Universität Wien FIND

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080107 SE Seminar: Die Niederländische und Flämische Malerei des 17. Jahrhunderts (n.K.) (2020S)

Von Rubens bis Rembrandt...

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Details

max. 22 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Donnerstag 05.03. 13:00 - 16:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Freitag 03.04. 14:00 - 18:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Samstag 04.04. 10:00 - 14:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Montag 04.05. 10:00 - 14:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Freitag 15.05. 13:00 - 16:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25
Samstag 16.05. 10:00 - 14:00 Seminarraum 3 d. Inst. f. Kunstgeschichte UniCampus Hof 9 3F-EG-25

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Dieser Überblick über die künstlerischen Entwicklungen der niederländischen und parallel der flämischen Kunst des 17. Jahrhunderts berührt alle Gattungen der Malerei. Auch an berühmten Künstlernamen ist diese Epoche kaum zu übertreffen: Von Rembrandt bis Rubens. Für Wien sorgte vor allem Erzherzog Leopold während seiner Zeit in Flandern mit seiner ausgeprägten Sammelleidenschaft dafür, dass hier Beispiele aus allen Themengebieten der Malerei und Landstrichen der Kunst in Kurzreferaten (20 min) zum Teil auch im Museum vor den Objekten vorgestellt und diskutiert werden können.
Nach einem Einblick in die politisch und kulturell höchst spannende Situation der jungen Nation wird auch die veränderte Lage der Künstler in den Blick genommen (Ansehen, Ausbildung, Marktlage). Demgegenüber muss die Situation in Flandern betrachtet werden. Rubens und van Dyck sind hier herausragende Vertreter. Rubens priesen schon seine Zeitgenossen als "Gott der Maler", und bis heute kann Rubens als "Inbegriff barocker Malerei" gelten.
Wichtig ist dabei die permanente Reflexion der angewendeten Interpretationsansätze. Eine Beschäftigung mit den wichtigsten Vertretern verschiedener Methoden zur Bildanalyse ist hierfür unverzichtbar. Auch die wichtigste Traktatliteratur der Zeitgenossen wird für eine Erweiterung der Kenntnisse der Maltechniken und Kompositionsprinzipien hinzugezogen. Ergänzend ist die Beschäftigung mit Fragen der Ikonographie. Die Künstler und Künstlerinnen werden somit vom Werk her erforscht. Zeitgenössische Quellen werden hinzugezogen. Auch Fragen der Tradierung und Vermittlung der entsprechenden Künstlerbilder (insbes. bei Rembrandt und Frans Hals) werden angesprochen. Dabei wird auch auf die Ausbildung und die gesellschaftliche Stellung von Malerinnen insbesondere in Holland eingegangen.
In jeder Sitzung wird somit ausgehend von Gemälden des Kunsthistorischen Museums und Artikeln der aktuellen Forschung das Thema des Seminars beleuchtet. Dabei werden die Thesen der Autor_Innen im Abgleich mit einem oder mehreren Kunstwerken diskutiert und evaluiert. In grundlegenden Texten werden wir auch die Argumente kennenlernen, die zum Teil bis zur Mitte des 19. Jh zur Ablehnung der Gattungen und Narrationen führten. Geübt werden besonders die Analyse kunsttheoretischer Argumente, das eigene Argumentieren und das Herstellen von Beziehungen zwischen theoretischem Argument und konkretem Werk.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

- aktive Beteiligung an Diskussionen
- Referat und Präsentation
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit (etwa 40.000 Zeichen Fließtext)
- Mit der Anmeldung zu dieser LV stimmen Sie zu, dass die automatisierte Plagiatsprüfungs-Software Turnitin alle von Ihnen in moodle eingereichten schriftlichen Teilleistungen prüft.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Mindestanforderung:
- Anwesenheitspflicht. Bei Absenz wegen Krankheit oder familiärer Ausnahmesituation ist ein schriftlicher Nachweis vorzulegen.
- Für einen positiven Abschluss der Lehrveranstaltung müssen alle Teilleistungen erbracht werden.
- Seminararbeit: Zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis kann der/die Lehrveranstaltungsleiter/in Studierende zu einem notenrelevanten Gespräch nach Abgabe der Arbeit einladen, welches positiv zu absolvieren ist.

