Universität Wien

080115 SE Kultur und Gesellschaft (2009S)

Was bedeutet 'Regionalität'?

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Montag 02.03. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 09.03. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 16.03. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 23.03. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 30.03. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 20.04. 16:00 - 19:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse
  • Montag 27.04. 16:00 - 21:00 Seminarraum 1 (2.Stock, rechts) EE Hanuschgasse

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

"Regionen" bezeichnen Raumeinheiten unterschiedlicher Reichweite. Je nach Sichtweise lassen sich recht unterschiedliche Kriterien zur Definition von Regionen heranziehen. So ist von "Sprachregionen" ebenso die Rede wie von "Wirtschaftsregionen" oder "Klimaregionen". Darüber hinaus lässt sich auch die Existenz von (nicht über einzelne "objektive" Merkmale definierbaren) "Identitäts-" bzw. "Bewusstseinsregionen" ausmachen: von Regionen, die für ihre BewohnerInnen lebensweltliche Relevanz haben und mitunter stark identitätsproduktiv wirken.
Gerade den ÖsterreicherInnen wird oft nachgesagt, sie würden sich lieber über regionale Zugehörigkeiten definieren als etwa über jene zum Staat oder zu einer sozialen Gruppe. Diese Behauptung soll überprüft werden: Wann und wo spielt für wen und in welcher Weise "die Region" eine Rolle? (Wie) lässt sich die betonte Bezugnahme zur Region sozial zuordnen? Wie wirken im Zuge der (alltäglichen) Regionalisierung Bilder, Diskurse und Praxen ineinander? Und wie lässt sich das, was wir als "Regionalität" fassen können, insgesamt deuten?

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungsbeurteilung erfolgt auf Grundlage der mündlichen wie schriftlichen Beiträge der TeilnehmerInnen während des gesamten Seminars sowie einer Seminararbeit, die bis zum 15. September 2009 abgegeben werden kann.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Ziel des Seminars ist es, theoretische und methodische Zugänge zum Phänomen "Regionalität" zu erörtern und sich in eigenen empirischen Versuchen der Beantwortung der Frage, was "Regionalität" ist und in welchem Verhältnis die Region zu anderen gesellschaftlichen Bezugssystemen steht, zu nähern.

Prüfungsstoff

Das Seminar bietet Gelegenheit zur gemeinsamen Lektüre und Diskussion einschlägiger Texte sowie zur versuchsweisen Anwendung empirischer Verfahren. Erwartet werden kontinuierliche Anwesenheit, Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit (die auch das Halten von Referaten und die Abgabe kleinerer schriftlicher Aufgaben inkludiert) sowie das Verfassen einer schriftlichen Arbeit zu Semesterende.

Literatur

Maase, Kaspar: Nahwelten zwischen "Heimat" und "Kulisse". Anmerkungen zur volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Regionalitätsforschung. In: Zeitschrift für Volkskunde 94, 1998, S. 53-70.
Köstlin, Konrad: Neue Regionalität: Muster und Diskurse. In: Jahrbuch des Österreichischen Volksliedwerkes 56, 2007, S. 14-27.
Schilling, Heinz u. Beatrice Ploch (Hg.): Region. Heimaten der individualisierten Gesellschaft (= Kulturanthropologie-Notizen 50). Frankfurt am Main 1995.
Werlen, Benno: Globalisierung, Region und Regionalisierung. Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierungen, Band 2. 2., völlig überarbeitete Auflage. Stuttgart 2007.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

510, 610

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31