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080083 SE Seminar: Sozialer Wohnbau in Wien, Teil II: 1934-1984 (nst./zeu.K.) (2020W)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

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Details

Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Vorbesprechung am FR 02.10.2020, 10.00 Uhr im Seminarraum 1

Freitag 02.10. 10:00 - 11:30 Seminarraum 1 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-07
Donnerstag 08.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 15.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 22.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 29.10. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 05.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 12.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 19.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 26.11. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 03.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 10.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 17.12. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 07.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 14.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 21.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Donnerstag 28.01. 09:00 - 10:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Als 'sozial' werden gewöhnlich solche Formen von Wohnbau bezeichnet, die unter Verwendung öffentlicher Mittel dem Ziel dienen, möglichst vielen, im Idealfall allen Menschen der betreffenden Stadt oder Region ein Wohnen zu ermöglichen, das finanziell erschwinglich und gemäß den jeweils vorherrschenden Vorstellungen 'gesund' oder 'vollwertig' ist, zu 'Wohnzufriedenheit' führt etc. Zu den als positiv erachteten Merkmalen (die in der Regel von mehr oder weniger deutlich markierten Mißständen abgehoben werden) können auch soziale Effekte der Architektur gehören, inbesondere 'gemeinschaftsbildende' Wirkungen oder die Ermöglichung von Formen des Zusammenlebens, die über etablierte Familienstrukturen hinausweisen. Sofern letzteres der Fall ist, überschneidet sich der Begriff des sozialen Wohnbaus mit demjenigen des gemeinschaftlichen Lebens ('collective living'). In die Bestimmungen des sozialen Wohnbaus gehen jedenfalls normative Gehalte ein, die ihre je eigene Geschichte haben.
Die Stadt Wien blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte des sozialen Wohnbaus zurück und erlaubt es wie kaum ein anderer Ort, sich mit den betreffenden Phänomenen (kunst-)historisch auseinander zu setzen. Während das berühmte Wohnbauprogramm des 'Roten Wien' von kunsthistorischer Seite mehrfach untersucht wurde -- die einschlägigen Studien Manfredo Tafuris und Eve Blaus sind auch in methodischer Hinsicht richtungsweisend --, steht die Erforschung späterer Entwicklungen bis hin zur Gegenwart erst am Anfang.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars wird im Bereich der Nachkriegsmoderne und beginnenden Postmoderne liegen. Die Architekten, deren Werke und Konzepte zu untersuchen sein werden -- beispielsweise Roland Rainer, Carl Auböck, Harry Glück, Ottokar Uhl, Hedy Wachberger, Rob Krier... --, zeichnen sich durch sehr markante, zum Teil radikal voneinander abweichende Auffassungen von Architektur und Wohnbau aus. Die im Seminar erprobte Herangehensweise wird aber nicht biographisch, sondern strikt werk- und textbezogen sein. Architektonische Formen sollen anhand ausgewählter Beispiele präzise beschrieben und auf ihre historischen Möglichkeitsbedingungen hin befragt werden. Das schließt selbstverständlich auch die Untersuchung ökonomischer, politischer, technischer und diskursiver Kontexte mit ein. Einschlägige Stichwörter heißen nicht nur 'Gesundheit', 'Wohnzufriedenheit' oder 'Gemeinschaftsbildung' (siehe oben), sondern auch 'Montagebau', 'Typisierung vs. Typologie', 'Partizipation', 'Zersiedelung', 'Stadtraum'...
Um die Geschichte des Wiener Wohnbaus verstehen zu können, wird es nötig sein, zeitgleiche Entwicklungen an anderen Orten im Auge zu behalten. Das Seminar wird daher auch Gelegenheiten bieten, sich mit dem von Kenny Cupers vorbildlich untersuchten 'sozialen Projekt' der Nachkriegsarchitektur in Frankreich oder mit Werken und Konzepten von Atelier 5 oder Nicolaas John Habraken auseinander zu setzen.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- aktive Beteiligung an Diskussionen
- Referat und Präsentation (diesmal im home-learning modus)
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (etwa 40.000 Zeichen Fließtext)
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht (sofern sie unter den aktuellen Bedingunegn relevant ist). Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist ein schriftlicher Nachweis vorzulegen.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht werden.
- Seminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann der/die Lehrveranstaltungsleiter/in Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Arbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.
Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 15%
- Referat und Präsentation 30 %
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 55%

Prüfungsstoff

Es handelt sich um eine prüfungsimmante LV.

Literatur

Eine ausführliche Literaturliste wird bei der ersten Sitzung ausgeteilt. Zum Einstieg:
Wolfgang Kemp: Architektur analysieren. Eine Einführung in acht Kapiteln. München: Schirmer/Mosel 2009;
Andreas Rumpfhuber und Michael Klein (Hrsg.): Modelling Vienna: real fictions in social housing. Wien: Turia & Kant, 2015.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 28.09.2020 17:48