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Jetzt impfen lassen für ein sicheres Miteinander im Herbst!

Um allen Angehörigen der Universität Wien einen guten und sicheren Semesterbeginn zu ermöglichen, gibt es von Samstag, 18. September, bis Montag, 20. September die Möglichkeit einer COVID-19-Impfung ohne Terminvereinbarung am Campus der Universität Wien. Details unter https://www.univie.ac.at/ueber-uns/weitere-informationen/coronavirus/.

Achtung! Das Lehrangebot ist noch nicht vollständig und wird bis Semesterbeginn laufend ergänzt.

090026 VO Byzanz und der Westen, 800-1204: von Karl dem Großen bis zu den Kreuzzügen (2018S)

5.00 ECTS (2.00 SWS), SPL 9 - Altertumswissenschaften

Details

Sprache: Deutsch

Prüfungstermine

Lehrende

Termine (iCal) - nächster Termin ist mit N markiert

Montag 05.03. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 19.03. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 09.04. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 16.04. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 23.04. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 30.04. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 07.05. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 14.05. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 28.05. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 04.06. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 11.06. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock
Montag 18.06. 10:30 - 12:00 Hörsaal d. Inst. f. Byzantinistik u. Neogräzistik, Postg. 7/1/3 3.Stock

Information

Ziele, Inhalte und Methode der Lehrveranstaltung

Die Kaiserkrönung des Frankenkönigs Karl durch den Papst zu Weihnachten des Jahres 800 markierte einen wesentlichen Einschnitt in den Beziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und der Staatenwelt Westeuropas: konnte Konstantinopel zuvor davon ausgehen, dass sein alleiniger Anspruch auf das römische Kaisertum als Zentrum der christlichen Welt auch im Westen zumindest formell anerkannt wurde, so sah es sich jetzt einer nach Gleichrangigkeit strebenden Macht gegenüber. Dazu kamen wachsende Differenzen in der Theologie und Glaubenspraxis zwischen Ost- und Westkirche, die sich mit dem Streit um kirchliche Einflusssphären zwischen Byzanz und dem Papsttum von Süditalien bis Osteuropa vermengten. Wirtschaftliche Entwicklungen führten zum Aufstieg neuer Machtfaktoren wie der italienischen Seestädte (Venedig, Genua, Amalfi, Pisa), die zuerst die Anerkennung durch Byzanz suchten, im Laufe der Zeit aber auch zu Konkurrenten wurden. Gleichzeitig blieb Byzanz aber ein kulturelles und ideologisches Vorbild, wie auch die Verbreitung byzantinischer Objekte bis hin nach Island zeigt. Im 11. Jahrhundert änderten sich die geopolitischen Rahmenbedingungen noch einmal bedeutend, als mit den Normannen in Unteritalien und den Seldschuken in Kleinasien neue gefährliche Gegner auftauchten; insbesondere aber führte der Erste Kreuzzug zu einer Intensivierung der Kontakte, aber auch der wechselseitigen Wahrnehmung der Unterschiede. Das Verhältnis zwischen Byzanz und den Kreuzfahrern schwankte zwischen Kooperation und Konflikt, bis es schließlich in der Eroberung Konstantinopels durch den Vierten Kreuzzug 1204 einen (vorläufigen) dramatischen Endpunkt fand.
Diese Geschehnisse werden in einem „globalen“ Kontext der Entwicklungen in der mittelalterlichen Welt diskutiert. Neben Aspekten der politischen, kirchlichen und kulturellen Geschichte werden insbesondere auch Fragen der Sozial-, Wirtschafts- und Umweltgeschichte auf der Grundlage neuerster Forschungsergebnisse behandelt. Durch die gemeinsame Lektüre von Originaltexten (in Übersetzung) und mit reichem Bild- und Kartenmaterial soll ein möglichst anschauliches Bild der Rolle des Byzantinischen Reichs innerhalb des hochmittelalterlichen Europa entworfen werden.

Art der Leistungskontrolle und erlaubte Hilfsmittel

Schriftliche Abschlussklausur

Mindestanforderungen und Beurteilungsmaßstab

Die LV bietet sowohl eine Einführung in die Geschichte der Beziehungen zwischen Byzanz und dem Westen als auch in aktuelle Debatten der Byzantinistik und mittelalterlichen Geschichte. Zur Vertiefung wird auch ein Besuch der Ausstellung „Byzanz und der Westen. 1000 vergessene Jahre“ auf der Schallaburg (März-November 2018) empfohlen.

Prüfungsstoff

Vortrag der LV-Leiter, gemeinsame Lektüre und Analyse von Textquellen. Materialien zur Vorbereitung werden immer im Vorfeld der jeweiligen Einheit elektronisch an die angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer übermittelt werden.

Literatur

(eine umfassende Bibliographie wird zu Beginn der VO übermittelt):
Byzanz und der Rest der Welt. Sonderheft der Zeitschrift Historicum. Linz 2012 (wird allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Vorfeld als PDF-Datei übermittelt).
F. Daim (Hrsg.), Byzanz: Historisch-kulturwissenschaftliches Handbuch. Stuttgart 2016 (mit entsprechenden Abschnitten zum Thema der LV)
R.-J. Lilie, Byzanz und die Kreuzzüge. Stuttgart 2004.
P. Schreiner, Byzanz 565–1453 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 22). 4. Auflage, München 2011.
J. Shepard (Hrsg.), The Cambridge History of the Byzantine Empire, c. 500–1492. Cambridge 2008.

Zuordnung im Vorlesungsverzeichnis

Letzte Änderung: Mo 07.09.2020 15:31