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080075 SE Seminar: Persische Malerei vom Spätmittelalter bis in die Neuzeit (au.K.) (2013S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

max. 20 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Mittwoch 13.03. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 20.03. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 10.04. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 17.04. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 24.04. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 08.05. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 15.05. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 22.05. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 29.05. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 05.06. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 12.06. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 19.06. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Mittwoch 26.06. 14:30 - 16:00 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Lehrveranstaltung stellt in chronologischer und thematischer Folge die Buchmalerei des 14.-17. Jahrhunderts in den Mittelpunkt. Mit "persischer Malerei" sind Bilder in Büchern persischer Sprache gemeint, die in jener Zeit nicht nur in Iran ("Persien"), sondern auch in anderen Regionen mit Persisch als einer Kultursprache entstanden. Behandelt werden Beispiele aus Zentren der Ilchane und Jalairiden in Iran und Irak, der Timuriden in Zentralasien und der Safawiden in Iran. Ungeachtet kultureller, ethnischer, sprachlicher und religiöser Unterschiede der Bevölkerung dieser Regionen lässt sich die Malerei illustrierter Luxushandschriften, die für islamische Fürsten entstanden, als eine gemeinsame Tradition und Teil einer Hochkultur betrachten, in der die Werke und die Meister eines Zentrums zum Vorbild in einem anderen werden konnten.
Thematisiert werden stilistische Merkmale, der Zusammenhang von Bildthemen und Text, und die legitimierende Funktion von Bildprogrammen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Frage nach der formalen und inhaltlichen Beziehung von Natur und Mensch im Bild. Im Vergleich mit der Malerei anderer Kulturen Asiens erscheint die Darstellung von Landschaft und Natur als ein charakteristisches Merkmal persischer Malerei, das in der Forschung wenig thematisiert wurde: Wie werden Menschen formal, in einer Handlung und mit Emotionen, wie werden Naturelemente dargestellt; wie werden Natur und Mensch aufeinander bezogen?
Die Beschreibung und begriffliche Fassung soll den Überblick einer stilistischen Periodisierung und der Abgrenzung von "Malschulen" und Meistern um einen für persische Malerei wichtigen thematischen Aspekt ergänzen. Neben möglichen externen Vorbildern lässt sich nach innerkulturellen, autochthonen Faktoren fragen. Als möglichen Ausgangspunkt der Deutung und als Quelle der Ikonographie lassen sich persische Dichtung und ihre Verklammerung von Mensch und Natur und Naturmetaphorik in den Blick nehmen; sie stellt auch einen Großteil der mit Bildern illustrierten Texte.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Gruppenreferat, eigenständiges Referat und darauf basierende schriftliche Hausarbeit. Substanzielle Beteiligung an der Diskussion und am Peer-Feedback. Regelmäßige Teilnahme.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Das Seminar bietet einen Einstieg in Aspekte der Kunst der Buchmalerei in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen islamischen Kulturen. Es führt ein in die wissenschaftliche Diskussion um Entwicklungen und Merkmale wesentlicher Stilperioden persischer Buchmalerei und um einige ihrer Funktionen. Beschreibende Analyse wird geübt, um ausgehend von literarischen Aspekten auf die Forschungsfrage nach dem metaphorischen Zusammenhang von Natur und Mensch im Bild einzugehen.

Prüfungsstoff

In einem einführenden Teil werden mit Gruppenreferaten und gemeinsamer Lektüre Rahmenaspekte behandelt. Im folgenden zweiten Teil mit individuellen Referaten bilden jeweils konkrete Beispiele illustrierter Manuskripte den Ausgangspunkt der Diskussion. Ein Fazit sucht wesentliche Aspekte auf den Punkt zu bringen. Geübt werden die Entwicklung von Fragestellungen auf der Basis eigenständig beschreibender Analyse und eines reflektierten Umgangs mit Forschungsliteratur. Ausreichend Zeit vorausgesetzt, ist als Kurzexkursion eine Veranstaltung vor Originalen in einer Wiener Sammlung geplant.

Literatur

ALLGEMEIN: Oleg Grabar 2000, Mostly Miniatures: An Introduction to Persian Painting, Princeton. David Roxburgh 2003, "Toward a Visual Logic of Persianate Painting", RES: Anthropology and Aesthetics 43, 12-30. Eleanor Sims u.a. 2002, Peerless Images: Persian Painting and Its Sources, New Haven. Sheila Blair und Jonathan Bloom 1994, The Art and Architecture of Islam: 1250-1800, New Haven, 25-35, 57-66, 165-176, 178-181. Basil Gray 1961, Persische Malerei, Genf.

NATUR UND MENSCH: Priscilla Soucek 1980, "The Role of Landscape in Iranian Painting to the 15th Century", in: William Watson (Hg.), Landscape Style in Asia, London (Colloquies on Art and Archaeology in Asia; 9), 86-110. Hellmut Ritter 1927, Über die Bildersprache Nizamis, Berlin. Annemarie Schimmel 1984, Stern und Blume: Die Bilderwelt der persischen Poesie, Wiesbaden.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31