Universität Wien

090016 VU Alte Geschichte und Altertumskunde: Rausch in der Antike (2022W)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften
Prüfungsimmanente Lehrveranstaltung

An/Abmeldung

Hinweis: Ihr Anmeldezeitpunkt innerhalb der Frist hat keine Auswirkungen auf die Platzvergabe (kein "first come, first served").

Details

max. 25 Teilnehmer*innen
Sprache: Deutsch

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

  • Mittwoch 05.10. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 12.10. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 19.10. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 09.11. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 16.11. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 23.11. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 30.11. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 07.12. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 14.12. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 11.01. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 18.01. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2
  • Mittwoch 25.01. 11:30 - 13:00 Übungsraum Alte Geschichte Hauptgebäude, Tiefparterre Stiege 2

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Das Ziel dieser Veranstaltung besteht darin, anhand eines spezifischen, klar definierten Themas – Alkohol und Rausch in der Antike – die intellektuelle Neugier der Student*innen zu stimulieren und studentische Forschung anzuleiten. Dabei sind die Studierenden angehalten, innerhalb des großen Themenkomplexes ihre eigenen Forschungsinteressen zu entwickeln und zu verfolgen.

In der Methode verfolgt die Lehrveranstaltung den Ansatz des forschenden Lernens (inquiry-based learning) und richtet sich daher vorrangig nach den Interessen und Fähigkeiten der Studierenden. In der Praxis bedeutet das, dass die Lehrveranstaltung sich in drei große Blöcke gliedern wird:

1. In der ersten Einheit wird ZUM EINEN ein Überblick über die Veranstaltung und das Thema geboten, darüber hinaus erklärt, was valide Forschungsfragen und wissenschaftliche Qualität ausmacht, und schließlich Ressourcen für vom LV-Leiter unabhängiges Forschen vorgestellt, ZUM ANDEREN der Raum dafür geboten, dass sich die Studierenden in Gruppenarbeit um die Definition ihrer jeweiligen Forschungsprojekte bemühen.

2. Es folgen drei Sitzungen im Seminarstil, in welchem die Studierenden in offener Diskussion ihre Ideen, Probleme, Fortschritte und Hindernisse miteinander diskutieren. Diese dienen als Plattform für den wissenschaftlichen Austausch und zum Teilen der bis dahin erlangten Kenntnisse und Einsichten.

3. Am Ende der Veranstaltung wird es, je nach Teilnehmer*innenzahl 1-2 Abschluss-Konferenz(en) geben, in welchem die Ergebnisse der Forschungsarbeit vorgestellt und diskutiert werden.

Am Ende der Veranstaltung werden die Studierenden gezeigt haben, dass sie selbständig dazu imstande sind

- Schlüsselthemen und -anliegen der relevanten Forschung zum Thema zu identifizieren und in konziser Form zu beschreiben,

- eigene Forschungsfragen zu formulieren,

- antike Quellen zu analysieren, kritisch zu bewerten und zu interpretieren,

- relevante Sekundärliteratur zu identifizieren und sich mit selbiger kritisch auseinanderzusetzen.

Sofern möglich, findet diese LV ausschließlich in Präsenz statt.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Die Leistungskontrolle erfolgt über drei Elemente:

1. Ein Forschungs-Proposal (als gemeinschaftliche Kleingruppen-Leistung), welches u. a. die relevantesten antiken Quellen und eine kommentierte Kurzbibliographie zum Thema beinhaltet: Dieses Element trägt 10% zur Gesamtnote für diesen Kurs bei und ist spätestens bis zum 24.10.2022 vorzulegen. Im Detail muss dieses Element (1) den Titel des Projekts, (2) die Namen der Beitragenden, (3) den Projektvorschlag (500 Wörter, ± 10%), (4) wenigstens 5 verschiedene antike Quellen (mit spezifischen Angaben zu Passagen, nicht Gesamtwerken) und (5) eine moderne, zeitgemäße Bibliographie mit wenigstens 8 Einträgen umfassen, deren Hauptargumente kurz zusammengefasst notiert sind.

