Universität Wien

080069 VO+UE B520 Kultur und Raum: Die "Landler". Schicksal einer Minderheit (2016S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Termin für die Tagesexkursion nach Bad Goisern nach Absprache (gilt als Doppeltermin)

  • Mittwoch 09.03. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 16.03. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 06.04. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 13.04. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 20.04. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 27.04. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 04.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 11.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 18.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 25.05. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 01.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 08.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 15.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 22.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Mittwoch 29.06. 12:45 - 14:15 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als "Landler" bezeichnen sich jene Nachkommen von Protestanten aus Oberösterreich, Kärnten und Steiermark, die in mehreren Schüben im 18. Jahrhundert nach Siebenbürgen, heute Rumänien, transmigriert und in drei westlich von Hermannstadt (Sibiu) gelegenen Dörfern, Neppendorf (Turnisor), Großau (Cristian) und Großpold (Apoldu de Sus) angesiedelt wurden. Hier konnten die "Landler" dank spezifischer aus der "Heimat" mitgebrachter Identitätsmerkmale ihre Eigenständigkeit innerhalb der sächsischen und rumänischen Mehrheitsbevölkerung über 200 Jahre bewahren. Nach 1990 ergriff jedoch die überwiegende Mehrheit der "Landler" die Chance zur Auswanderung nach Deutschland und Österreich, wo sie nun Gefahr laufen, ihre Identität zu verlieren. Doch auch für die wenigen in den Landlerdörfern gebliebenen ergibt sich ein Kampf ums Überleben in einer völlig veränderten Situation.
Am Beispiel der "Landler" gibt die Lehrveranstaltung Einblick in die Geschichte der Transmigration als Teil einer Deportationsgeschichte innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie. Ihre Ansiedlung und die Selbstbehauptung als Minderheit mit eigenständiger religiöser, gesellschaftlicher und kultureller Ausprägung innerhalb eines vielschichtigen Umfeldes berührt Fragen des Kulturtransfers. Der zweifache Verlust der Heimat manifestiert sich in einer speziellen Erinnerungskultur und in einer Musealisierung. In diesem Spannungsfeld kommt der Vernetzung und Kommunikation eine besondere Rolle zu.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Lehrveranstaltung ist prüfungsimmanent; kontinuierliche Anwesenheit (2x Fehlen erlaubt).
Für den erfolgreichen Abschluss der LV sind zumindest 50 von 100 möglichen Punkten zu erreichen. Punkte werden wie folgt vergeben:

20 Punkte für die Mitarbeit
20 Punkte für ein Literaturreferat 30 Punkte für das Protokoll über den Museumsbesuch 30 Punkte für eine eigenständige schriftliche Recherche
Notenskala:
= > 87,5 sehr gut (1)
= > 75 gut (2)
= > 62,5 befriedigend (3)
= > 50 genügend (4)
< 50 nicht genügend (5) .

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Kenntnis der einschlägigen Literatur, eigenständige Recherche, Teilnahme am Besuch des Landlermuseums in Bad Goisern (Tagesexkursion), aktive Teilnahme

Prüfungsstoff

einzelne Themengebiete an Hand von Literatur referieren, Protokoll über den Besuch des Landlermuseums, Dokumentation über die gegenwärtige Situation der "Landler"

Literatur

Die Literatur zur Lehrveranstaltung wird zu Semesterbeginn bekanntgegeben und im Handapparat der Bibliothek bereitgestellt. Lektüre zur Einstimmung:
Martin Bottesch, Franz Grieshofer, Wilfried Schabus (Hgg.): Die Siebenbürger Landler. Eine Spurensicherung. 2 Bde. Wien, Köln, Weimar 2002

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

B520 und EC 210 Kulturanalysen des Alltags

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31