Universität Wien FIND

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie können kurzfristige Änderungen bei Lehrveranstaltungen und Prüfungen (z.B. Absage von Vor-Ort-Lehre und Umstellung auf Online-Prüfungen) erforderlich sein. Melden Sie sich für Lehrveranstaltungen/Prüfungen über u:space an, informieren Sie sich über den aktuellen Stand auf u:find und auf der Lernplattform moodle. ACHTUNG: Lehrveranstaltungen, bei denen zumindest eine Einheit vor Ort stattfindet, werden in u:find momentan mit "vor Ort" gekennzeichnet.

Regelungen zum Lehrbetrieb vor Ort inkl. Eintrittstests finden Sie unter https://studieren.univie.ac.at/info.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

080102 PS Fallstudie II/III: Wiener Synagogen (nst.K.) (2021S)

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first serve").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Aufgrund der derzeitigen Corona-Maßnahmen wird diese Fallstudie bis auf Weiteres ausschließlich digital stattfinden.
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Update: Am 15.06.2021 und 22.06.2021 finden freiwillige Einheiten in Präsenz innerhalb des Wiener Stadtgebietes statt. Treffpunkte und länge der Einheiten werden jeweils auf Moodle bekannt gegeben. Die letzte Einheit am 29.06.2021 findet wieder regulär über Zoom statt.

Dienstag 09.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 16.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 23.03. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 13.04. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 20.04. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 27.04. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 04.05. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 11.05. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 18.05. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 01.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 08.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 15.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 22.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20
Dienstag 29.06. 11:00 - 12:30 Seminarraum 2 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-20

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Bis zur gewaltsamen und systematischen Vertreibung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus, zählte die Wiener jüdische Gemeinde zuweilen 200,000 Personen oder umgerechnet 10 Prozent der städtischen Bevölkerung. Weltweit war Wien damit eines der bedeutendsten jüdischen Zentren. Dies spiegelte sich auch im Stadtbild wider. Vor allem in der Leopoldstadt prägten monumentale Synagogen das Straßenbild, die auch weltweit wichtigen Vorbildcharakter hatten und in unzähligen ‚Kopien‘ architektonisch referenziert wurden. Bis 1938 wurden 22 eigenständige Synagogen in Wien erbaut und weitere ca.100 kleinere Gebetsräume genutzt. Nahezu alle wurden während der Novemberpogrome 1938 zerstört.

In dieser Fallstudie werden die Teilnehmenden
1. einen Einblick in die architektonische Gattung ‚Synagoge‘ bekommen und sich den spezifischen Eigenschaften und Anforderungen dieser eigenständigen Bauaufgabe aus architekturhistorischer Sicht widmen,
2. sich mit dem jüdischen Wien in seinem städtebaulichen und architekturhistorischen Kontext beschäftigen,
3. sich Gedanken über den Umgang mit zerstörten Monumenten machen,
4. sich mit der Frage von Referentialität, der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der vorhandenen Quellen und der Sinnhaftigkeit sowie den (Un-)Möglichkeiten von Rekonstruktionen beschäftigen, und
5. zentrale architekturhistorisch relevante Protagonist:innen und Synagogenbauten vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre kennenlernen.

Anhand dieser Fallstudie werden die Studierenden ihre Kompetenzen in Bezug auf die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, die Methoden der Kunstgeschichte, die genaue Betrachtung sowie Analyse von Objekten und Monumenten, die Kenntnis architekturhistorischen Fachvokabulars, die kritische Auseinandersetzung mit der Primär- und Sekundärliteratur und das Verfassen wissenschaftlicher Texte weiter ausbauen und vertiefen.

Zu den Methoden der Kunstgeschichte, die hier Anwendung und Einübung finden werden, zählt insbesondere die formale Beschreibung sowie Analyse und Interpretation von Monumenten und städtebaulichen Kontexten in mündlicher sowie schriftlicher Form. Durch gemeinsame Textlektüre werden die Studierenden an quellenkritisches Lesen herangeführt und die vertiefende Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Argumentationsführung wird mithilfe des Herausarbeitens und Sammelns zentraler Textaussagen geschärft. In Gruppendiskussionen sowie Referatsbeiträgen wird eine eigene Position entwickelt und wissenschaftlich begründet, und diese schließlich in Form einer schriftlichen Arbeit ausformuliert und umgesetzt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- aktive Beteiligung an Diskussionen während der (Präsenz- und) virtuellen Einheiten
- Referat mit visueller Präsentation (Powerpoint o.ä.)
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (Fallstudien: 15.000-20.000 Zeichen Fließtext)
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht bei den Präsenz- und Konferenzschaltungen. Bei Absenz wegen Krankheit oder einer familiären Ausnahmesituation ist ein schriftlicher Nachweis vorzulegen. Bei mehr als drei Fehlzeiten erfolgt eine negative Benotung.
- aktive Beteiligung an Diskussionen während der (Präsenz- und) virtuellen Einheiten
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht werden.
- Seminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann die Lehrveranstaltungsleiterin Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Arbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.

Beurteilungsmaßstab:
- Referat und Präsentation 30 %
- Schriftliche Arbeiten 70%, davon:
a) Vorbereitung von regelmäßigen Kurzaufgaben: 30%
b) Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 40%

Notenschlüssel:
100 - 87,6 % = 1, sehr gut
87,5 - 75,1 % = 2, gut
75,0 - 62,6 % = 3, befriedigend
62,5 - 50 % = 4, genügend
49,9 - 0 % = 5, nicht genügend

Prüfungsstoff

N/A

Literatur

Lesekompetenzen des Deutschen und des Englischen sind für das Verständnis der Literatur eine Mindestvoraussetzung. Grundlegende Literatur sowie Leseaufgaben werden auf Moodle bekannt gegeben.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: So 13.06.2021 13:48