Beurteilungsmaßstab:
- aktive Beteiligung an Diskussionen 15%
- Referat und Präsentation 30 %
- Vertiefung in Form einer schriftlichen Hausarbeit 55%

Prüfungsstoff

Literatur

ALPERS 1989: Alpers, Svetlana, Rembrandt als Unternehmer , sein Atelier und der Markt, Köln 1989
AUSST.-KAT. KÖLN/DORDRECHT/KASSEL 2006: Vom Adel der Malerei. Holland um 1700, hrsg. v. Ekkehard Mai, Sander Paarlberg, Gregor M. Weber; Ausst.-
Kat. Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln; Dordrechts Museum;
Museumslandschaft Hessen Kassel; Köln 2006
AUSST.-KAT. LONDON/DEN HAAG 2007: Holländer im Porträt. Meisterwerke von Rembrandt bis Frans Hals, Kat. v. Rudi Ekkart u. Quentin Buvelot, Ausst.-Kat.
National Gallery, London; Mauritshuis, Den Haag; Stuttgart 2007
AUSST.-KAT. WASHINGTON 1989: Frans Hals, Kat. v. Seymour Slive, Ausst.-Kat. National Gallery of Art, Washington [u.a.], München 1989
AUSST.-KAT. WASHINGTON/AMSTERDAM 1996: Jan Steen. Painter and Storyteller, hrsg. v. Guido M. C. Jansen, Ausst.-Kat. National Gallery of Art, Washington; Rijksmuseum Amsterdam; Zwolle 1996
BÜTTNER 2007: Niels Büttner, Rubens, C.H. Beck Verlag, München 2007
BÜTTNER 2017: Niels Büttner, Peter Paul Rubens. Sinnbildkunst und Voyeurismus, Wien 2017 https://museumsfernsehen.de/nils-buettner-peter-paul-rubens-sinnbildkunst-und-voyeurismus-alte-meister-im-gespraech
CZECH 2002: Hans-Jörg Czech, Im Geleit der Musen. Studien zu Samuel van
Hoogstratens Malereitraktat "Inleyding tot de Hooge School der Schilderkonst: Anders de Zichtbaere Werelt (Rotterdam 1678)", Münster/New York/München [u.a.]
2002 (Niederlande-Studien, Bd. 27)
FRITZSCHE/LEONHARD/WEBER 2013: Claudia Fritzsche/Karin Leonhard/Gregor J.M. Weber (Hg.), Ad Fontes! Niederländische Kunst des 17. Jahrhunderts
in Quellen, Petersberg 2013
HAMMER-TUGENDHAT 2009: Daniela Hammer-Tugendhat, Das Sichtbare und das Unsichtbare. Zur holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts, Köln/Weimar/Wien 2009
HOLLSTEIN und THE NEW HOLLSTEIN: The New Hollstein Dutch and Flemish
Etchings, Engravings and Woodcuts ca. 14501700, 72 Bde., Amsterdam 1949-2010
HORN 2000 [Houbraken]: Hendrik J. Horn, The Golden Age Revisited. Arnold Houbraken’s
Great Theatre of Netherlandish Painters and Paintresses, 2 Bde., Doornspijk 2000
KLEINERT 2006: Katja Kleinert, Atelierdarstellungen in der niederländischen Genremalerei
des 17. Jahrhunderts realistisches Abbild oder glaubwürdiger Schein?,
Petersberg 2006 (Studien zur internationalen Architektur und Kunstgeschichte 40)
SCHWARTZ 2006: Gary Schwartz, Das Rembrandt-Buch. Leben und Werk eines Genies, aus dem Englischen von R. u. S. Bontjes van Beek, München 2006
SITT 2002: Martina Sitt, Belichtung der Natur. Zu einer komplementären Deutung der Landschaftsmalerei Jacob van Ruisdaels, in: Jacob van Ruisdael oder Die Revolution der Landschaft, hrsg. von Martina Sitt und Pieter Biesboer, Zwolle 2002, S. 37-48
SITT 2004: Martina Sitt, Vergnügliches Leben - Verborgene Lust. Niederländische Genremalerei von Frans Hals bis Jan Steen, Ausst.-Kat. in Kooperation mit dem Frans Hals Museum Haarlem, Zwolle 2003 sowie Ausgabe Belser Verlag Stuttgart 2004, S. 33-41
SITT 2008: Martina Sitt, Spiegel geheimer Wünsche, in: Ausst.-Kat. Stillleben aus fünf Jahrhunderten, hrsg. von Martina Sitt, Hubertus Gaßner, Hamburger Kunsthalle, München 2008, S. 10-14, 39-51, 58-75 ed. al.
SITT 2010: Martina Sitt, Rahmenphänomene Über das Zusammenspiel von Komposition, Bild und Sammlungspräsentation, in: Rahmen. Zwischen Innen und Außen, hrsg. von Hans Körner und Karl Möseneder, Berlin 2010, S. 9-20.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:20