Universität Wien FIND

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080097 UE Übung: Moderne im Material - Material der Moderne. (2021S)

Materialien und Techniken kunstgewerblicher Objekte in der angewandten Kunst der Wiener Moderne 1890-1930

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 04.03. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 18.03. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 15.04. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 29.04. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 20.05. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 27.05. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 10.06. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 17.06. 14:00 - 16:00 Digital
Donnerstag 24.06. 14:00 - 16:00 Digital

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Im Sinne der Gesamtkunstwerkidee wurde die angewandte Kunst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zum Experimentierfeld des Stilwandels. Als Mustersammlungen zur Reform der angewandten Kunst entstanden ab 1851 die ersten Kunstgewerbemuseen, 1863 auch das k. k. Österreichische Museum für Kunst und Industrie in Wien, das heutige MAK.
Form, Gestaltung, Material werden zu beherrschenden Themen in der Diskussion über die angewandte Kunst. Im Dialog mit Architektinnen und Architekten, Gestalterinnen und Gestaltern, die auch an der dem Museum angeschlossenen Kunstgewerbeschule Musterzeichner für die Kunstindustrie unterrichten, findet der neue Stil in der angewandten Kunst der Wiener Moderne zur Form. Die Secession, die Wiener Werkstätte, der Deutsche und Österreichische Werkbund bringen als Reformkunstbewegungen einen neuen Zugang zur angewandten Kunst mit sich. Der Gestalter wird nun zum medial versierten Propagator des eigenen Werkes.
Die so entstandenen Objekte der angewandten Kunst der Wiener Moderne wurden zu Trägern der modernen Formgebung: Materialien wie Glas, Keramik, Textil, Holz, edle und unedle Metalle bis zu Halbedelsteinen werden allein schon durch ihre Wahl und neue Bearbeitungsmethoden zu Bedeutungsträgern. Kunsttheorie, Fertigungsmethoden, Materialbedingtheiten und Ideologie konditionieren das Neue.

Eine Lesung der oft nur als Beiwerk apostrophierten Objekte als Träger des Stils entspricht auch der heutigen musealen Methodik. Die Studentinnen und Studenten sollen Zugänge zum Objekt über Material-, Fertigungs-, Stil- und Formanalyse zu erschließen lernen.
Anhand von ausgewählten Objekten aus der Schausammlung des Museums für angewandte Kunst, Wien soll dieser zeitspezifischen Gestaltfindung nachgegangen werden. Die Studentinnen und Studenten sollen Zugänge zum Objekt über Material-, Fertigungs-, Stil- und Formanalyse zu erschließen lernen.
Neben einer Auseinandersetzung mit den spezifischen handwerklichen Bearbeitungstechniken mit neuen Methoden, die von den Entwerfern um 1900 mit den Handwerkern in enger Zusammenarbeit entwickelt wurden, werden auch Fragen wie Materialreinheit, Wirkung des Materials und die Suche nach Klarheit der Form und Wirkung des Ornaments erörtert.
Die Themen reichen von der Stellung der angewandten Kunst im Werk Otto Wagners und seiner Schule, den Ornamentdiskurs und gestaltende Propagatoren wie Adolf Loos, Josef Hoffmann, Josef Frank, Dagobert Peche, Oskar Strnad zu den neuen Reformkunstbewegungen wie Secession, Wiener Werkstätte, Artel, Österreichischer Werkbund, bis zu den weiblichen Positionen in der angewandten Kunst der Wiener Moderne.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Einarbeitung in die Thematik
Erarbeiten eines Referates zu einem ausgewählten Objekt aus der Schausammlung des MAK unter Beachtung der Form- und Materialthematik
Präsentation eines Referates vor dem Objekt bzw. als Power Point in digitaler Form
Abgabe einer schriftlichen Arbeit nach dem Referat

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht. Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist ein schriftlicher Nachweis vorzulegen.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht werden.
Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 15%
- Referat und Präsentation 40 %
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 45%

Prüfungsstoff

In der Übung behandelte Literatur
Beurteilungsgrundlage bilden aktive Beteiligung an Diskussionen in der LV, Referat und Präsentation, Qualität der schriftlichen Hausarbeit.

Literatur

Literaturliste wird zur Einführungsveranstaltung zugänglich gemacht

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 02.03.2021 07:27