2. Eine (digitale) Posterpräsentation, die 40% zur Gesamtnote beiträgt. Jede Kleingruppe wird ein gemeinsames Poster präsentieren (ca. 10-15 Minuten max.), auf welchem das Thema visuell in didaktisch geeigneter Form aufbereitet ist. Bewertet werden insbesondere (1) die Qualität der Forschung, (2) die Qualität des Posters und (3) die Qualität der Präsentation. 95% dieser Gemeinschaftsleistung, die insgesamt 40% der Gesamtnote ausmacht, werden nach diesen Kriterien bewertet. Die übrigen 5% ergeben sich aus "peer review", d.h. aus von den Studierenden einander gegenseitig zugewiesenen Noten für den Input und die Mitarbeit in der Gruppenarbeitsphase.

3. Ein Quellenkommentar im Umfang von 3.000 Wörtern (±10%), der 50% zur Gesamtnote beiträgt und erst nach Abschluss der Präsentationen fällig wird. Der Kommentar, als Einzelarbeit (d.h. nicht als Gruppenarbeit) zu erstellen, wird sich einer kurzen Passage einer antiken Primärquelle widmen, die mit dem gewählten Forschungsprojekt in Zusammenhang steht. Der Kommentar muss vollständig referenziert werden und relevante Informationen zu Autor, Werk und Kontext der Passage aufweisen, darüber hinaus auf inhaltlich-materielle, kulturgeschichtlich relevante und ggf. sprachlich bemerkenswerte Aspekte eingehen.

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Für eine positive Bewertung ist es erforderlich, SÄMTLICHE Komponenten abzuliefern und für JEDE dieser Komponenten eine positive Bewertung zu erhalten.

Die Gesamtnote setzt sich aus den o.g. 10% + 40% + 50% der Teilkomponenten zusammen.

Skala:

100–85% = Sehr Gut (1)
84,9–75% = Gut (2)
74,9–63% = Befriedigend (3)
62,9–50% = Genügend (4)
>50% = Nicht Genügend (5)

Regelmäßige und aktive Teilnahme am Unterricht wird vorausgesetzt.

Prüfungsstoff

Wie oben detailliert beschrieben.

Literatur

E. Basargina, Antike Ärzte zum Alkoholismus: eine Materialsammlung, Hyperboreus 9, 2003, 22–36 [in Russian].
E. D. Carney, Symposia and the Macedonian elite: the unmixed life, SyllClass 18, 2007, 129–180
A. Dalby, Empire of Pleasures: Luxury and Indulgence in the Roman World, London – New York 2000.
B. Hessen, Alkoholismus in der griechisch-römischen Antike: Krankheit und Laster, in: A. Hornung – Chr. Jäkel – W. Schubert (edd.), Studia humanitatis ac litterarum trifolio Heidelbergensi dedicata : Festschrift für Eckhard Christmann, Wilfried Edelmaier und Rudolf Kettemann, Bern – Frankfurt am Main 2004, 131–146.
M. E. Loughton, Getting smashed: the deposition of amphorae and the drinking of wine in Gaul during the late Iron Age, Oxford Journal of Archaeology 28, 2009, 77–110
P. E. McGovern, Uncorking the past: the quest for wine, beer, and other alcoholic beverages, Berkeley – Los Angeles – London 2009.
L. Milano (ed.), Drinking in ancient societies: history and culture of drinks in the ancient Near East: Papers of a symposium held in Rome, May 17–19 1990, Padua 1994.
O. Murray (ed.), Sympotica: A Symposium on the Symposion, Oxford 1990.
O. Murray, Feasting and alcohol in ancient societies, in: Studies in Chinese and Western classical civilizations: essays in honour of Prof. Lin Zhi-chun on his 90th birthday, Changchun 1999, 350–364.
O. Murray – M. Tecusan (edd.), In vino veritas, London 1995.
J. D. Rolleston, Alcoholism in classical antiquity, British Journal of Inebrity 1927, 101–120.
C. Seltman, Wine in the Ancient World, London 1957.
J. C. Sournia, A history of alcoholism, Oxford 1990.
K. Volke, Die Anfänge alkoholischer Getränke: Bier, Wein und Alkohol im Spiegel der Geschichte, Altertum 44, 1998, 123–149.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Di 04.10.2022 10:49