarbeiten und zu vertreten; die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Bild und Projektion und seiner langen Geschichte soll zudem Mittel der kritischen Analyse der heutigen (künstlerischen und außerkünstlerischen) Bildwelt liefern.

Inhalte:
Die primären Gegenstände kunsthistorischer Forschung sind Artefakte der ferneren und näheren Vergangenheit - oft materiell fixierte Bilder. Welche Verfahren (Methoden) hat das Fach entwickelt, um sich diesen Objekten anzunähern, sie in ihrer historischen Bestimmtheit zu fassen und sie für eine jeweilige Gegenwart zum 'Sprechen' zu bringen? Die Vorlesung wird ausgehend von einigen klassischen Texten von Erwin Panofsky in Grundfragen kunsthistorischer Methodik einführen und sie vor dem Hintergrund des heutigen Überflusses ephemerer, an kein materielles Trägermedium gebundener Bilder situieren. Was können wir angesichts unserer digitalen Bildkultur von der Kunstgeschichte, die sich mit so andersartigen Gegenständen befasst, lernen?
Zur Ausarbeitung dieser Frage werden im Hauptteil der Vorlesung Kunstwerke im Zentrum stehen, die seit den 1960er Jahren das wichtigste Darstellungsmodell der Kunst der europäischen Neuzeit, nämlich die Zentral- oder Linearperspektive wiederaufgenommen haben. Es wird um Film- und Videoinstallationen, Diaprojektionen, Fotografien, architektonische Arbeiten/Installationen von Künstler/innen wie Dan Graham, Michael Snow, Jeff Wall, Jean-Luc Godard, Anthony McCall, Dara Birnbaum u.a. gehen. Es handelt sich also um Bilder, die auf Techniken der (Licht-)Projektion basieren, in die die in der frühen Neuzeit entwickelte mathematische Perspektivlehre eingegangen ist. Die theoretischen Modelle, die im Umgang mit solchen Werkformen entwickelt wurden, Modelle, die auf die Kinotheorie, auf die Psychoanalyse und auf die marxistische Ideologiekritik der 60er Jahren zurückgreifen, stellen einen zweiten Schwerpunkt der Methodendiskussion dar, die die Vorlesung verfolgt. Es geht in diesen Theorien zentral darum zu beschreiben, wie (projizierte) Bilder menschliches Bewusstsein und Begehren formieren - oder auch deformieren.
Die Untersuchung des Zusammenhangs von Bild und Projektion in der Kunst der letzten Jahrzehnte wird mit Rückblicken auf die Entstehung und die Deutungsgeschichte der perspektivischen Darstellungsform verknüpft, die für die Entwicklung der klassischen Kunstgeschichte zentral geworden ist. Hier kehrt die Vorlesung zu Erwin Panofsky zurück, der in einem der einflussreichsten Texte der neueren Kunstgeschichte die Perspektive als ‚symbolische Form' neuzeitlicher Subjektivität gefasst hat. Vorm Hintergrund der diskutierten Zusammenhänge von Bild, Subjektivität und Projektion versucht die Vorlesung abschließend Funktion und Struktur gegenwärtiger digitaler Bilder theoretisch zu umreißen.

Methoden: Textexegese, Diskursanalyse, Werkanalysen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Kombination von MC-Test und offenen Fragen; erlaubte Hilfsmittel: Wörterbuch (für Nichtmuttersprachler/innen)

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Bereitschaft zur begleitenden (auch wiederholten) Lektüre der angegebenen Literatur; genaue Kenntnisse der diskutierten Texte und Werke; Fähigkeit die dargestellten theoretischen Zusammenhänge und historischen Fakten wieder zu erkennen und eigenständig zu reformulieren.

Prüfungsstoff

Kunstwerk mit 'projiziertem Bild' seit den 1960er Jahren; Kunstwerke und Perspektivtheorie der Renaissance; kunsthistorische Texte von Erwin Panofsky bis George Baker und anderen; (bild-)theoretische von Platon to Louis Althusser.

Literatur

Wird über Moodle zur Verfügung gestellt.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Do 04.10.2018 11:47